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	<title>Kupferblau</title>
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	<description>Studierendenmagazin an der Uni-Tübingen</description>
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		<title>Ritalin &#8211; Doping fürs Gehirn</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 12:32:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim.Schmid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unileben]]></category>
		<category><![CDATA[Sommersemester 2011 (Heft 25)]]></category>

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		<description><![CDATA[Über den Medikamentenmissbrauch an der Universität Tübingen Zuletzt noch als Trend in den USA bekannt, wird inzwischen auch in Deutschland mehr und mehr zu sogenannten „smart pills“ gegriffen. Der Medikamentenmissbrauch zieht sich dabei durch alle Gesellschaftsschichten und macht auch vor Studenten nicht halt. Ein Tübinger Student berichtet von seinen Erfahrungen mit Ritalin. Von Joachim Schmid [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Über den Medikamentenmissbrauch an der Universität Tübingen</h4>
<p><strong>Zuletzt noch als Trend in den USA bekannt, wird inzwischen auch in Deutschland mehr und mehr zu sogenannten „smart pills“ gegriffen. Der Medikamentenmissbrauch zieht sich dabei durch alle Gesellschaftsschichten und macht auch vor Studenten nicht halt. Ein Tübinger Student berichtet von seinen Erfahrungen mit Ritalin.</strong></p>
<p><em>Von Joachim Schmid</em></p>
<p><a href="http://www.kupferblau.de/2011/07/ritalin-doping-furs-gehirn/ritalin_sz_5674/" rel="attachment wp-att-337"><img class="aligncenter size-medium wp-image-337" title="Bild: Zipperlen" src="http://www.kupferblau.de/wp-content/uploads/2011/08/ritalin_SZ_5674-610x406.jpg" alt="" width="610" height="406" /></a><em></em>Es ist Juli, Prüfungszeit an der Universität Tübingen. An diesem Morgen finden sich die ersten Studenten im Hörsaal 001 in der Keplerstraße ein. Bei den anwesenden Examenskandidaten ist die Anspannung zu greifen. Wo die einen versuchen, sich mit Traubenzucker und Energiedrinks den letzten Kick für ihre Leistungsfähigkeit zu geben, setzen andere auf Obst und eiweißreiche Nahrung, um wach und aufmerksam zu bleiben. Auf einer Bank vor dem Prüfungsgebäude sitzt gelassen und in seinen Aufzeichnungen blätternd der Student Kai (Name von der Redaktion geändert). Kai ist Mitte Zwanzig. Er wirkt auf den ersten Blick unauffällig und doch bewältigt er sein Studium mit überdurchschnittlichen Noten ohne „allzu großen Aufwand“, wie er sagt. Wenn man ihm eine Frage zum Prüfungsthema stellt, bringt <span style="color: #000000;">sein Gehirn die auswendig gelernten Informationen blitzschnell zusammen. Seine präzise Antwort überzeugt.</span></p>
<p>Mit der Zeit rückt die Klausur näher und näher. Auch Kai will nicht ganz unvorbereitet in die Prüfung gehen und begibt sich in eine Seitenstraße. „RITALIN, 10 mg“ steht in großen schwarzen Buchstaben auf einer orangefarbenen Pappschachtel, die Kai aus seiner Tasche zieht. Er nimmt eine Pille in den Mund und schluckt sie mit einem kräftigen Zug aus einer Wasserflasche hinunter.</p>
<p>Ritalin, auch bekannt als Methylphenidat oder in leicht veränderter Form unter dem Namen „Pep“ ist ein Amphetamin und wird eigentlich als Medikament eingesetzt. Es wird hauptsächlich zur Behandlung von Kindern mit dem Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätssyndrom, kurz ADHS, benutzt. Das Medikament beeinflusst den Stoffwechsel des Gehirns. Methylphenidat wirkt wie ein Schalter, der im Gehirn des Konsumenten umgelegt wird. Durch Ritalin kann man schwerer<span style="color: #000000;"> abgelenkt werden</span>und das Filtern relevanter von unrelevanten Informationen wird verbessert. Diese Blockade hält nur so lange an, wie das Medikamentes unmittelbar wirkt.</p>
