Schlagwort-Archive: uni Tübingen

Bierkeller: Wird die vorübergehende Schließung endgültig?

Immer noch herrscht Unklarheit über die Zukunft des Bierkellers.
Das Landesbauamt verweigert die Alte Physik als Lokalität, das Ende in den Räumen Mensa ist sicher: Wohl im Februar 2019 muss das Kneipenkollektiv die angestammte Heimat verlassen.

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Martin Walser: Anständig oder unanständig, ist Erotik mit Ethik vereinbar?

Martin Walser, 91 Jahre alt und Deutschlands berühmtester zeitgenössischer Schriftsteller, nahm am vergangenen Donnerstag an der Tagung der „Ethik der Lust“ teil. In seiner Lesung diskutierte der Schrifsteller, ob Ethik ein Vorwand sei, die Sexualität anständiger erscheinen zu lassen als sie ist – und stellte damit das eigentliche Tagungsthema infrage. Die folgende Diskussion zwischen Walser und seinem Biographen, Jörg Magenau, weckte das Interesse des Publikums im vollen Hörsaal des Kupferbaus.

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Smetana und Dvorak: Energische Klänge beim Herbst-Konzert

In feierlicher Atmosphäre spielte die staatliche slowakische Philharmonie Košice letzten Donnerstagabend im Festsaal der Neuen Aula Werke von Smetana, Saint-Saens und Dvořák. Zwischen schwungvollen Polka Klängen, Trompetengeschmetter und der temperamentvollen Streichmelodie der Solo-Violinistin Marie-Claudine Papadopoulos kamen nicht nur Klassik-Fans auf ihre musikalischen Kosten.

Die Schlange vor der Abendkasse in der Halle der Neuen Aula war lang, als das Kulturreferat zusammen mit der Uni und der Stadt Tübingen diesen Donnerstag zum Konzert der Slowakischen Philharmonie lud. Das Philharmonische Orchester Košice ist neben der Philharmonie in Bratislava das zweite philharmonische Ensemble der Slowakei und regelmäßiger Veranstalter internationaler Musikfestivals. Leiter und Dirigent Zybnek Müller, der auch Dirigent der Prager Staatsoper ist, führte sein Orchester so lebhaft schwingend durch den Abend, dass der Taktstock nur so durch die Luft wirbelte.

Die Ruhe vor dem Sturm: zu Beginn ist die Bühne noch unbesetzt.

Die wohl berühmteste musikalische Flussfahrt

Das Konzert begann mit einem der bekanntesten symphonischen Werke des tschechischen Komponisten Smetana, der zum Zeitpunkt der Komposition bereits ertaubt war. „Die Moldau“ aus dem Zyklus „Mein Vaterland“, das im Winter 1882 in Prag uraufgeführt wurde, beschreibt tonmalerisch den Flussverlauf der Moldau: aus zwei kleinen Quellen (leise Flöten- und Klarinettentöne) wird ein reißender Fluss (rasende Streicher), der schließlich durch Prag fließt, bevor er in der Elbe mündet (weiche Streichmelodie).

Virtuoses Solo der Violine

Die französische Violinistin Marie-Claudine Papadopoulus, die bereits mit 5 Jahren am Konservatorium im Straßburg spielte, und seitdem u.a. mit dem Münchner Rundfunkorchester und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz auf Tournee ging, stellte im Anschluss mit Camilles Saint-Saens Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 in h-moll ihre virtuosen Fähigkeiten unter Beweis.

Die Zuschauer folgen aufmerksam den musikalischen Werken.

Nach einer kurzen Pause ging es mit Dvoraks Sinfonie Nr. 5 in f-Dur weiter. Hier gaben insbesondere die Holzbläser und Violoncelli den Ton an, begleitet von einer hell erklingenden Triangel und Paukenschlägen, die den größtenteils ausverkauften Konzertsaal mit bewegtem Klang erfüllten. Eine kleine Ansprache des Dirigenten und eine Zugabe von Smetana ließen schließlich einen gelungenen Konzertabend ausklingen.

Die nächsten klassischen Konzerte, die von dem Kulturreferat der Uni, der Stadt Tübingen und der Museumsgesellschaft organisiert werden, sind das Advents- und Weihnachtskonzert am 04. und 20. Dezember, zu dem die Philharmonie Lemberg und das Tübinger Kammerorchester konzertieren.

Fotos: Friederike Streib

Volles Haus sieht anders aus

Mittwochabend 18 Uhr und der Hörsaal 23 im Kupferbau ist bis zum Überlaufen voll, sogar auf den Treppen drängen sich die Leute. Nicht ganz. Aber zumindest die Hälfte der Plätze war belegt, bei der studentischen Vollversammlung 2018.

Nachdem keiner spontan die Redeleitung übernehmen wollte, hieß StuRa Vorsitzender Jonathan Dreusch die Anwesenden willkommen. Man freue sich, dass viele gekommen seien.

