Die Klausurenphase : Zu welcher Bib – Spezies gehörst du?

 
Klausurenphase
Die Luft ist stickig und verbraucht. Nur das monotone Klacken der Laptoptasten zieht sich durch die Räume, unterbrochen von vereinzeltem Stühlerücken und Rascheln von Papier. Es ist der Beginn der Klausurenphase. Die Universitätsbibliothek wird zum „Place to be“ erklärt. Hier versucht der Studierende verzweifelt in kürzester Zeit so produktiv wie möglich zu sein. Doch es gibt diese ganz speziellen Nebensitzer neben denen man sich einfach nicht konzentrieren kann.

Nicht weiter störend ist die Kategorie: „Ich sitze nur in der Bibliothek damit alle sehen wie fleißig ich bin und wie gut ich dabei auch noch aussehe. Hänge aber eigentlich nur fünf Stunden auf Facebook ab und verabrede mich zur Abwechslung mit süßen Kommilitonen/innen auf einen Kaffee. “ Es gibt die verbissenen „Hardcoredisziplinierten“, die in acht Stunden ihre Arbeit nur zweimal unterbrechen um einen Schluck aus ihrer Volvic- Wasserflasche zu trinken, dabei aber nicht mal aufschauen. Das Gegenstück dazu ist der „Schläfer“, welcher sich nach dem Essen in die Bibliothek bequemt, „da man ja doch mal was machen könnte“. Letztendlich landet er aber doch auf einem der Sitzsäcke. Dort liest er fünf Minuten, um sich dann ein zweistündiges Schläfchen zu gönnen, in welchem eben erworbenes Wissen verinnerlicht wird. Die Top-Vorbereiteten sind immer gewappnet für den Tag in der Bibliothek. Sie sitzen bereits um sieben Uhr an ihrem „Stillarbeitsplatz“ und beginnen spätestens um elf Uhr ihre in kleine Schnitzchen geschnittenen Karotten und Apfelstückchen zu essen. Dass sie dabei einen riesigen Lärm veranstalten wird gekonnt ignoriert. Man lebt ja schließlich gesund.

Das Gegenstück dazu ist der „Schläfer“, welcher sich nach dem Essen in die Bibliothek bequemt, „da man ja doch mal was machen könnte“

 

Auf derselben Ebene bewegt sich auch die Spezies der Vielpausierer. Sie sitzen ganz hinten in der Stillarbeit, gehen aber drei mal in der Stunde „Eine rauchen“, Kaffee holen oder etwas snacken. Auf dem Rückweg verquatscht man sich dann auch ab und an mal. Auch hat mancher Studierender das Prinzip der „Stillarbeit“ noch nicht so ganz verstanden. Man nutzt also jede freie Minute dazu sich kurz mit seinem Nebensitzer zu besprechen. Toll ist in diesem Zusammenhang auch das Laptopgebläse mit spezial Staubsaugersound. Ernst wird es bei der Kategorie des „Räusperers“. Dieser tritt zwar selten auf, wird dich aber in den Wahnsinn treiben. Der „Räusperer“ gibt, neben dem permanentem Räuspern, in unregelmäßigen Abständen seltsame Geräusche von sich, begleitet von undefinierbaren „Mmmmhmms“ und „Ahhhs“. Wenn dir dies einmal aufgefallen ist, gibt es kein Zurück mehr. Du wirst dich nicht mehr konzentrieren können. Dann gibt es nur eine einzige richtige Reaktion: Flüchte!

30 Ausgaben und es geht noch weiter

Nun bin ich schon im 33. Semester. Bei anderen würde Kupferblau - Ausgabe 30man von einem Langzeitstudium reden und wohl die Hoffnung aufgegeben haben, dass ich es je zu einem Abschluss bringe.