<p>Da sich die Wirkung des Medikaments nicht nur auf die Lernfähigkeit und die Konzentration beschränkt, sondern auch zu verbesserten kognitiven und motorischen Fähigkeiten führt, werden Amphetamine mehr und mehr auch im Alltag benutzt. Für Kai hat sich durch die Einnahme von Ritalin und des Amphetamins „Pep“ längst viel mehr verändert als sein Lernverhalten: „Das Problem ist, dass ich inzwischen ohne Amphetamine keine Motivation finde, etwas zu unternehmen“, kommentiert er abgeklärt, „Musizieren, Computerspiele oder auch Filme bekommen durch die Drogen eine andere Qualität.“ Auch sein Schlafverhalten habe sich verändert. Er schlafe teilweise nur noch alle zwei bis drei Tage und dann nur durch die Hilfe einer beruhigenden Droge, wie beispielsweise Marihuana.</p>
<p>Die Geschichte des Drogenkonsums reicht weit zurück. Wo anfänglich Rauschmittel aus spirituellen und heilenden Gründen eingesetzt wurden, lässt sich in der heutigen Zeit mehr und mehr ein Trend feststellen, der die Funktionalität von Drogen in den Vordergrund rückt. Durch die enormen Fortschritte in der Chemie sind wir heute in der Lage, jede Droge auf deren Wirkstoffe hin zu untersuchen und synthetisch zu reproduzieren oder neu zu erfinden. Zu diesen synthetischen Drogen zählen beispielsweise die „Party-Droge“ Ecstasy, das Amphetamin Speed oder eben auch Ritalin. Mit diesen chemischen Produkten soll eine erhöhte Gehirnfunktion erreicht und kognitive und motorische Fähigkeiten des Konsumenten gesteigert werden &#8211; teilweise mit katastrophalen Nebenwirkungen wie Herzstillstand oder Schlaganfällen.</p>
<p>In den Phasen, in denen er keine Amphetamine nehme, werde er zunehmend depressiv, erklärt Kai bei dem Gespräch mit ihm in einem Café, während er lustlos in seinem Salat herumstochert. Wirklichen Appetit habe er schon lange nicht mehr verspürt. Auch leide er unter häufigen Kopfschmerzen, nervösen Muskelzuckungen und trockenen Schleimhäuten. Für den Tübinger Studenten ist seine Sucht aber auch ein soziales Problem geworden: „Ich merke wie ich mich mehr und mehr isoliere. Auf Pep macht alles genug Spaß, auch wenn ich alleine bin.“ Wenn er dann trotzdem versuche unter die Leute zu kommen, entwickle er schnell Aggressionen, vor allem wenn andere nicht mit seinem Tempo mithalten können.</p>
<p>In anderen Momenten überwiegt für Kai dann aber wieder der positive Effekt der Droge. „Ich lerne durch die Droge wie eine Maschine. Wenn ich beispielsweise in der Universitätsbibliothek lerne, kann ich mich stundenlang auf ein Buch konzentrieren ohne einmal aufblicken zu müssen. Mein Gehirn wird nie müde, mit Informationen gefüttert zu werden. Und das Beste ist, dass ich mir das meiste davon merken kann.“</p>
<p>Nicht erst seit der Behandlung aufmerksamkeitsgestörter Jugendlicher und Kinder mit solchen Mitteln, stehen synthetische Leistungssteigerer im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Schon im zweiten Weltkrieg war der pragmatische Nutzen von Drogen bekannt und wurde unter anderem beim US-amerikanischen, deutschen und japanischen Militär eingesetzt, um das Leistungs- und Durchhaltevermögen der Soldaten zu erhöhen. Längst haben diese synthetischen Mittel auch Einzug in schulische, akademische oder berufliche Kreise erhalten. Heute sind Fälle des Drogenmissbrauchs vom Abiturprüfling bis zum Chirurgen bekannt. Zwischen 1993 und 2003 ist die Zahl der Ritalin-Verschreibungen weltweit um rund 270 Prozent gestiegen. Da ADHS bisher noch sehr vage auf seine Ursachen hin untersucht ist, kommt es häufig zu absichtlich provozierten Fehldiagnosen, um auf legalem Weg an die Substanzen heranzukommen. Claus Normann von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde kennt das Problem. &#8220;Es kommt immer wieder vor, dass sich Studierende mit Medikamenten für eine Hausarbeit oder eine Prüfung versuchen, fit zu machen&#8221;, sagt er. Die DAK spricht derweil von 800.000 gesunden Menschen, die die Medikamente benutzen. Eine Studie der Universität Mainz beispielsweise bescheinigt zwar „nur“ 1,6 Prozent der befragten Studenten solche Stimulanzen, doch sprachen sich nur rund 15 Prozent gegen einen eventuellen Konsum aus.Die Grenze zwischen Droge und Medikament verwischt immer mehr. Während allgemein bekannte Drogen und deren Nutzer einer genauen, moralischen Wertung unterliegen, ist beim Missbrauch von Medikamenten wie Ritalin die Illegalität nicht klar definiert.</p>
