Das kunterblaue 25. Jubiläum der Kupferblau

Die Kupferblau ist 25 Jahre alt geworden. Dies nahm sich die Redaktion zum Anlass, einen bunten Abend rund um das Thema Journalismus zu gestalten. Ehemalige Redakteur*innen der Kupferblau, aber auch Gäste von der Lokalpresse berichteten von ihren Erfahrungen in der vielfältigen Arbeitswelt des Journalismus.

Bei der Jubiläumsfeier zu 25 Jahren Kupferblau am vergangenen Freitag konnten Journalismusinteressierte verschiedene Beiträge rund um dieses Thema besuchen. Die Feier fand im Clubhaus statt, dem altbekannten Treffpunkt der Kupferblau. Der Redakteur Hagen Wagner moderierte die Feier und das Tübinger Duo ‘Sarah und Benni’ sorgten für musikalische Begleitung während des Abends. Die Besucher*innen, darunter auch zahlreiche Ressortleiter*innen und (Chef-)Redakteur*innen, konnten nicht nur verschiedene Beiträge der Gäste hören, sondern sich auch alle Print-Ausgaben der letzten 25 Jahre im Nebenraum in Ruhe ansehen. Für Sekt, Wasser und Fingerfood war ebenso gesorgt. Zur Feier des Tages galt außerdem der Dresscode Blau…

Das Clubhaus in der Nachmittagssonne. Foto: Katharina Steffen

Gäste aus der Region

Dr. Gernot Stegert, Redaktionsleitung für den Lokalteil des Schwäbischen Tagblattes, war der erste Gast am Nachmittag. Er gab nicht nur einen Einblick in den Regionaljournalismus, sondern erläuterte auch die Schwierigkeiten, denen sich Zeitungen momentan stellen müssen: Bundesweit zurückgehende Auflagenzahlen und ein Generationenwechsel innerhalb der Redaktionen.

Dr. Gernot Stegert vom Schwäbischen Tagblatt. Foto: Katharina Steffen

Theresa Krampfl von DASDING Tübingen gab anschließend einen Einblick in den Online-Journalismus in den Sozialen Medien und sprach über die Vorteile dieses Mediums. Insbesondere Instagram ermögliche einen großen Raum für Diskussion. Sie berichtete auch, dass dieser abwechslungsreiche Job viel von einer Person verlangen kann, vor allem wegen des konstanten Sendedrucks.

Theresa  Krampl von DASDING Tübingen im Gespräch mit Hagen Wagner. Foto: Katharina Steffen

Die beiden Volontär*innen des Reutlinger General-Anzeigers (GEA), Berya und Kilian, konnten dann noch etwas aus dem Nähkästchen plaudern. Sie gaben einen  Einblick in das Volontariat bei einer Lokalzeitung und wie der Alltag in einer Redaktion aussieht. Dieser erste Teil der Feier zeigte insbesondere, dass der Generationenwechsel innerhalb des Journalismus nach engagierten Nachfolger*innen mit neuen gegenwartsbezogenen und zukunftsorientierten Ideen verlangt.

Die Volontär*innen des GEA, Berya und Kilian. Foto: Katharina Steffen

Musikalischer Übergang zu Gesprächen mit Kupferblau-Alumni

Eine kleine Abwechslung vom Journalismus bot das bereits von der Ersten Kupferblauen Kunstschau bekannte Tübinger Duo ‘Sarah und Benni’. Mit Gesang und Gitarre brachten sie Soul- und Popmusik ins Clubhaus. Ihre charakteristische Kombination aus vollem Klang und lockerer Atmosphäre sorgte für Begeisterung bei den Besucher*innen der Jubiläumsfeier.

Das Tübinger Musiker-Duo ‘Sarah und Benni’. Foto: Katharina Steffen

Der musikalischen Einlage folgte ein Interview mit Pia Rox, der ehemaligen Print-Chefredakteurin der Kupferblau, sowie der aktuellen Online-Chefredakteurin, Sinem Tuncer. Dabei ging es insbesondere um die Veränderungen, die das Campusmagazin in den letzten Jahren durchlebt hat: die Ausweitung in das Online-Format, welche Neuerungen es gegeben hat, was gleich geblieben ist, und wie die Social-Media Präsenz ausgebaut wurde und auch noch wird.

Abschließend erzählte der Fotojournalist Marko Knab, ebenfalls Kupferblau-Alumnus, von seiner Arbeit als Fotograf für ein Foto-Magazin. Dabei lag der Fokus auf den technischen und künstlerischen Aspekten der Fotografie sowie der Frage, was überhaupt ein gutes Foto ausmacht.

Die Zukunft des Journalismus

Klar wurde an diesem Abend: In der Branche des Journalismus erfolgt momentan ein Generationenwechsel. Viele alteingesessene Redakteur*innen und Reporter*innen gehen bald in den Ruhestand und es liegt nun an den jüngeren Generationen, sich für den Qualitätsjournalismus einzusetzen, insbesondere in der Print.

Für die Arbeit braucht es Leidenschaft und Begeisterung sowie ein Interesse an der Interaktion mit Menschen, aber sie erfordert auch ein gewisses Maß an Stressresilienz, da man insbesondere im Regionaljournalismus stets zur Stelle sein muss. Doch für wen diese Aspekte genau richtig klingen, für den*die gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, in den Journalismus einzusteigen – unter anderem als  Volontär*in, Praktikant*in, freie*r Mitarbeiter*in oder auch als Quereinsteiger*in.

Einen großen Dank an die Gäste, Musiker*innen, Besucher*innen sowie Organisator*innen der Jubiläumsfeier, und ganz besonders an die treuen Leser*innen der Kupferblau!

 

Titelbild: Pixabay 

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