Das Coronahandbuch für Studierende – Maske hin, Maske her

Hurra, die Welt geht unter! So fühlt es sich zumindest manchmal an. Da könnte man beinahe seine eigentliche Lebensaufgabe vergessen: Student*in sein. Doch geht das überhaupt, während da draußen ein Virus herumgeht und alle zuhause in Jogginghose in Online-Vorlesungen sitzen? Wir von der Kupferblau haben es uns zur Aufgabe gemacht, euch aus dem Isolationstief zu holen. Das Coronahandbuch für Studierende präsentiert euch heute: Dinge, die mit Maske irgendwie schwierig sind und unsere hervorragenden Lösungen.

Das Masken-tragen ist für uns alle mittlerweile zum Alltag geworden.  Egal wohin wir gehen, die Maske ist dabei. Und obwohl wir schon so daran gewöhnt sind, dieses stylische Stück Stoff über Mund und Nase zu tragen, so überraschend ist es doch, dass wir uns immer wieder in Situationen wiederfinden, in denen uns die Maske im Weg steht. Die selbstverständlichsten Kleinigkeiten werden zur Herausforderung. Dann müssen eben neue Wege der Kommunikation gefunden werden.  Wir stellen euch unsere hervorragenden Lösungen für Situationen vor, die mit Maske irgendwie schwierig sind. 

1. Obligatorisches Begrüßungslächeln

Jeder von uns kennt doch diese Situation: Man spaziert fröhlich durch die Stadt, freut sich über das schöne Wetter und genießt Tübingens Flair. Auf seinem Weg läuft man an der schönen Stiftskirche vorbei; die Augen immer offen für bekannte Gesichter, die einem entgegenkommen werden. Da ist schon die nächste Person. Das ist doch die aus meinem Seminar. Oder war es die vom Sportkurs? Wie ist denn noch ihr Name? Leider bleibt zu wenig Zeit die richtige Antwort zu finden. DREI, ZWEI, EINS und das obligatorische Begrüßungslächeln sitzt. HALT STOP!

Nicht in Zeiten von Corona. Wenn nur eine der beiden Personen die Maske im Gesicht trägt, wird es doch schon schwierig. Nonverbale Kommunikation durch ein freundliches Lächeln ade. Doch egal, ob in der Stadt, beim Shoppen, im Restaurant oder auf den Bibliothekstoiletten, wir haben auch für diese Situationen die perfekte Lösung.

Einfach mal nett winken. Wie viel schöner doch die Welt wäre, wenn sich alle Menschen einfach zuwinken würden. Maskenpflicht sei Dank, können wir das nun ausprobieren. Achtung, hier kommt die genaue Anleitung: Finger zusammen, und leicht nach vorne beugen. Nicht zu viel! Oberarm an den Körper, den Unterarm anwinkeln und das Handgelenk hin und her drehen. Ganz locker und einfach. Damit steht das neue “Begrüßungswinken” á la Corona. Ob das ein bisschen komisch aussieht? Das ist Geschmackssache … Wir finden es toll!


2. Flirten

Vermutlich kennt jeder dieses alte, verpixelte Video, das mit den Worten: „Warum liegt hier Stroh rum? Warum trägst du eine Maske?“ beginnt. Ich hätte nie gedacht dass ich einmal in die Situation komme, in der ich mit einer Maske im Gesicht flirten würde. Aber dank den Corona Regeln war es gestern an der Supermarkt Kasse dann soweit. Ich trug meine weiße Maske mit blauen Blümchen, hielt einen Wein und ein paar Cracker für unsere Kupferplausch Sitzung in den Händen und hatte Kopfhörer im Ohr. Da stand er plötzlich vor mir – und ich hatte keine Ahnung was ich tun sollte. Ein außerordentlich hübscher Typ, braun gebrannt und sehr durchtrainierte Waden. Doch das Einzige, was ich von seinem Gesicht sehen konnte, waren seine Augen.

In einer normalen Situation, also ohne Maske, hätte ich Blickkontakt gehalten, leicht gelächelt und ihn vielleicht sogar angesprochen. Doch mit Maske ist alles, was davon rüberkommt ein unangenehmes Blickduell und Genuschel unter einem Stück Stoff. Was tut man also in so einer Situation? Unser Pro Tipp, der auf jeden Fall funktioniert: einfach einen Luftkuss zuwerfen. Die Handbewegung spricht für sich und der Gegenüber kann ganz charmant den Kuss auffangen. Anbei haben wir natürlich auch ein kurzes Video, wie sowas aussehen könnte:

(Und falls der Typ, den ich im Rewe an der Kasse gesehen habe das sieht: Bitte fang den Kuss auf!)

3. Die Maske-unter-der-Nase Situation

Es gibt einige Dinge im Leben, die nerven: Lange Schlangen an der Kasse, mittelmäßiges Internet im Zug, eine Telefonumfrage. Dann gibt es Dinge, die ärgerlich sind: Kein Klopapier mehr da. Der Kunde vor einem kauft die letzte Brezel. Der Schokoriegel bleibt im Snack-Automaten hängen. Und dann gibt es noch die richtig schlimmen Sachen. Im Regen vor der Haustür stehen, wenn man den Schlüssel vergessen hat, der Mitbewohner im Urlaub auf Mallorca ist, die Katze im Wohnzimmer sitzt und gefüttert werden will.

Da darf man schon mal sauer sein. Richtig sauer. Man darf ein bisschen ausrasten, schließlich sind das gemeine Situationen. Einfach zum Haare raufen! Aber etwas gibt es, was all das in den Schatten stellt. Es gibt diese eine Situation… puh! Da wünscht man sich, man würde ohne Klopapier im Regen vor der Haustür stehen und dabei ein Telefoninterview führen. Es ist eine Situation, für die man sich seinen besten, tödlichsten Bösen Blick aufspart.

Welche Situation das ist? Natürlich die Maske-unter-der-Nase Situation!
Dabei ist es egal, ob im Zug, beim Bäcker, im Supermarkt oder an der Tankstelle. Leider passiert es immer wieder: Unschuldig schauend, laufen die Leute umher, die Maske dabei zwar über dem Mund, nicht jedoch über der Nase. Als wäre das korrekte Tragen einer Maske nicht idiotensicher…

Die Maske-unter-der-Nase-Situation legitimiert jeden entsetzten, zornigen, anklagenden Blick – solang er nur schön stechend ist!Einen solchen Blick haben wir hier auf dem Foto abgebildet. Der lässt einem doch wirklich das Blut in den Adern gefrieren!

Wir hoffen, dass ihr ihn nicht zu oft anwenden müsst…


Wir hoffen, euch damit den Masken-Alltag etwas zu erleichtern. Viel Spaß beim Winken, Flirten und böse Gucken!

Text: Lea Tautz, Clara Solarek, Clara Eiche
Fotos: Das Kupferplausch-Ressort

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