<p>Kai stößt einen kurzen Atemstoß aus. „Es ist doch sekundär heutzutage, ob es unmoralisch oder sogar Betrug ist“, findet er, „Bei dem Erfolgsdruck und Kokurrenzdenken ist doch nur entscheidend, dass am Ende die eins steht.“ Inzwischen finden sich die letzten Studenten auf ihren Plätzen im Hörsaal 001 ein. Vorne wird der Beginn der Prüfung angekündigt. Kai kaut auf seinem Stift und ordnet seine Gedanken. Er fühlt sich gut vorbereitet.</p>
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		<title>Von Studenten für Studenten</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 12:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik.Rohling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[Sommersemester 2011 (Heft 25)]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Geschichte der kupferblau Eine Plattform für alle möglichen Genres ist sie gewesen. Heute finden sich weder Gedichte, noch Kurzgeschichten in der kupferblau. Wir werfen einen Blick zurück bis zu den Anfängen der Tübinger Studierendenzeitung. Von Hendrik Rohling Im Wintersemester 1997 fängt alles an: Vor fast vier Jahre ist die letzte Ausgabe von s.t. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Eine kleine Geschichte der kupferblau</h4>
<p><strong><a href="http://www.kupferblau.de/2011/07/von-studenten-fur-studenten/img_2700/" rel="attachment wp-att-354"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-354" title="Jan Thomas Kühnel | Bild: Leidinger" src="http://www.kupferblau.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_2700-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine Plattform für alle möglichen Genres ist sie gewesen. Heute finden sich weder Gedichte, noch Kurzgeschichten in der </strong><em><strong>kupferblau</strong></em><strong>. Wir werfen einen Blick zurück bis zu den Anfängen der Tübinger Studierendenzeitung.</strong></p>
<p><em>Von Hendrik Rohling</em></p>
<p align="JUSTIFY">Im Wintersemester 1997 fängt alles an: Vor fast vier Jahre ist die letzte Ausgabe von <em>s.t.</em> (studentInnen-magazin tübingen) erschienen und Tübingen somit zu lange ohne eine studentische Unizeitung. „Ich habe in der Cafeteria auf der Morgenstelle einen Flyer gefunden, der zum Mitmachen bei einem neuen Studierendenmagazin aufrief“, erinnert sich Ralph Schill, der die <em>kupferblau</em> bis ins neue Jahrtausend begleitet. „Ein neues Studierendenmagazin für Tübingen? Das hörte sich für mich interessant an. Ich ging ins Clubhaus hinein und kam als Mitglied der Chefredaktion wieder heraus.“</p>
<p align="JUSTIFY">Der Name entsteht bei einer stundenlangen und zähen Diskussion. Letztendlich steht dann spontan der Kupferbau Pate für das neue Magazin. „Der kam dann auch auf das erste Titelbild, und Blau wurde die wichtigste Druckfarbe“, erklärt Ralph Schill. Die erste Ausgabe kostet noch vier Euro, dennoch bleibt am Ende ein Minus. Man wechselt auf ein preisgünstigeres Format. Dank der Unterstützung durch den AStA und einer effizienteren Anzeigenakquise erscheint die <em>kupferblau</em> seitdem kostenlos. Die Arbeit der kupferblau-Redaktion bleibt aber nicht auf das Produzieren einer Zeitung beschränkt: Workshops auf dem ract!-Festival werden abgehalten und man richtet jedes Semester ein eigenes Clubhausfest aus.</p>
<p align="JUSTIFY">Anfangs ist die <em>kupferblau</em> noch eine Plattform für alle möglichen Genres, jede Ausgabe eine bunte Zusammenstellung von journalistischen sowie literarischen und politischen Beiträgen. „Die Redaktion war basisdemokratisch organisiert und die Ausgaben damit so gut wie die einzelnen Leute“, erklärt Jan Kühnel, der seit Ende 2002 dabei war. „Es gab nie einen Drive, für Qualitätssicherung zu sorgen.“ Dies ändert sich mit der 19. Ausgabe, die im Sommersemester 2008 erscheint unter der Leitung von Jan Kühnel und Peter Meuer, heute Redakteur bei der Stuttgarter Zeitung. Nicht nur das Format und Layout ändert sich, auch der journalistische Anspruch: Literarische Werke verschwinden vollständig, journalistisches Handwerkszeug wird in Workshops neuen <em>kupferblau</em>-Redakteuren beigebracht.</p>