Doch genau das ist bei mir erwünscht, es nicht zu einem Abschluss zu bringen, sonder mindestens noch 33 weitere Semester an der Universität zu bleiben. Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht weiterentwickele. Wie hoffentlich jeder andere Studierende auch, lerne ich dazu, erkenne Fehler und probiere Neues aus. An meine Einschreibung erinnere ich mich gar nicht mehr richtig. Ich weiß nur noch, dass es im Wintersemester 1997 war und einige motivierte Studenten beschlossen hatten mich ins Leben und damit an die Universität zu rufen. Mein Name entstand nach langen Diskussionen, in Anlehnung an den Kupferbau und die Tintenfarbe blau. Ob wohl damals jemand daran gedacht hat, dass Kupferblau auch die Bezeichnung für ein Farbpigment ist, welches schon die alten Ägypter nutzten?

Während andere Studenten von der Umstellung auf das Bachelor/Master-System betroffen waren, gab es auch bei mir einige Veränderungen: beim Format, bei den Beiträgen und auch bei der Anzahl meiner Bearbeiter. Das war anstrengend und deshalb habe ich mir auch das ein oder andere Urlaubssemester gegönnt.
Immer waren es Studierende, die für Studierende interessante und wissenswerte Fakten über die Uni Tübingen und das Studentenleben zusammengetragen haben. Mal heiter, mal ernst, mal politisch, mal wissenschaftlich wurden diese Beiträge ausgearbeitet und ich wurde gelayoutet und gedruckt. Mein Studentenleben ist auch nicht weniger teuer als für andere – aber zum Glück finanziert eine tolle Akquisegruppe meinen Lebensunterhalt. So viele tolle Leute sind daran beteiligt, dass ich gegen Ende jedes Semesters erscheine.

Heute ist es wieder so weit, die 30. Ausgabe ist da! Ich freue mich drauf, von euch gelesen zu werden.

Die neue Ausgabe im Layout
Die neue Ausgabe im Layout

Immersatt? Immerglücklich? Ganz falsch.

Kritisches Theater besticht mit Ironie und Witz. Zu sehen in: Sie frisst. Ein Stück. Sieben Segmente.Eine besondere Gruppe, welche die Liebe zur Kunst, zum Theater, zur Musik sowie zum literarischen Schreiben zusammengeführt hat: das Rohbau Kollektiv. Sie sind allesamt Studenten aus verschiedenen Fachrichtungen mit einer Idee etwas zu unternehmen. Aus einem bekannten Kinderbuch über eine hungrige Raupe wurde eine anspruchsvolle Adaption und Weiterführung. Alle haben dazu beigetragen: Jeder schrieb seine Version und diese wurden zusammengesetzt, so dass am Ende viele Perspektiven und Meta-Ebenen in einem Kaleidoskop mündeten: Sie frisst. Ein Stück. Sieben Segmente.

Theater mit Einsatz

Am vergangenen Samstag war die Premiere im Löwen, die charmanteste und wohl morbideste Bühne unter den Bühnen Tübingens. Ein Relikt aus vergangener Zeit mit samtroten, bequemen Sitzen. Hier probte das Rohbau Kollektiv seit letzten Oktober mit vollem Einsatz auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Sie haben Spaß  aus sich heraus zu gehen und so für einen kurzen Moment anders, jemand anderes zu sein. Das Theater ist selbst ein großer Kokon. Man schlüpft in eine Rolle und wird zu einem anderen. Desgleichen zeigt sich die Umsetzung facettenreich. Elemente von Pantomime, Ausdruckstanz und Slap-Stick sowie ein Potpourri aus Gesang, Life-Musik, Licht und Video, kurz: ein Gesamtkunstwerk.

Das Leben einer Raupe

Zuerst das Vorspiel: Im Liebesrausch erfüllen die Schmetterlinge ihre Bestimmung. Die Frucht dieser Liebe ist ein Ei. „Und als an einem schönen Sonntagmorgen/ Die Sonne aufging, hell und warm,/ Da schlüpfte aus dem Ei – knack- /Eine kleine Raupe.“ Sie kommt auf die Welt. Sie f r i s s t. Verpuppt und verwandelt sich. Aus dieser Metamorphose entschlüpft: ein Schmetterling.Wie viel verträgt so eine kleine Raupe, wann ist sie gesättigt? Und wie sieht ihr Ziel aus? Ihr Ziel ist ein ferner Wunsch: „Wenn ich Schmetterling wär´…“

