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Uniwahlen am 30. Juni und 1. Juli!

Was, schon wieder? So manch einer fragt sich zu Recht, warum Studierende schon wieder zur Wahl aufgerufen werden – das hat jedoch seine Gründe. Warum Hochschulpolitik nicht mehr als lästige Notwenigkeit gesehen werden sollte und eine sehr kompakte und gekürzte Übersicht der Parteien und ihren Einstellungen findet ihr hier Uniwahlen am 30. Juni und 1. Juli! weiterlesen

Hochschulpolitik ist nicht egal!

Studierendenratswahl 2014

„Was – schon wieder wählen?“ Fragen sich die Tübinger Studierenden. Sind sie nicht erst im Dezember zur Wahlurne gestiefelt um den Studierendenrat (StuRa) zu wählen.

Das Land hatte jedoch vorgegeben, dass sich die sogenannte „Verfasste Studierendenschaft“ mit all ihren Organen, eben auch der Studierendenrat, bis zum 31.12. 2013 konstituieren musste. Die Satzung wurde jedoch erst im Juli 2013 beschlossen, somit konnten die Wahlen letztes Jahr erst Anfang Dezember stattfinden. In der beschlossenen Satzung steht ebenfalls, dass die Wahlen zum Studierendenrat immer gleichzeitig mit den Wahlen zum Senat abgehalten werden müssen. Die Senatswahlen finden immer Ende Juni/ Anfang Juli statt. Am Montag, den 30. Juni von 9.00-17.00 Uhr und Dienstag, den  1. Juli 2014 von 9.00 -17.00 Uhr werden deshalb der Senat und die studentischen Vertreter der Hochschulgruppen im StuRa erneut gewählt.

Wer steht zur Wahl?

Am zweiten Juni 2014 endete die Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge. An sich gibt es bei den Listen keine großen Überraschungen. Es kandidieren alle diejenigen erneut, die bereits Teil des StuRa sind. Es gibt dieses Mal keine Newcomer wie  zum Beispiel die „Alternative für die Uni“ oder die „Piraten“. Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) kandidieren bei der Senatswahl gemeinsam und bei der StuRa Wahl getrennt,  da es nur vier  Senatsplätze für studentische Vertreter gibt.

Folgende Hochschulgruppen kandidieren:

Liste 1: Liberale Hochschulgruppe (LHG)
Liste 2: RCDS – Die Christdemokraten
Liste 3: Fachschaftenvollversammlung (FSVV) für eine gemeinsame Studierendenvertretung
Liste 4: Grüne Hochschulgruppe (GHG) für eine gemeinsame Studierendenvertretung
Liste 5: Sozial und demokratisch – Juso-HSG
Liste 6: linke Liste / [’solid].SDS

Hochschulpolitik interessiert die Studierenden nicht!

Die Wahlbeteiligung lag in den letzten beiden Jahren bei lediglich um die 12 Prozent aller Studierenden. Das ist erschreckend wenig. Hochschulpolitik gilt unter den Studierenden als schwer zu verstehen und als nahezu nicht relevant. Dabei zahlt jeder in Tübingen immatrikulierte Student und jede Studentin sechs Euro im Semester die dem StuRa frei zur Verfügung stehen. Dieses Geld ist vor allem zur Unterstützung von Hochschulgruppen und Fachschaften gedacht. Doch nicht nur die Finanzlage hat sich seit der Wiedereinführung der „Verfassten Studierendenschaft“ geändert, auch hochschulpolitisch dürfen sich die Studierendenvertretung nun klar positionieren. Es wird also im StuRa über die politische Meinung zu verschiedenen Themen und die Vergabe des Geldes demokratisch abgestimmt.
Aufmerksamkeit erregte zuletzt die klare Stellungnahme des StuRa gegen die neue Regelung zum Auslandssemester, welche im Senat, auf Vorschlag des Rektorats beschlossen wurde. An den Gegenpetitionen beteiligten sich tausende Studierende. Aber auch Themen wie das Clubsterben in Tübingen, der Wohnraummangel, die Verbesserung der Konditionen für das Semesterticket oder der Umzug der Juristen in die Mensa sind für den StuRa potentiell interessante Themen.

Wie wird gewählt?

Insgesamt gibt es im StuRa 17 Wahlmitglieder. Hinzu kommen die vier studentischen Vertreter für den Senat welche auch an den Sitzungen des Studierendenrates teilnehmen. Für den StuRa dürfen auf alle Listen verteilt 17 Stimmen vergeben werden. Ein Kandidat kann jedoch maximal 2 Stimmen erhalten. Für die Sitzverteilung werden dann alle Stimmen einer Liste addiert und Anteilig auf die Sitze verteilt. Diejenigen Kandidaten mit den meisten Stimmen sind dann gewählt. Wenn Liste A beispielsweise 2 Sitze zustehen, sind die beiden Kandidaten mit den beiden meisten Stimmen auf der Liste gewählt.

Wo wird gewählt?

Evangelisch-Theologische Fakultät (1)

Katholisch-Theologische Fakultät (2)

Juristische Fakultät (3)

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät (7) – nur Geowissenschaften und Psychologie

Zentrum für Islamische Theologie

=> Hörsaalgebäude Kupferbau I, Foyer

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät (6)
=> Hörsaalgebäude Kupferbau II, Foyer

Philosophische Fakultät (5)
=> Neuphilologie, Eingangshalle

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät (7) – Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Pharmazie und Biochemie, Physik
=> Mensa Morgenstelle, Foyer

Medizinische Fakultät (4): alle Studiengänge
=> Neuklinikum Schnarrenberg, Eingangshalle

Für weitere offizielle Informationen: https://www.uni-tuebingen.de/einrichtungen/verwaltung-dezernate/i-forschung-strategie-und-recht/abteilung-2-universitaetsentwicklung-und-gremien/gremienwahlen-2014.html