Bunt und Blau: Die 1. Kupferblaue Kunstschau

Strahlendes Wetter, strahlende Menschen – die erste Kupferblaue Kunstschau war ein voller Erfolg. Am vergangenen Wochenende sorgten lokale Künstler*innen und Musiker*innen in der Tübinger Shedhalle für inspirierende Stunden. 

Zwei Minuten vom Brechtbau entfernt befindet sich die Shedhalle. Ihr Eingang liegt etwas versteckt zwischen roten Backsteinhäusern und knalligen Graffitis. Mit dieser Hinterhofromantik bot die Shedhalle jedoch genau das richtige Ambiente für die allererste Kupferblaue Kunstschau. Die Kunstschau wurde von der Chefredaktion der Kupferblau organisiert. 

Der erste Raum der Kunstschau.

Das Besondere an der Kunstschau war, dass bildende Kunst und Musik aufeinandertrafen: Neben den ausgestellten Bildern, gab es abwechslungsreiche Live-Musik von Musiker*innen aus dem Raum Tübingen. Und – wer schon einmal im Museum Hunger bekommen hat, der wird dies zu schätzen wissen – auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. So konnte man sich die Kunstwerke ansehen, sich in tiefgehende oder auch weniger tiefgehende Kunstanalysen vertiefen und nebenbei ein Stück Schokokuchen oder ein paar Pizzaschnecken zu sich nehmen. Kunst, Essen und Musik – alles was das Herz begehrt! 

Von weichen Wolken bis zu wilden Farben

Auf der Kunstschau waren Werke von Hannah Krämer, Cedric Kirchhöfer, Lars Krause und Marko Knab zu sehen. Das Spannende war, das diese vier Künstler*innen völlig unterschiedliche Kunststile haben. Marko Knab hat Fotografien mit unterschiedlichen Motiven ausgestellt: vom wolkenverhangenen Schloss Hohenzollern bis zu der Aufnahme einer farbenfrohen Mandarinente. Seine Bilder transportieren Weite und die Lust am romantischen Augenblick. 

Eine Fotografie der Wurmlinger Kapelle von Marko Knab.

Lars Krause ist digitaler Illustrator. Seine Bilder wirken auf den ersten Blick oft befremdlich und genau darin liegt ihr großer Reiz – man muss zweimal hinsehen. Sein Stil und die häufig fantastischen Motive sind alles andere als gewöhnlich. 

Ein digitales Kunstwerk von Lars Krause.

Cedric Kirchhöfer ließ sich 2020 durch Bob Ross‘ Joy of Painting zur Malerei inspirieren. Sieht man sich seine Bilder man, so wäre man nicht auf Idee gekommen, dass dies der Ausgangspunkt seiner Kunst war. Cedrics Bilder sind bunt, abstrakt und zeugen aufgrund ihrer Verschiedenheit von großer Experimentierfreude. 

Verschiedene Werke von Cedric Kirchhöfer.

Hannah Krämer arbeitet auch mit Ölfarben, jedoch in einem anderen Stil als Cedric. Ihre Malerei ist gegenständlich, sie malt vor allem weibliche Körper und Gesichter. Sieht man sich ihre Gemälde an, so sieht man nicht nur Frauen, sondern jeweils eine kleine Geschichte. Die Gesichter transportieren Emotionen, die die Betrachtenden bereits beim ersten Anblick der Bilder in den Bann ziehen. 

Ölgemälde von Hannah Krämer.

Lebhafter Austausch zwischen den Kreativen und den Besucher*innen

Auf der Kunstschau war es auch möglich, mit den Künstler*innen und Musiker*innen ins Gespräch zu kommen. Man konnte auf diese Weise einen Einblick in die künstlerische Ideenfindung gewinnen, sich nach den verwendete Maltechniken erkundigen oder bei offenen Fragen zu den Werken auch direkt nachhaken. 

Besucher*innen der Kunstschau.

Durch die abwechslungsreiche Live-Musik und die Möglichkeit zum Austausch mit den Künstler*innen erhielt die Kupferblaue Kunstschau eine Lebendigkeit, die man in einem klassischen Kunstmuseum nicht immer findet. Es wurde außerdem deutlich, welche Vielfalt die lokale Kunst- und Musikszene zu bieten hat. 

Manuel Huth verzaubert mit deutschsprachigen Liedern. Foto: Daniel Böckle.

Herzlichen Dank an die Organisator*innen, die Künstler*innen, die Musiker*innen und alle Besucher*innen, die die erste Kupferblaue Kunstschau ermöglicht und unterstützt haben! 

Titelbild und Bild 7: Daniel Böckle, Beitragsbilder 1 bis 6: Laetitia Gloning 

 

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