Beginn des großen Fressens

Das ständige Fressen und die Suche nach Nahrung, um endlich groß genug zu sein, ist eine geschickte und subtile Inszenierung der verschiedenen gesellschaftlichen Pathologien, die heutzutage virulent geworden sind. Um einige zu nennen: Der Bildungs- und Qualifizierungswahn der Generation Praktikum, die Automatismen und Beschleunigung im Arbeitsbereich und Alltagsleben sowie die allgegenwärtigen Kontroll- und Überwachungsmechanismen. Wie sich das konkret auswirkt, ist im Stück drastisch zu sehen: Da sitzen zwei versnobte Ehepaare zum Essen zusammen und reden von Power-Yoga und kollektiven Schuldgefühl. Das Publikum lacht darüber, denn es erkennt sich teilweise selbst. In dieser Überspitzung liegt viel Wahres. Auch wahr ist: „Essen bewusst genießen“.  Dies gilt für das ganze Leben. Durch einen Haufen von sinnlich, saftig, süßen Köstlichkeiten schmatzt sich der Fresser. „Die Fleischeslust, sie packt/ einen bei der Ansicht von diesem geilem Schinken! Ein Hinterstück das seinesgleichen sucht, prall und üppig/ und nicht zu speckig zieht es einen an, und auch es/ wird vernascht./ Ham Ham.“ Auf diese Weise das Essen zu vernichten, bedeutet, dass es uns bald selbst vernichten wird. Doch wie damit umgehen? Die Erlösung aus diesem Teufelskreis mag nur durch die ironische Brechung gelingen, so auch im Stück: Im Hintergrund spielt sich zu pathetisch-wagnerianischer Musik eine Choreographie des Essens ab. Am Ende – geschrien – die Forderung: A b s t i n e n z!

Wer erkennt, dass der Schmetterling nicht das Ideal, sondern ein Trugbild ist, der wird wirklich zufrieden sein können, denn: „O glücklich wer noch hoffen kann aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen.“

Was bleibt?

Zum Schluss des Abends bleibt die Gewissheit, dass ein Kinderbuch zu mehr verhelfen kann als ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Wer diesen tiefsinnigen Zauber erleben möchte, hat dazu noch am 16./21./26. Januar jeweils 20 Uhr die Gelegenheit.

Pfandsammeln 2.0

Eine Online-Plattform revolutioniert das Pfandsammeln – und fördert nebenbei das soziale Miteinander in den Stadtteilen.Jeder kennt das Problem: Am morgen nach der Party blickt man fassungslos auf einen Berg leerer Flaschen. Der sparsame Student weiß, dass dieser Flaschenhaufen viel Geld wert sein kann.

Allerdings ist er nicht nur sparsam, sondern auch faul und nach einer durchzechten Nacht entsprechend verkatert. Ebenso in der Prüfungsphase oder Hausarbeitenphase: Die leeren Flaschen sammeln sich proportional zum Staub auf den Möbeln. Die Klausuren sind noch nicht geschrieben, da erschwert der Flaschenberg schon zunehmend den Weg zu Küche oder Klo. Wenn doch nur jemand diesen Berg unkompliziert entsorgen würde. Auf den Wert des Leerguts kommt es dem faulen oder vom Lernen gestressten Studenten auch nicht mehr an.

Fakt ist: Der Berg muss weg.

Das sind nur zwei Szenarien, in denen die Plattform www.pfandgeben.de Abhilfe schaffen kann. Die Plattform, die von Berliner Studenten gegründet wurde, erfreut sich mittlerweile in vielen Städten großer Beliebtheit. Seit kurzem ist auch Tübingen vertreten. Bisher ist aber nur eine Pfandsammlerin im Bezirk Waldhäuser Ost registriert.

Das Konzept funktioniert folgendermaßen: Pfandsammelnde registrieren sich auf der Website für einen bestimmten Stadtteil und werden dann in eine Liste eingetragen. Der verkaterte Partystudent oder der gestresste Bücherwurm kann nun nachsehen, ob sich ein Sammler für seinen Bezirk eingetragen hat und diesen telefonisch kontaktieren. Natürlich sollte abgesprochen werden, ob sich der Aufwand für die jeweilige Flaschenmenge lohnt. Das System schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Gebende wird seinen Flaschenberg stressfrei los und der Nehmende profitiert finanziell davon. Wenn sich noch ein paar Sammler für andere Stadtteile eintragen, wird die Platform auch für Tübinger attraktiv. Auf jeden Fall hat die Schnittstelle das Potenzial, Tübingen noch ein bisschen smarter zu machen.

