Schlagwort-Archive: Politikwissenschaft

Macron: Liberaler Pro-Europäer oder autoritärer Bürokrat?

Nach dem Brexit-Schock und der Wahl Donald Trumps fürchtete sich die ganze Welt vor der französischen Präsidentschaftswahl. Nun aber hat Emmanuel Macron die Wahl für sich entschieden: Ein Grund zur Erleichterung? Drei ExpertInnen für Deutschland und Frankreich diskutierten das Wahlergebnis am Freitagabend im Deutsch-Französischen Kulturinstitut.

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„Wo soll’s hingehen?“ Ehemalige Studenten erzählen von ihrem Weg

Jeder fängt mal klein an. Auch Politiker. Chris Kühn, heute Bundestagsabgeordneter der Grünen, erzählt, wie seine politische Karriere begann und welche Rolle sein Studium und die studentische Politik darin spielten.
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„We are the Walking Dead!“

Am vergangenen Dienstag startete die Vortragsreihe „Politik ist überall“ von POLIS, dem Förderverein für Politikwissenschaft in Tübingen. Auf dem Programm stand ein Vortrag über den Serienhit „The Walking Dead“. Soziologie Dr. Peter Bescherer bringt „The Walking Dead“ mit der Frage nach dem derzeitigen Angstpegel in unserer Gesellschaft in Verbindung.

(Entwarnung: Dieser Artikel wird keinerlei Spoiler enthalten)

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Gemeinsam gegen Hilflosigkeit

Diskriminierung und Gewalt ist in unserem Alltag präsent und geht jeden von uns etwas an. Doch Gefühle wie Ohnmacht, Wut und vor allem Angst hindern uns häufig einzuschreiten und etwas an diesen unschönen Situationen zu verändern. Die Fachschaft Politik bietet in Zusammenarbeit mit dem Weisser Ring e.V. am 09. Mai 2015 einen Workshop zum Thema Zivilcourage an, welcher das Ziel hat die Hilflosigkeit durch Wissen und lösungsorientiertes Handeln zu ersetzen.
Der Fall von Tuğçe Albayrak ist zwar in den Medien nicht mehr präsent, aber so schnell wird er aus den Köpfen ihrer Mitmenschen und Gleichaltrigen nicht verschwinden. Tuğçe hat sich mutig für zwei bedrohte Mädchen eingesetzt. Später wurde sie niedergeschlagen. Jetzt ist die damals 22-jährige Offenbacherin tot. Doch dies soll kein Anlass sein, um Augen und Ohren zu verschließen und weiterhin durch Angst der Gewalt eine Chance zu lassen. Tuğçe ist ein Vorbild. Eine Frau, die mutig Zivilcourage bewiesen hat.

Zivilcourage: Was bedeutet das überhaupt?

Der Duden beschreibt das Wort mit der großen Bedeutung wie folgt: „Mut, den jemand beweist, indem er humane und demokratische Werte (z. B. Menschenwürde, Gerechtigkeit) ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen in der Öffentlichkeit, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten o. Ä. vertritt“. Synonyme dazu sind Beherztheit, Charakter, Entschlossenheit, Furchtlosigkeit, Haltung, Mut, Rückgrat, Standhaftigkeit, Unerschrockenheit (Duden online).
Ein Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierung im Unialltag
Das es wichtig für eine Gesellschaft ist Zivilcourage zu zeigen und für seine Mitmenschen einzustehen steht nicht zur Diskussion, viel wichtiger ist die Frage wie man sich einsetzen kann, ohne sich selbst oder seine Mitmenschen zu gefährden. Auch der Arbeitskreis Gleichstellung der Fachschaft Politik ist dieser Frage nachgegangen und wollte sich mit dem Thema vor allem in Bezug auf den Unialltag näher auseinandersetzen. Dabei sind die Studenten auf den Weissen Ring e.V. gestoßen, die größte bundesweite Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer. Dieser Verein betreibt nicht nur Opferhilfe und kümmert sich um deren Angehörige, sondern vertritt die Problematiken auch in der Öffentlichkeit und versucht zusätzlich auf politischer Ebene Aufmerksamkeit zu erregen. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit ist außerdem die Prävention.
Deswegen hat die Fachschaft Politik zum 09. Mai in Raum 124 des Institutes für Politikwissenschaften einen Mitarbeiter des Vereins eingeladen und gestaltet mit ihm zusammen einen praxisorientierten Workshop zum Thema Zivilcourage. Neben einem Vortrag sollen auch Alltagssituationen nachgestellt werden und eigene Erfahrungen ausgetauscht werden.
Anmeldung und weitere Informationen:
https://www.facebook.com/events/1582014835389953/
https://www.weisser-ring.de/internet/

Europawahl – ach, da war ja was! Ein Crashkurs

Am 25. Mai sind endlich auch die Deutschen an der Reihe, ihre Stimme in den Wahltopf zu werfen. Die Europawahl ist ein Ereignis, das uns alle in Euphorie versetzen sollte – das erste Mal die Chance, nicht dauernd nur über die EU zu schimpfen, alles auf Angie zu schieben, sondern endlich selbst wählen, wer zukünftig entscheiden soll! Dabei kämpfen die Ukraine und die Türkei verbissen um eine Aufnahme und das Privileg, das wir bereits besitzen: In einer europäischen Union Mitentscheiden zu dürfen. Aber viele haben schlichtweg einfach keine Ahnung, was das ganze Tamtam eigentlich soll. Ein kleiner Crashkurs soll das ändern: Wir haben für euch Fikten und Fakten zusammengetragen, die zur Wahl stehenden deutschen Parteien befragt, mit der Tübinger Politik-Professorin  Gabriele Abels gesprochen und das Wahlverhalten der Studis aufgedeckt. Europawahl – ach, da war ja was! Ein Crashkurs weiterlesen

Lange Schatten

Die Eschenburg Vorlesung ist zurück. Mit Eckart Conze sprach am Mittwochabend in diesem Kontext einer der renommiertesten Zeithistoriker Deutschlands im Audimax der Uni Tübingen. Doch auch dieser Vortrag blieb nicht vom Einfluss der Debatte um den Theodor Eschenburg Preis verschont.