<p align="JUSTIFY">Die Layout-Vorlagen sind seidem die gleichen geblieben, dennoch bleibt die Zeitung ein Prozess. Ab und an werden zum Beispiel ganz neue Formate ausprobiert wie der Semesterkalender, die Satireseite oder der Schiebeparkplatz. Wie zu den Anfängen der <em>kupferblau</em> geht es jedoch vor allem um zwei Dinge: Erstens soll Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, sich in der journalistischen Recherche, im Verfassen von Artikeln, der Anzeigenakquise und allen anderen Tätigkeiten auszuprobieren, die mit der Zeitung verbunden sind. Und zweitens soll am Ende jedes Semesters ein Magazin stehen, das Tübinger Studierende über Neuigkeiten in der Hochschulpolitik informiert sowie Einblicke in das studentische und kulturelle Leben Tübingens gewährt. Die <em>kupferblau</em> will diesem Prinzip weiterhin folgen und damit auch in Zukunft dem Motto „von Studenten für Studenten“ die Treue halten.</p>
<p align="JUSTIFY">
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		<title>Spielerisch Deutsch Lernen</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 12:16:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah.Kommol</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unileben]]></category>
		<category><![CDATA[Sommersemester 2011 (Heft 25)]]></category>

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		<description><![CDATA[„Stadt der Kinder“ – Studenten betätigen sich als Lehrer In einem Pilotprojekt versuchten Studenten Kindern mit Sprachförderbedarf die Regeln der deutschen Sprache nahe zu bringen. Ein Theaterstück diente als Rahmen. Mitzureden hatten die Stadt Tübingen, die Uni und das LTT. von Hannah Kommol Man schreibt das Jahr 2011, Pfingstferien. Im Innern einer Tübinger Grundschule herrscht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 align="JUSTIFY">„<span style="font-family: Arial,serif;"><strong>Stadt der Kinder“ – Studenten betätigen sich als Lehrer</strong></span></h4>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,serif;"><strong>In einem Pilotprojekt versuchten Studenten Kindern mit Sprachförderbedarf die Regeln der deutschen Sprache nahe zu bringen. Ein Theaterstück diente als Rahmen. Mitzureden hatten die Stadt Tübingen, die Uni und das LTT.</strong></span></p>
<p align="JUSTIFY"><em>von Hannah Kommol</em></p>
<p align="JUSTIFY"><a href="http://www.kupferblau.de/2011/07/spielerisch-deutsch-lernen/stadt-der-kinder-1/" rel="attachment wp-att-307"><img class="aligncenter size-medium wp-image-307" title="Stadt der Kinder 1" src="http://www.kupferblau.de/wp-content/uploads/2011/08/Stadt-der-Kinder-1-610x457.jpg" alt="" width="610" height="457" /></a></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,serif;">Man schreibt das Jahr 2011, Pfingstferien. Im Innern einer Tübinger Grundschule herrscht Totenstille. Scheinbar. Langsam öffnet sich die Tür zum Quartier der Agenten und plötzlich schlägt einem Stimmengewirr entgegen. Wildes Fußgetrappel ist zu hören und elf Agenten hüpfen in Aufruhr durch den Raum. Stille Ferien? Fehlanzeige.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,serif;"> Dies bekam zu sehen und vor allem zu hören, wer sich zwischen dem 14. und 24. Juni in die Höhle der deutschen Grammatik traute. Dort, im Lindenbrunnenpavillon, hatten neben den Agenten auch die Zauberer und vier weitere Gruppen ihre Lager aufgeschlagen. Sie alle fanden sich zusammen, um an der „Stadt der Kinder – Pfingstcamp 2011“ teilzunehmen. In diesem zweiwöchigen Camp sollte anhand der Erarbeitung eines Theaterstücks spielerisch Grammatik angewandt werden. Nebenbei wurde auf einer nahe gelegenen Wiese eine hölzerne Hüttenstadt errichtet, die als Probe- und Aufführungskulisse