„Mit Snowboardklamotten und Motorradhelm in der Sauna Seil springen“

Donnerstagmittag 12 Uhr in der Mensa Wilhelmstraße. Die Tische sind voll besetzt. Studenten löffeln ihre Suppen. Durch die Reihen wandert ein überdimensionaler Plüschtiger, die Frauen an den Kassen unterhalten sich und hin und wieder fällt ein Tablett oder Teller mit Getöse auf den Boden. Moment mal… ein überdimensionaler Plüschtiger?!

Wer steckt eigentlich hinter der Maske?

Es handelt sich, wie oft donnerstags, um eine Werbeaktion der Walter Tigers. Für die Studenten werden regelmäßig ermäßigte Tickets zu den Spielen angeboten. Bei diesen Spielen darf das Maskottchen natürlich nicht fehlen. Es ist das Markenzeichen der Mannschaft und bekannt für seine abgedrehte Show. Aber wer steckt eigentlich hinter dieser Maske?

Das schwäbische Tagblatt titelte am nächsten Tag: „Maskottchen wie auf Droge.“

Sein Name ist Thomas Schmitt. Er ist mittelgroß, hat eine wilde Sturmfrisur und wache, große blaue Augen. Er ist der einzig wahre Tiger, den die Mannschaft je hatte. Das kann man behaupten ohne zu übertreiben, denn er macht den Job seit fast zehn Jahren. 2004 stiegen die Walter Tigers in die erste Liga auf und hatten ab dem Zeitpunkt ihr eigenes Maskottchen. Damals steckte bei jedem Spiel jemand anderes in dem Tiger Kostüm. Eines Tages gingen Freunde von Schmitt Tickets für das Spiel kaufen und erzählten sie hätten jemanden der perfekt für den Job geeignet sei. Die Veranstalter meinten, derjenige solle einfach zum nächsten Spiel vorbei kommen. „Die zwei Kumpels sind dann prompt zu mir gefahren und haben mich so lange bearbeitet, bis ich mich bereit erklärte, ins Maskottchen Kostüm zu schlüpfen.“ Maskottchen wie auf Droge „Ich hab dann halt meine Show durchgezogen. Und Dinge gemacht, die die Leute vorher noch nicht gesehen hatten.“, erinnert sich das Maskottchen. Der Auftritt schlug ein wie eine Bombe. Das schwäbische Tagblatt titelte am nächsten Tag: „Maskottchen wie auf Droge.“ Das war das letzte Spiel der Saison und gleichzeitig das erste Spiel mit Thomas Schmitt als Maskottchen. „Sogar der Sponsor war hellauf begeistert und setzte für eine weitere Zusammenarbeit voraus, dass ich Maskottchen bleibe.“, so Schmitt. „So kam ich zu dem Job, wie die Jungfrau zum Kind.“

Unerträgliche Hitze Mittlerweile macht es immer noch Spaß, erzählt der studierte Sportwissenschaftler, Schmitt, der jetzt 34 ist, weiter. Die Aufregung hat nachgelassen. „Zu Beginn war ich immer am Tag davor schon aufgeregt. Später am Tag des Spiels, dann als ich in die Halle kam. Mittlerweile werde ich erst nervös wenn die Flammen in die Höhe schießen und die Spieler einlaufen.“ Er sieht sich als Teil des Teams, nicht als Fan. „Wenn die Mannschaft gewinnt, fühlt man sich zu einem gewissen Grad beteiligt. Die Spieler merken ja, wenn das Publikum voll hinter ihnen steht und dafür kann ich sorgen.“ Derzeit ist Schmitt leider verletzt. Eine Krankheitsvertretung gibt es nicht. Es gab sogar ein Casting um einen würdigen Vertreter zu finden, doch Schmitt bleibt unersetzlich. „Letztes Mal hats ein Praktikant gemacht, aber das hat man sofort gesehen. Der Praktikant kam nach dem Spiel zu Schmitt: „Er meinte, er hätte immer schon Respekt vor meiner Arbeit gehabt, aber jetzt noch viel mehr.“, sagt Schmitt. Tatsächlich ist Maskottchen sein kein leichter Job. Durch die kleinen Öffnungen am Kopf bekommt man wenig Luft und sieht gleichzeitig sehr schlecht. Dazu kommt eine unerträgliche Hitze. Überhaupt macht das Kostüm jede Bewegung anstrengender. „Wenn man sich vorstellen will, wie sich ein Maskottchen fühlt, dann zieht man am besten Snowboardklamotten und einen Motorradhelm auf, geht in die Sauna und springt dort Seil.“, vergleicht Schmitt grinsend. „Eigentlich ist es Quatsch sich so zu quälen“, gibt er zu „aber man ist halt der Tiger.“

