Nicht ohne meinen Weihnachtsmarkt!

Es wieder so weit: Der Winter ist einzugsbereit und bringt Weihnachten gleich mit. Gerade die Vorweihnachtszeit strotzt nur so vor winterlichen Gefühlen. Mit Kerzenschein, Lebkuchen, Bratapfeltee, Flauschesocken, dem Duft von Kaminfeuer und natürlich den Weihnachtsmärkten – den Weihnachtsmärkten, die nun schon zum zweiten Jahr in Folge nach und nach abgesagt werden oder zu gar unweihnachtlichen Zeiten stattfinden. Doch diesmal sind wir vorbereitet und holen das Gefühl vom Weihnachtsmarkt ganz einfach zu uns nach Hause. Dafür braucht es nämlich gar nicht mal so viel. Weihnachtsmusik an und los geht’s!

Ein weihnachtliches Prosit

In erster Linie sollte jede*r einmal überlegen, was für sie oder ihn zum Weihnachtsmarktfeeling dazugehört. Beginnen wir zum Beispiel mit einem heißen Getränk. Glühwein lässt sich hervorragend in der eigenen kuscheligen Küche zusammenbrauen. Man nehme:

  • 750ml eines fruchtigen, trockenen Rotweins
  • 200ml Traubensaft
  • 3 Esslöffeln Rohrzucker
  • Verschiedene Gewürze wie Vanilleschoten, Anis, Pfeffer, Koriander, Muskat
  • Nach Bedarf: Bio-Orangen und Ingwer

Nun wird der Rotwein zusammen mit 200ml Traubensaft und 3 Esslöffeln Rohrzucker gemischt. Anschließend kann die Mischung aus den Gewürzen,  wie Vanilleschoten, Anis, Pfeffer, Koriander, Muskat, hinzugegeben werden –  der Fantasie sind hierbei (fast) keine Grenzen gesetzt. Auch Bio-Orangen und Ingwer machen sich hervorragend in dem heißen Gebräu. Aber vorsicht, den Glühwein auf keinen Fall kochen lassen, da sonst der Alkohol verdampft. Und wer sich lieber an alkoholfreie Getränke halten möchte, der tauscht für einen leckeren Kinderpunsch einfach die Menge an Rotwein mit Traubensaft aus, oder mischt sich einen heißen Kakao zusammen.

Schritt für Schritt zum fruchtig-würzigen Glühwein

Das große Schlemmen

Als nächstes darf natürlich das Essen auf dem muckeligen Heimweihnachtsmarkt nicht zu kurz kommen. Unsere Empfehlung: Kartoffelpuffer. Dafür benötigt ihr:

  • 1 Kilo festkochende Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • 100g Weizenmehl
  • Salz und Pfeffer

Das Kilo festkochender Kartoffeln reiben und mit einer Zwiebel zusammenmischen. Danach ein Ei und 100g Weizenmehl unter die Kartoffeln mischen. Mit etwas Salz und Pfeffer nach Bedarf würzen und in der Pfanne zu leckeren Puffern braten. Fertig ist der Weihnachtsmarkt-Snack! Dazu vielleicht eine Portion Pilze, in Kräuterbutter angebraten oder etwas Teig mit Schinken und Käse im Ofen zu Handbrot gebacken.

Für die Naschkatzen unter uns

Klingt bisher alles sehr gut? Dann kann es ja mit Nachtisch weitergehen! Bananen, Erdbeeren oder Ananas sind schnell in Stückchen geschnitten und in heiße Schokolade eingelegt. Maronen können gekocht und Mandeln im Zuckersud angebraten werden. Unsere Empfehlung für gebrannte Mandeln:

  1. 80ml warmes Wasser, 125g Rohrzucker, 1/2 Teelöffel Zimt, 2 Messerspitzen Vanillepulver und eine Prise Salz mischen und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
  2. Sobald sich der Zucker komplett aufgelöst hat, können 200g Mandeln (idealerweise mit Haut) hinzugegeben werden.
  3. Das Ganze wird dann so lange gekocht, bis die Flüssigkeit verdampft, der Zucker kristallisiert und die Mandeln in eine schillernd glänzende Schicht gehüllt werden. Während des Prozesses sollte fleißig umgerührt werden, um ein Anbrennen zu verhindern.
  4. Danach die Mandeln einfach auf ein Backpapier legen und von einander trennen, damit sie beim Abkühlen keinen Zuckerblock bilden. 

Wem das zu simpel ist, der kann sich an Krapfen, Pofferties oder Crepes versuchen. Denn auch dafür braucht es nicht allzuviele Zutaten und nur ein wenig Geduld. Wer hingegen eine besonders faule Naschkatze ist, der kann sich vieles davon selbstverständlich auch fertig aus dem Supermarkt kaufen und es zu Hause einfach aufwärmen.

Es werde gemütlich

Für Verpflegung ist also gesorgt. Nur die Atmosphäre stimmt noch nicht ganz. Es soll zu Hause schließlich nicht aussehen wie immer, sonst wäre es kein Weihnachtsmarkt. Die Weihnachtsdeko will ohnehin aus dem Keller geholt und aufgehangen, oder noch besser, selbst erbastelt werden. Denn was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne Handwerkskunst? Transparentpapier in bunten Farben und Bastelkleber sind schnell gekauft und Anleitungen zu Kerzenhaltern, Weihnachtsbäumen oder Sternen können in großer Stückzahl im World Wide Web gefunden werden.

Filigrane Drahtkunst

Alternativ zu der klebrigen Angelegenheit, kann im Bastelladen Draht gekauft und zu wunderschönen Dekorationselementen gebogen werden.  Anbieten tut sich dafür Kupfer oder Messingdraht. Häufig gibt es den Kupferdraht auch versilbert. Ideal zum Biegen ist eine Flach- oder Rundzange. Und so geht’s: Das gewünschte Motiv kann zunächst zur Hilfestellung auf ein Stück Papier gezeichnet werden. Dann kann der Draht anhand des vorgezeichneten Motivs nachgebogen werden. Mit verschiedenen Drahtgrößen und Farben lässt sich toll herum spielen. Auch Perlen oder Steine können mit eingearbeitet werden. Vielleicht noch ein rotes Schleifchen für die extra Portion Kitsch: fertig! 

Wer Probleme damit hat, sich das Ganze vorzustellen, kann sich auch einfach noch das Video anschauen, das wir für euch verlinkt haben. Darin wird noch einmal Schritt für Schritt erklärt, wie ihr die filigranen Schmuckstücke ganz leicht selbst herstellen könnt.

Zum Schluss noch ein Geheimtipp

Wer das ultimative Gefühl von Weihnachtsmarkt möchte, der bereitet einfach die Gerichte und Getränke vor und nimmt alles mit auf einen schönen kalten Spaziergang – oder direkt in den Garten bzw. auf den Balkon. Denn es gibt doch nichts Schöneres, als sich mit einem heißen Glühwein aufzuwärmen, während man von der winterlichen Kälte liebevoll umarmt wird.

Fotos: Alina Maurer, Julia Gonser, Runa Marold

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