Schlagwort-Archive: Lernen

Ich will lernen, aber die Bib lässt mich nicht

Immer wieder aufs Neue ist unsere Autorin überrascht, wenn sie vor den verschlossenen Türen der Universitätsbibliothek steht. So auch heute. Dass die Bibliothek nicht jeden Tag und rund um die Uhr geöffnet ist, ist unzeitgemäß und müsste so nicht sein. Beispiele von anderen Universitäten zeigen, dass es auch anders geht. Ein Kommentar.  Ich will lernen, aber die Bib lässt mich nicht weiterlesen

Das „Phänomen der Kränkung“

Am gestrigen Dienstag durfte die Universität Tübingen einen ehrwürdigen Gast begrüßen: Joachim Gauck. Der Bundespräsident a.D. bekam für sein „unbeirrtes Engagement für Freiheit und Toleranz“ den Leopold Lucas-Preis der Evangelischen Fakultät verliehen – und hielt ein Plädoyer über die (destruktive) Kraft von Kränkungen.

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durchgeblättert: Findungsort wider Willen

In jedem zweiten Haus in der Altstadt scheint schon mal ein berühmter Schriftsteller gewohnt zu haben. Doch wie genau war ihr Leben in Tübingen? Eine Übersicht in fünf Teilen. Teil 5: Hesse, Zweig und die Selbstverwirklichung in Tübingen.

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Tübinger für Flüchtlinge – Lara

Die Flüchtlingskrise betrifft uns alle, auch wenn viele es vorziehen abzuwarten und auf Besserung hoffen. In Tübingen gehen aber einige Studierende mit gutem Beispiel voran, um den Menschen in Not zu helfen. Kupferblau hat sich mit vier von ihnen zusammengesetzt und über ihre Erfahrungen gesprochen.

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Die Klausurenphase : Zu welcher Bib – Spezies gehörst du?

 
Klausurenphase
Die Luft ist stickig und verbraucht. Nur das monotone Klacken der Laptoptasten zieht sich durch die Räume, unterbrochen von vereinzeltem Stühlerücken und Rascheln von Papier. Es ist der Beginn der Klausurenphase. Die Universitätsbibliothek wird zum „Place to be“ erklärt. Hier versucht der Studierende verzweifelt in kürzester Zeit so produktiv wie möglich zu sein. Doch es gibt diese ganz speziellen Nebensitzer neben denen man sich einfach nicht konzentrieren kann.

Nicht weiter störend ist die Kategorie: „Ich sitze nur in der Bibliothek damit alle sehen wie fleißig ich bin und wie gut ich dabei auch noch aussehe. Hänge aber eigentlich nur fünf Stunden auf Facebook ab und verabrede mich zur Abwechslung mit süßen Kommilitonen/innen auf einen Kaffee. “ Es gibt die verbissenen „Hardcoredisziplinierten“, die in acht Stunden ihre Arbeit nur zweimal unterbrechen um einen Schluck aus ihrer Volvic- Wasserflasche zu trinken, dabei aber nicht mal aufschauen. Das Gegenstück dazu ist der „Schläfer“, welcher sich nach dem Essen in die Bibliothek bequemt, „da man ja doch mal was machen könnte“. Letztendlich landet er aber doch auf einem der Sitzsäcke. Dort liest er fünf Minuten, um sich dann ein zweistündiges Schläfchen zu gönnen, in welchem eben erworbenes Wissen verinnerlicht wird. Die Top-Vorbereiteten sind immer gewappnet für den Tag in der Bibliothek. Sie sitzen bereits um sieben Uhr an ihrem „Stillarbeitsplatz“ und beginnen spätestens um elf Uhr ihre in kleine Schnitzchen geschnittenen Karotten und Apfelstückchen zu essen. Dass sie dabei einen riesigen Lärm veranstalten wird gekonnt ignoriert. Man lebt ja schließlich gesund.

Das Gegenstück dazu ist der „Schläfer“, welcher sich nach dem Essen in die Bibliothek bequemt, „da man ja doch mal was machen könnte“

 

Auf derselben Ebene bewegt sich auch die Spezies der Vielpausierer. Sie sitzen ganz hinten in der Stillarbeit, gehen aber drei mal in der Stunde „Eine rauchen“, Kaffee holen oder etwas snacken. Auf dem Rückweg verquatscht man sich dann auch ab und an mal. Auch hat mancher Studierender das Prinzip der „Stillarbeit“ noch nicht so ganz verstanden. Man nutzt also jede freie Minute dazu sich kurz mit seinem Nebensitzer zu besprechen. Toll ist in diesem Zusammenhang auch das Laptopgebläse mit spezial Staubsaugersound. Ernst wird es bei der Kategorie des „Räusperers“. Dieser tritt zwar selten auf, wird dich aber in den Wahnsinn treiben. Der „Räusperer“ gibt, neben dem permanentem Räuspern, in unregelmäßigen Abständen seltsame Geräusche von sich, begleitet von undefinierbaren „Mmmmhmms“ und „Ahhhs“. Wenn dir dies einmal aufgefallen ist, gibt es kein Zurück mehr. Du wirst dich nicht mehr konzentrieren können. Dann gibt es nur eine einzige richtige Reaktion: Flüchte!