Turnen und Tanzen für die Tigers

Hauptberuflich ist Thomas Schmitt professioneller Mountainbiker. Für seine Auftritte als Maskottchen bekommt Schmitt eine „Aufwandsentschädigung“ die aber nicht wirklich ausschlaggebend ist für sein Engagement. „Meine Berufe machen mich in vielerlei Hinsicht reich – nur nicht in finanzieller.“, beschreibt das Mannschaftsmaskottchen. Er hat in Tübingen Sportwissenschaften studiert. Während seines Studiums besuchte er Turn- und Tanzkurse Das kommt ihm bei seinen Tiger-Auftritten zugute. Stefan Raabs drittbestes Maskottchen Ein Maskottchen tritt übrigens fast immer nur bei den Heimspielen der Mannschaft auf. Wenn Thomas Schmitt mal auf ein Auswärtsspiel fährt, dann also nur als Fan. Einmal im Jahr findet der „Allstarday “statt, bei dem die besten nationalen und internationalen Basketballspieler der Liga ihre Kräfte messen. Dort treffen sich dann Maskottchen von allen Basketballmannschaften. Das Tübinger Tigerle war sogar auf einer Maskottchen Weltmeisterschaft. Diese wurde von Stefan Raab in seiner Sendung „TV total“ veranstaltet. Damals wurde Thomas Schmitt „nur“ dritter, da ihn das Duisburger Zebra bös faulte. „Die ganze ‚Weltmeisterschaft‘ bestand eigentlich nur aus einem Wettrennen. Mit ein paar Hindernissen hätte das ganze schon anders ausgesehen.“, berichtet er.

Bei dem vielen Unfug – ist das Maskottchen denn schon mal zurecht gewiesen worden?

„Ich habe Gott sei Dank noch nie ein technisches Foul bekommen. Aber man probiert natürlich immer so weit zu gehen wie man kann.“, berichtet Schmitt „Einmal wurde ich negativ in einem Spielbericht erwähnt. Da haben wir gegen Ulm gespielt. Kurz davor war die Geschichte mit der Ulmer Schachtel, einem Boot das auf dem Neckar untergegangen ist. Ich habe dann ein Boot nachgebaut und mir einen Riesenspaß daraus gemacht, dieses am Ende mit Krawall zu zerstören.“ Die Tübinger Fans waren hellauf begeistert. Aber im Spielbericht stand, das Maskottchen solle solche Aktionen doch bitte in Zukunft unterlassen. „Ich versuche meinen Radius beim Spiel auch immer etwas auszuweiten und da wird man vom Schiedsrichter schon mal zurechtgewiesen.“ Wirklich schlimme Konsequenzen gab es aber noch nicht.  Seit einiger Zeit engagiert sich das Tigerle alias Thomas Schmitt auch für Wohltätige Aktionen. Zum Beispiel für die Bonhoeffer Stiftung. Die haben mehrere Häuser in Tübingen für Kinder die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen können. Oder auf der Kinderkrebsstation in Stuttgart. Da war das Maskottchen unterwegs, um den kleinen Patienten ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.
Wenn der Plüschtiger in der Mensa herumwandelt, handelt es sich allerdings nicht um Schmitt. Für ein richtiges Autogramm geht man also besser direkt zu einem Spiel, nur so ist es das Original.

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