Suppe zum in die Schüssel kicken!

Die Kupferblau nimmt ihre Rolle als Magazin einer Bildungsinstitution sehr ernst. Daher klären wir im Folgenden auf: Warum die heutige  Verbindung zwischen Welttoilettentag und Tag der Suppe – in Tübingen – nicht weit hergeholt ist.

In der 12. Stunde des Tages aber nahmen Hunger und Durste Überhand im immatrikulierten Volke. Und so gingen sie und zogen hinfort, auf dass sie gute Kost finden sollten in dem großen Saale der Speisen. Entkräftet am besagten Orte entdeckten sie jedoch, dass ihr Gelde nicht ausreichend war für den getischten Schmaus und Trank, denn sie waren ärmer als jeder Bettler im Lande. Das Dilemma war groß. Und in der aussichtslosen Situation, wurde ihnen schließlich Suppe gegeben. Aus braunem, roten oder auch weißem Pulver. Speis und Trank in einem! Als Geschenk! Und sie aßen und tranken und sahen schließlich, dass es nicht gut war. Und sie begriffen, warum es sie nichts kostete. Und sie begriffen, dass ihr Versuch, dem Hunger zu entkommen, vermutlich ein Griff ins Klo gewesen war.

Suppenauswahl heute: Wasser + Pulver in rot, weiß oder braun!

Und als sie nun im Anschluss an ihr Abenteuer ebendieses aufsuchen wollten, sahen sie dass ihre schlimmsten Fantasien wahr waren. Und als sie die Toilette benutzen wollten, sahen sie auch hier, dass es überhaupt nicht gut war. Denn es fehlten Sitze, Seife und Sauberkeit, die Lage war beschissen. Da ging einer hinfort in den Bau des Brechts, um eine Lösung zu finden, doch stattdessen erblickte er ähnliche Umstände und noch dazu mysteriöse Löcher in den Wänden. Und so gingen sie gemeinsam wieder in ihre (Lehr-)Anstalten, hungrig, durstig und mit dringendem sanitärem Bedürfnis.

Und sie sahen: Die Lage war beschissen!

Und die zuletzt beschriebene Szene findet, Spaß beiseite, tatsächlich so jeden Tag in vielen Ländern statt. Daran soll der heute stattfindende internationale Welttoilettentag auch erinnern. Schon 2001, und ja das ist tatsächlich schon 15 Jahre her, wurde dieses Datum von der Welttoilettenorganisation festgelegt, um auf die prekäre Lage in Bezug auf Sanitäranlagen in vielen Ländern hinzuweisen. Auch heute noch haben etwa 2,5 Milliarden Menschen unzureichenden Zugang zu einer Toilette. 2013 wurde der Tag daher auch einstimmig von der Generalversammlung der UNO offiziell anerkannt. Wer sich darüber genauer informieren oder sich auch engagieren möchte:

http://worldtoilet.org/what-we-do/world-toilet-day/

http://www.vivaconagua.org/

Bei dem heute ebenfalls stattfindenden Tag der Suppe hingegen ist der Ursprung nicht sicher geklärt. Vermutlich ging es auch hier ursprünglich um ein karitatives Ziel. Darum kann er wohl auch gerne als Erinnerung verstanden werden, seine Suppe zu teilen. Wenn auch vielleicht lieber nicht die aus der Mensa.

Foto: Paul Mehnert

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