Pack die winterfesten Schuhe ein: Zwei Spaziergänge im Französischen Viertel

Wandern in, um und um Tübingen herum? Ist leichter als gedacht. Rauschende Wasserfälle, steile Albtraufpfade, rohe Natur im Jahreszeitenwechsel, frische Luft in den Lungen und Sonne im Gesicht sind perfekte Stresslöser. Mit bunten Wandertouren holt euch unsere Redakteurin aus euren dunklen Zoomhöhlen heraus. Schnappt euch diesmal eure winterfesten Schuhe und los geht’s!

Benannt ist das Französische Viertel nach den früheren französischen Kasernen vor Ort. Heute jedoch macht es Schlagzeilen mit extrem hohen Wahlergebnissen für die Grünen. Viele Studierende und junge Familien haben sich hier niedergelassen und für so manche*n stellt sich auch hier die Frage: Wohin mit der überschüssigen Energie? Momentan sind die Bewegungsangebote begrenzt. Daher empfehle ich, folgende Spazierrouten einmal auszuprobieren.

Hoch nach Wankheim

Die erste Route führt mit dem ein oder anderen Höhenmeter hinauf nach Wankheim und in einer schönen Runde am Buchholzteich vorbei wieder zurück.

Gestartet bin ich bei der Bushaltestelle “Französisches Viertel”. Von dort folgte ich dem Weg parallel zur Hauptstraße in den Wald nach rechts, hinaus aus Tübingen. Ein schöner, breiter Waldweg führte einige Zeit den Berg hinauf, bis ich ins Freie trat. Der Straßenlärm war schon fern und die Aussicht über die Felder kilometerweit. Ich folgte dem Weg nach rechts hin zu Wankheim.

Vor dem Ortseingang Wankheims lief ich einem Feldweg folgend über die Felder, bis eine Kreuzung auf Asphalt kam. Von hier hatte ich einen grandiosen Blick bis zu den Waldhäusern Ost hinaus. Danach lief ich nach rechts, stark bergab über die Wiese. Mittlerweile sind dort Schafe, sodass man als Wegpunkt auch an ihnen geradewegs auf den Wald hin vorbeigeht.

Im Wald befand ich mich kurze Zeit auf einem kleinen verschlungenen Weg, bis ich auf Asphalt hinauskam. “Nach rechts abbiegen” hieß es hier, sodass ich an einer weiteren Kreuzung hinauskam. Rechts oder links war hier egal, beide Wege führten zum Ziel.

Ab hier waren es nur noch wenige Minuten, bis ich wieder nach rechts auf einen etwas matschigeren Weg abbog. Diesen lief ich bis zur ersten Kurve circa 20 Meter vor und spazierte dann auf einem kleinen Waldweg weiter.

Ein See mitten im Wald

Mitten im Wald liegt hier ein schöner kleiner See. Dieser kann zwar an Krimis erinnern, aber auch je nach Tageszeit und Wetter eine wunderschöne spiegelnde Tannenfläche darstellen.

Der kleine Weg führte einmal rund um den See, sodass ich zurück in der Kurve nach rechts weiter ging. Dem Weg folgend kam ich auf dem vorherigen Weg weiter vorn hinaus. Ab hier war es einfach. Der Weg führte den restlichen Berg hinab, bis ich mich wieder am Ausgangspunkt befand.

Mein Spaziergang dauerte 58 Minuten, für 4.76 Kilometer mit einem Lauftempo von 4.9 km/h. Höhenmeter waren es jeweils hoch und hinunter 120. Ich empfehle auf jeden Fall wasserdichte Stiefel, die auch dreckig werden dürfen.

Meine Aufnahme von Komoot zum Nachwandern: https://www.komoot.de/tour/307642866?ref=atd

Über die Felder in Richtung Kusterdingen

Weiter geht es mit einer Runde ohne Höhenmeter. Als Feierabendausklang, Stresslöser, Verdauungsspaziergang oder auch als Joggingstrecke eignet sich diese Tour perfekt.

Ein schlichter Weg über Wald und Wiesen mit gutem Joggingpotenzial.

Gestartet bin ich wie zuvor bei der Bushaltestelle “Französisches Viertel”. Ich lief zur Hauptstraße und durch die Unterführung. Auf der anderen Seite folgte ich kurz dem asphaltierten Weg nach links, bis ich über eine kleine Brücke nach rechts auf einen schmalen asphaltierten Weg  gelangte. Dieser Weg ist auch auf dem Foto oben zu sehen. Ich folgte ihm anschließend bis zum Tierheim Tübingen. Dort joggte ich nach links auf den Waldweg bis zum Hornbach. Am Hornbach gerade vorbei ging es weiter auf den nächsten Waldweg. Diesem folgte ich bis zur nächsten Kreuzung und bog nach schräg hinten links ab.

Über freie Felder ging der Weg zurück zum Hornbach. Dort überquerte ich am Kreisverkehr die Kreuzung und folgte dem Weg über die Felder weiter zurück, bis ich schließlich wieder am Tierheim hinauskam. Von dort folgte ich dem vorherigen Weg zurück in das Französische Viertel.

Ich bin die Strecke gejoggt. Hierfür habe ich für 6.76 Kilometer mit einer Geschwindigkeit von circa 10 km/h 41 Minuten gebraucht . Höhenmeter bestanden so gut wie keine.

Zum Nachwandern hier meine Aufnahme von Komoot: https://www.komoot.de/tour/292328158?ref=atd

Fotos: Tara Ulrich

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