Alle Beiträge von Ineke Schlüter

WE ARE ONE – A Global Film Festival

In diesem Jahr haben sich die bekanntesten internationalen Filmfestivals zusammengetan und kuratierten, Covid-19 zum Trotz, ein virtuelles Filmfestival: „We are One“. Auf Youtube hatten Filmbegeisterte die Möglichkeit sich die diesjährige Auswahl anzuschauen. Eine tolle Gelegenheit für alle, Filme zu sehen, die es vielleicht nie in die Kinos der Heimatstadt schaffen. Denn der spezielle Reiz eines Filmfestivals sich spontan auf etwas Neues einzulassen und den altbewährten Lieblingsgenres, Regisseuren und Schauspielern einmal den Rücken zu zukehren, geht im Virtuellen nicht verloren. WE ARE ONE – A Global Film Festival weiterlesen

„Good Economics for Hard Times” – Eine Diskussion mit Esther Duflo

Social Distancing und Homeoffice halten uns nicht davon ab, die drängenden Fragen unserer Zeit zu diskutieren. Vor allem, wenn es um die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19 Pandemie geht, ist es unumgänglich. Esther Duflos’ Vortrag vom 22.05. beim diesjährig erstmals online veranstalteten Hay-Festival passt dabei gut zu #LeaveNoOneBehind. Denn die Corona-„Krise“ rückt ins Scheinwerferlicht, was ohnehin schon im Argen liegt. „Good Economics for Hard Times” – Eine Diskussion mit Esther Duflo weiterlesen

„Ich fürchtete deine Liebe, doch deine Wut fürchte ich nicht“

So die Worte des neidischen Adario zu seinem liebeskranken Rivalen Alvar, die beide um die Gunst ihrer Angebeteten Zima buhlen. Zima und Adario sind in der Oper “Les Indes Galantes” amerikanische Ureinwohner und ein Liebespaar. Doch auch der französische Offizier Damon und der spanische Offizier Don Alvar haben sich in Zima verliebt. Im Kontext der Oper zeugt der Satz von der Erleichterung eines Verzweifelten angesichts der Befürchtung, seine Auserwählte könne sich in den verfeindeten kolonialen Landbesetzer verlieben. “Les Indes Galantes” wurde vom französischen Barockkomponisten Jean-Philippe Rameau komponiert und wurde 1735 uraufgeführt. Die Oper ist eine Weltreise auf der Suche nach den Spielarten der Liebe, ins osmanische Reich, nach Persien, zu den Inkas und in die Wälder Nordamerikas. So bietet die Oper reichlich Spielraum, tief in die Orientalismus-Klischee-Kostümkiste zu greifen, wovor die konservative Pariser Oper nicht unbedingt zurückscheut. „Ich fürchtete deine Liebe, doch deine Wut fürchte ich nicht“ weiterlesen