Dreht die Musik leiser, der Januarblues kommt…

Das neue Jahr hat begonnen, die erste Hochstimmung für Veränderung flaut langsam ab und auf einmal ist er da: Der Januarblues. Die Neujahrsvorsätze werden wieder in die hinterste Ecke des Gehirns verdrängt und die schlechte Laune macht es sich dort gemütlich, wo bis eben noch das Hochgefühl eines Neustarts saß. Und was jetzt – den Kopf in den Sand stecken und warten, bis uns die Frühlingssonne wieder herauskitzelt? Nicht mit uns! Wir haben euch ein paar Tricks zusammengesucht, mit denen ihr dem Januarblues die Stirn bieten könnt – denn die Kupferblau knows how…

Mit Kreativität gegen die Lethargie

Egal, wie das Wetter draußen ist – ob es schneit, regnet, stürmt oder die Sonne scheint – Malen geht immer und wer sucht, findet die interessantesten Plätzchen dafür (im Keller, auf dem Balkon, im Garten, im Park, neben dem Kamin, …). Alles was du dafür brauchst, ist eine Leinwand, Pinsel und Farbe. Und „wenn du eine innere Stimme hörst, die sagt: ‚Du kannst nicht malen‘, dann male auf jeden Fall, damit diese Stimme zum Schweigen gebracht wird“ (Vincent van Gogh). Gut geeignet sind zum Beispiel Acrylfarben. Sie trocknen in wenigen Stunden. Für den Anfang kann es auch helfen, die Leinwand erst einmal mit einer Farbe zu bepinseln. Wenn diese getrocknet ist, können über die erste Farbschicht weitere Farben angesetzt werden. Schlussendlich liegt es in deiner Hand und deinem Pinsel, was auf der Leinwand entsteht. Der Prozess des Malens kann durchaus meditativ wirken und hat mich schon das ein oder andere Mal aus einem Winterblues befreit und mir dabei geholfen, meine Gedanken zu sammeln. In den Worten von Pablo Picasso: „Das Werk, das man malt, ist eine Art, Tagebuch zu führen.“

Ein Prosit auf das Leben

Alkohol ist keine Lösung – aber er schmeckt. Und sehen lassen kann sich so ein frisch zubereiteter Cocktail ebenfalls. Oftmals braucht es gar nicht viel, um sich ein leckeres Getränk zuzubereiten. Wir stellen euch den Church-Cocktail vor. Für ein Glas braucht ihr:

  • 30 ml. Gin
  • 30 ml. Aperol
  • 30 ml. Zitronensaft
  • 15 ml. Cocchi Americano (alternativ: trockener Weißwein)
  • 15 ml. Sirup

Die Zutaten werden mit Eiswürfeln zusammen in einen Cocktailmixer gegeben, kräftig durchgeschüttelt und anschließend in ein Glas umgefüllt. Nun kommt noch ein Stück Orangenschale hinein – fertig ist der Church-Cocktail.  Unsere Empfehlung: Ab damit auf die Couch, die Netflixserie Peaky Blinders anmachen und alle Sorgen vergessen…

Drei Haselnüsse aus Norwegen

Einer der beliebtesten Weihnachtsfilme der Deutschen ist nach wie vor der tschechisch-deutsche Film “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel”. Trotz modernster Filmproduktionen und einem Überangebot an Netflix-Weihnachtsfilmen, hält sich der Klassiker hartnäckig auf Platz 1. Kein wunder also, dass sich niemand traut, ein Remake davon zu machen – bis jetzt… Die Norweger haben sich getraut und den Filmklassiker neu verfilmt. Die Storyline orinentiert sich stark am Original, sodass es leicht fällt, der Geschichte zu folgen. Auffällig ist jedoch die diverse Besetzung und so manche moderne Wendung, wie beispielsweise das Coming-out zweier Nebendarsteller. Dieser moderne Touch tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch. Die Filmemachenden haben es geschafft, den Zauber des Originals in einen modernen Kontext einzubetten. Daher eine herzliche Empfehlung von uns: Probiert es aus und lasst euch in die karge Landschaft des Nordens entführen , wo Märchen auch heute noch wahr werden…

Kim Jiyoung, geboren 1982

„Kim Jiyoung, geboren 1982“, geschrieben von Cho Nam-Joo, ist nicht nur ein Roman der begeistert, sondern der auch patriarchalische Strukturen kritisiert und Menschen weltweit zum Denken anregt. Inhaltlich geht es um die frischgewordene Mutter Kim Jiyoung, deren Leben stets von Männern dominiert wird, wie zum Beispiel Arbeitskollegen, die versteckte Kameras auf der Damentoilette platzieren oder ihr Ehemann, der es als selbstverständlich ansieht, dass Jiyoung die Karriere für das Kind aufgibt.
„Kim Jiyoung, geboren 1982“ thematisiert Sexismus und Alltagsmisogynie, die tragischerweise nicht nur Frauen in Korea betreffen, sondern weltweit. Damit trifft der Roman den Nerv der Zeit und leistet seinen Beitrag für eine Enttabuisierung und Transparenz solch wichtiger Themen. Absolute Leseempfehlung!

Von der Sonne geküsst

Dieses dunkle Etwas, welches uns Jahr für Jahr nach der so aufregenden Weihnachtszeit kriechend einholt und uns, in tiefer Müdigkeit gefangen, niederstreckt… Schluss mit den Januarblues!

Etwas, was immer – wirklich immer! – gegen jegliche Art des Blues hilft, sei es Dezemberblues, Novemberblues oder den aktuellen Januarblues, ist … frische Luft und viiiel Sonne! (Ja Mama, du hattest mal wieder Recht.) Da sich die Sonne jedoch manchmal tagelang (wenn nicht wochenlang) verzieht und wir so leider nicht an ihr begehrtes Vitamin-D kommen, helfen auch schon mal hochwertige Präparate aus der Apotheke. Aber keine Sorge an diejenigen unter euch, die dafür zu pleite sind. Es gibt es auch für euch noch Hoffnung! Wenn ihr (wie ich), unbedingt gerne ein flauschiges Haustier hättet und eher auf die natürliche Vitamin-D Aufnahme steht, dann hätte ich die Lösung parat, inklusive frischer Luft und Bewegung:
Besucht Bauernhöfe in der Umgebung (bspw. der Bauernhof am WHO), und wenn ihr Glück habt, könnt ihr ein paar Kätzchen oder Kälbchen streicheln – der ultimative Oxytocin-Booster!
Und während ihr die flauschigen Kreaturen bewundert, frische Landluft einatmet und etwas Sonne euer bleiches Gesicht erstrahlen lässt, kann der Januarblues euch wirklich nicht mehr anhaben. Falls euch die Müdigkeit nun doch noch einmal überkommt – Mate oder Kaffee hilft immer, zur Not auch der ein oder andere Nap. Gebt nicht auf, der Sommer naht!


Titelbild: pexels.com
Fotos: pexels.com (Cocktails),  @astridsofficial Instagram (Filmplakat), Sophie Noel, Alina Maurer, Julia Gonser 


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