Die Anti-Social Challenge?- Meine Woche ohne Social Media

In den Semesterferien die Füße hochlegen? Nicht mit der Kupferblau! Wir wollen über uns hinauswachsen! Deshalb haben wir uns spannende Herausforderungen ausgedacht, die wir euch jede Woche an unserem Motivation-Monday präsentieren!

Challenge 7: Füße hochlegen war bei mir erlaubt, dabei jedoch bestenfalls ohne Handy und vor allem ohne Social Media. Ich habe eine Woche auf Instagram, Facebook und Snapchat verzichtet. Wie ich dabei merkte, dass ich doch eigentlich ziemlich abhängig davon geworden war.

 

Social Media tut uns nicht gut- Also einfach mal (anti)social sein?

Tag für Tag verbringen wir mehrere Stunden an unseren Smartphones, Laptops und Tablets. Bereits beim ersten Wecker klingeln (was bei mir beispielsweise auch vom Smartphone erledigt wird) geht der Griff zum Handy und sofort zu den sozialen Netzwerken. Deswegen habe ich mir für diese Woche überlegt auf Social Media zu verzichten. Dabei bemerkte ich bereits bevor meine Challenge überhaupt begann, dass ich sie immer weiter nach hinten schob. So hatte ich mir zwar bereits fest vorgenommen eine Woche auf Social Media zu verzichten, zögerte den ersten ‚Fastentag’ aber immer weiter hinaus. Bis ich schließlich montagmorgens aufwachte und dachte: „Okay, es reicht!“ und in einem Rutsch Instagram, Facebook und Snapchat von meinem Handy löschte.

7 Tage ohne diesen altbekannten Anblick

Jetzt ist hier natürlich die Frage:

“Ist WhatsApp etwa kein soziales Netzwerk?”

Natürlich ist es das. Aber nach langem hin und her überlegen, fand ich es für den Start eben doch zu schwer auch noch auf Whatsapp zu verzichten, bzw. sah nicht wirklich einen Unterschied darin, wenn ich dann plötzlich all meinen Freunden SMS schicken würde. Daher entschied ich mich zuerst einmal eben nur für die ‚light’ Version des Fastens.

1 Woche ohne Instagram– total easy?

Ich muss sagen, die Woche ging schneller vorbei als ich dachte. Vor allem die letzten 2 Tage waren gut machbar. ABER: es war auch Wochenende, heißt ich war viel unterwegs und sowieso nicht besonders viel am Handy. Unter der Woche war es dann doch etwas Anderes. So saß ich plötzlich eben auf dem Klo, im Bus, vor meinem langweiligen Online-Seminar oder wartete auf meine Freunde und wusste nicht mehr was ich machen sollte.

Kurz einen Online Artikel in der Zeitung lesen? – Dafür eignen sich die Artikel Der Zeit bekanntermaßen nicht. Die brauchen einfach mehr Zeit als die halbe Minute zwischendurch.

Ein Buch lesen? – Viel zu umständlich!

Sprachnachrichten beantworten? – Dafür ist das Klo vielleicht nicht der richtige Ort.

Meine (positiven) Erkenntnisse

Ich bemerkte also, dass ich mich plötzlich mehr in der Gegend umschaute (und ja, Leute beobachtete), viele Dinge schlicht und einfach auf einmal schneller erledigte und zwischen durch einfach aufmerksamer zuhörte. Dabei war die Angst, eventuell etwas auf Social Media nicht mitzubekommen zwar teilweise groß, jedoch stellte ich fest, dass es eigentlich viel mehr die Macht der Gewohnheit war, die mich oftmals etwas planlos auf mein Handy schauen ließ. Vor allem bemerkte ich aber Unterschiede in meinem Schlafrhythmus. So schlief ich plötzlich fast eine halbe Stunde früher, weil ich eben nicht noch ewig durch alle sozialen Netzwerke scrollte und kam aus dem gleichen Grund morgens plötzlich deutlich schneller aus den Federn.

Es war also eigentlich ein wirklich positives Experiment, das zwar seine Höhen und Tiefen hatte und in welchem ich immer wieder mein Handy zückte, um es dann wieder wegzustecken, jedoch schlussendlich trotzdem, auch nachhaltig, die Konsequenz hatte, dass ich meine Bildschirmzeit deutlich reduzierte.

(Dass ich am ersten Morgen nach der Fastenwoche als erstes wieder Instagram installierte, muss ja niemand wissen)

 

 

Foto: Nina Schieting 

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