Schlagwort-Archive: ZDF

„Wir sind ein emotionales Medium“ – Exkursion zum ZDF nach Mainz

Wie gelingt der Berufseinstieg in den Fernsehjournalismus? Wie entsteht ein Beitrag für eine Nachrichtensendung? Wie sind die Abläufe im Studio? Diese und viele weitere Fragen wurden am Freitag auf der Praxis & Beruf-Exkursion zum ZDF-Sendezentrum in Mainz ausführlich beantwortet. Als Highlight gab es eine offene Fragerunde mit Dr. Claus Kleber. „Wir sind ein emotionales Medium“ – Exkursion zum ZDF nach Mainz weiterlesen

10 Weihnachtsfilme, die man gesehen haben muss

Es geht mittlerweile stetig auf die Weihnachtspause zu. Wir sind auf der Zielgeraden, noch einmal aufraffen und all die Dinge erledigen, die zu erledigen sind, und dann ist erstmal Weihnachten. Und was braucht es für das perfekte Weihnachtsfeeling? Klar, als Erstes die Familie, Plätzchen, Glühwein, Geschenke. Aber gekrönt wird das Ganze erst mit den richtigen Weihnachtsfilmen, die man an Weihnachten in trauter Runde zusammen anschaut. Irgendwie gehört das einfach dazu, dass man an den Weihnachtstagen faul auf dem Sofa liegt und die einzigen Aufgaben darauf bestehen, zu essen und Filme zu schauen. Hier haben wir mal eine Auswahl der besten Weihnachtsfilme mit Sendeterminen für euch zusammengestellt! 10 Weihnachtsfilme, die man gesehen haben muss weiterlesen

Charmanter Journalismus-Profi

Wenn der Name Claus Kleber fällt, dann wird ganz Tübingen hellhörig. So auch gestern, als der Journalist und Honorarprofessor der Medienwissenschaft zu Gast bei „SWR 1 Leute“ in der Alten Aula war. Charmanter Journalismus-Profi weiterlesen

„Teilweise abgefahrene Coverfotos“

Sie ist Moderatorin von „Terra Xpress“ im ZDF und war während ihres Studiums bei der Kupferblau. Lena Ganschow, 36, spricht über ihre Zeit in Tübingen, Wege in die Medienbranche und warum Antiflohmittel einen Traum platzen ließ.

„Teilweise abgefahrene Coverfotos“ weiterlesen

Ein Erklär-Bär wird Professor

Zu wenig Platz für all die Interessierten: Claus Kleber, erster Moderator des ZDF heute journals, hielt gestern im vollen Festsaal der Neuen Aula seine Antrittsvorlesung. Die Universität Tübingen konnte ihren ehemaligen Studierenden als neuen Honorarprofessor des Instituts für Medienwissenschaft gewinnen. Er sprach zum Thema „Rettet den Journalismus! -Wozu?“.

Der Saal war brechend voll. So viele waren gekommen, dass man zahlreiche Enttäuschte vor den Flügeltüren des großen Festsaals abweisen musste. Sie waren seinetwegen da: Dr. Claus Kleber, bekannter deutscher Moderator, Autor und Dokumentarfilmer, hielt die Antrittsrede zu seiner Honorarprofessur. „Es ist etwas ganz anderes, vor so vielen Menschen zu stehen, statt in eine Kamera zu sprechen“, witzelte er zu Beginn. Das Thema seiner Rede ist gesellschaftlich brandaktuell: Wird der Journalismus im Social-Media-Zeitalter noch gebraucht, wo doch prinzipiell jeder zum Nachrichten-Versender werden kann? Was erwartet abgehende Studierende als angehende Journalisten? Und: Was muss sich im Journalismus ändern, was hat sich bereits geändert?

Bis auf den letzten Platz gefüllt: der Festsaal der Tübinger Neuen Aula lauschte den Ausführungen von Dr. Claus Kleber.
Bis auf den letzten Platz gefüllt: Im Festsaal der Tübinger Neuen Aula lauschten die Interessierten den Ausführungen von Dr. Claus Kleber.

Heiter weiter?!

„Es war ein großer Fehler zu denken, das Internet sei nur ein neuer Weg, um alte Sachen zu verbreiten“, sagte Claus Kleber beinahe wehmütig. Der Medienmacher legte Zahlen vor, die die Abwanderung der jüngeren Generationen vom linearen Fernsehen ins Internet belegten. Die Entwicklung und Reaktionen der Redaktionen auf die Digitalisierung beschrieb er im Zeitraffer als „Heiter weiter – Rein ins Netz – Zukunft: Social Media“. In gewohnter Kleber-Manier brachte er Komplexes auf den Punkt. Ein Erklär-Bär, der dabei nicht belehrend wirkt oder gar lamentiert.

Globales Dorf bauen

Claus Kleber, der in Tübingen ganze 14 Semester Jura studierte und anschließend promovierte, ging geschichtlich noch weiter zurück. Der erfolgreiche Langzeitstudent beschrieb die Verbreitungswege von Nachrichten in den drei Phasen der so genannten Gutenberg-Parenthese: Wurde Wissen anfangs noch vom individuellen Umfeld geprägt, so erweiterte sich in einer zweiten Phase der Horizont der Menschen: die Massenmedien trugen Nachrichten „über die Dorfäcker hinaus“. In der dritten Phase, in der wir uns laut Kleber momentan befänden, dominiere durch digitale soziale Netzwerke wieder der individuelle Austausch. Dies sei in dem Sinne ein Rückfall. „Durch Social Media baut man sich sein eigenes globales Dorf“, erläuterte Kleber. Problematisch daran sei zum Beispiel, dass Facebook-Freunde oftmals ähnliche Meinungen hätten wie man selbst. In den geposteten Nachrichten lese man dann oft nichts Neues. „Was Sie schon wissen, wird wiederholt“, meinte Kleber.

Ganz im Zeichen von Social Media: Dr. Claus Kleber ist nach der Veranstaltung äußerst gefragt bei Selfies.
Ganz im Zeichen von Social Media: Dr. Claus Kleber ist bereits vor der Veranstaltung äußerst gefragt bei Selfies.

Gesucht: digitale Pioniere

Dabei fehle es neben der Konfrontation mit anderen Meinungen auch an einer Einordnung, längerfristigen Begleitung von Themen und deren Bewertung. Eben dies sei die Leistung und der Mehrwert von Journalismus. So zog Kleber ein hoffnungsvolles Fazit und machte angehenden Journalisten Mut: „Ich bin überzeugt, dass es einen Markt für die journalistische Arbeit gibt. Wir brauchen Leute, die den Tag bewerten und einordnen.“ In seinem Seminar im kommenden Wintersemester wird er sich mit journalistischen Themen befassen und man darf gespannt sein, welche Projekte Tübingens Langzeitstudent mit seinen Studierenden angehen wird.

Fotos: Christoph Jäckle