Vom StuRa gibts Neues

An dem ersten Punkt der vorgestellten Tagesordnung änderte sich nichts und so wurde zunächst vorgestellt, wie der StuRa in die Hochschulpolitik einzuordnen ist, wie er arbeitet und was es Neues gibt. „Der StuRa arbeitet selbst in seinen Sitzungen weniger an der Sache“ so Dreusch. Die hauptsächliche Arbeit wird in AKs erledigt. So ist etwa die alternative Semestereröffnungswoche (Ernst und Karola Bloch Woche) aus der Arbeit eines AKs entstanden. Aber auch personell hat sich beim StuRa etwas getan. Es wurden kompetente Mitarbeiter eingestellt, die jetzt auch einen unbefristeten Arbeitsvertrag haben.

Suchst du noch oder lebst du schon?

Der freie Zusammenschluss von Student*innenschaften rief dazu auf, bundesweit die Vollversammlungen mit dem Schwerpunkt auf das Thema Wohnungsmangel stattfinden zu lassen. Aus diesem Grund fand – anders als vorgesehen – noch vor dem Finanzbericht ein kurzer Vortrag von Professor Dr. Stefan Huber über Mietrecht statt. Da am Ende des Vortrages noch viele Fragen auftraten, wird dazu noch eine separate Veranstaltung geplant.

Professor Dr. Stefan Huber informiert über Mietkaution, Mietpreisbremse und Mietvertragskündigung.

Das ganze Geld muss weg

Der StuRa hat Geld. Zu viel Geld um genau zu sein. Deshalb wurden jetzt in diesem Semester auch der Beitrag für den StuRa, den jeder Studierende zahlen muss auf 3,50€ reduziert damit Rücklagen abgebaut werden. Der Haushalt für 2018 wird aktuell geprüft und der Haushalt für 2019 wird gerade erarbeitet. Wer sich daran beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen sich beim AK Finanzen zu engagieren. Auch jeder andere AK freut sich über neue Gesichter. Infos über die einzelnen AKs gibt es auf der Website des StuRas.

Gegen Leistungsdruck – Für bezahlbaren Wohnraum

Als fünfter Tagesordnungspunkt wurden dann Anträge beraten und beschlossen. Diese beschlossenen Anträge gelten als Empfehlungen an die Studierendenschaft. Der erste Antrag trug den Titel „Wohnraum in Tübingen“, enthielt aber auch unter anderem Forderungen nach 840€ Studierendenhonorar monatlich, oder einem kostenlosen ÖPNV finanziert durch Steuergelder.

Nach viel Diskussion wurde schließlich ein Änderungsantrag gestellt. In den Antrag kam noch ein Satz, der sich für die Tilgung des Leistungsdruckes aus allen Bildungsinstitutionen und der Gesellschaft ausspricht.

Im Hörsaal hätten noch viele interessierte Studierende Platz gefunden.

Weniger diskutiert wurde bei den nächsten beiden Anträgen, in denen es passend zum Thema um bezahlbaren studentisches Wohnraum und um eine Petition für den Erhalt des „Kompetenzzentrums für Nachhaltige Entwicklung“ der Universität Tübingen ging. Die Anträge wurden angenommen.

Alles in Allem eine erfolgreiche Vollversammlung, doch wie so oft bleibt ein Problem: Die Partizipation. Der Trend der StuRa-Wahlen hat sich fortgesetzt, Studierende, die sich aktiv am hochschulpolitischen Geschehen beteiligen bleiben Mangelware. Das ist insofern schlecht, da Hochschulpolitik von der Beteiligung vieler Studierender verschiedenster Fachrichtungen lebt und auch nur dann am effektivsten wirkt. Deswegen – beteiligt euch, gestaltet und bringt Ideen mit ein. Auf dass der Hörsaal nächstes Jahr aus allen Nähten platzt!

Fotos: Marko Knab

Legalize or Criminalize it?

Am Montag, den 12.11 lud das Forum Scientiarum zusammen mit CIN im Rahmen des CIN Dialogues zu einem Interdisziplinären Gespräch zwischen Strafrechtler und Kriminologe Prof. Dr. Lorenz Böllinger und dem Mediziner und Suchtexperten Prof. Dr. Rainer Thomasius. Moderiert wurde die Diskussionsrunde „Cannabis – Haben wir ein Recht auf Rausch? Drogenpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ von Wissenschaftsjournalist Gábor Paál.

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StuRa-Inside vom 12.11.2018

Der Studierendenrat, kurz StuRa, tagt alle zwei Wochen, um die Interessen aller Studierenden an der Uni Tübingen zu vertreten. Wie genau laufen die öffentlichen Sitzungen ab und was wird dort besprochen? Das Wichtigste aus der StuRa-Sitzung vom Montag, 12. November, erfahrt ihr hier. StuRa-Inside vom 12.11.2018 weiterlesen