diente. </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,serif;"> So fand sich jeden Morgen eine bunte Truppe von 66 Kindern ein. Sie kamen nicht nur aus unterschiedlichen Tübinger Schulen sondern stammen zum Beispiel aus Griechenland, der Türkei oder von den Philippinen. Dahingehend standen die Lehrer, 20 Studenten verschiedenster Studiengänge, ihren Schülern in nichts nach. In festen Kleingruppen die jeweils von drei Studenten betreut wurden, widmete man sich vormittags den Kniffen der deutschen Sprache. Anhand des Spiels „Feuer, Wasser, Sturm“ wurden zum Beispiel Lokalisierungsausdrücke geübt. Das Mittagessen sollte gemeinsam stattfinden. Jedoch war nicht immer genug für alle da und so mussten manche Schüler und Studenten auf ihre Mahlzeit warten. In der anschließenden Pause wurde allerhand gemalt und gebastelt. Auch für das eine oder andere Fußballspiel war Zeit. Manch einer gab seinen Moves in der Tanzgruppe den letzten Schliff. Am Nachmittag folgte die theaterpädagogische Arbeit. Diese war auch Aufgabe der Studenten. Unterstützt wurden sie dabei von Volker Schubert, einem Theaterpädagogen des LTT. Für die acht bis elfjährigen Teilnehmer des Camps endete der Tag um 17 Uhr. Der studentische Lehrkörper hingegen hatte da noch zwei Stunden vor sich. Abends wurde in einer Feedbackrunde der Tag besprochen. Ebenso mussten, in teils hitzigen Diskussionen, die Aktivitäten für den Folgetag bestimmt werden und das Aufräumen machte sich auch nicht von selbst. </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,serif;"> Für die Studenten fingen die Vorbereitungen auf das Pilotprojekt schon früh an. Bereits seit Oktober 2010 mussten alle ein Seminar belegen. Jede zweite Woche traf man sich. Am Abend wurde dann vier Stunden lang gearbeitet und theaterpädagogische Spiele entwickelt. Ohne Hausaufgaben durften die Pfingstpädagogen auch nicht nach Hause. „Es ist viel Aufwand und man muss die Bereitschaft mitbringen viel zu arbeiten“, bestätigt Lehramtsstudent Michael Spaun (25).</span><span style="font-family: Arial,serif;">Während des Vorbereitungsseminars wurden die Studenten von Herrn Schubert und der Sprachwissenschaftlerin Doreen Bryant begleitet. Die Tatsache, dass die Vorbereitung ausschließlich theoretisch ablief, stieß auch auf Kritik. Denn nicht alle studentischen Lehrer hatten Erfahrung mit der Kinderbetreuung. Marie Kaiser (23), Studentin der Linguistik und Psychologie, meinte aber: „Das theoretisch Erlernte funktioniert in der Praxis.“</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,serif;"> In der Praxis fällt aber kein Geld vom Himmel. Da die Teilnahme am Camp dennoch nicht von der Größe des elterlichen Geldbeutels abhängen sollte, musste das Projekt </span><span style="font-family: Arial,serif;">anderweitig</span><span style="font-family: Arial,serif;">finanziert werden. Dabei half die Robert-Bosch-Stiftung. Am Freitag, dem 24. Juni, war es dann soweit und die große Aufführung des erarbeiteten Theaterstücks stand an. Viele Eltern kamen um ihre Kinder zu bewunden und auch Oberbürgermeister Boris Palmer ließ sich blicken. Zusammen mit einer gelungenen Darbietung war der Abschluss ein Erfolg. Das Projekt können Marie und Michael weiterempfehlen, denn „die Kinder sind motiviert und haben Spaß“. Ob die „Stadt der Kinder“ tatsächlich in eine zweite Runde geht? Abwarten und deutsche Grammatik üben! </span></p>
<p align="JUSTIFY">
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		<title>Wegweisend</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 11:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabel.Kommol</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unipolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sommersemester 2011 (Heft 25)]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Beirat verbindet das entstehende Zentrum für Islamische Theologie mit den muslimischen Gemeinden Bereits im Mai 2011 hat die Uni die Konstituierung des Beirats bekanntgegeben und damit eine große Hürde im Hinblick auf den Startschuss des Lehrbetriebs im Oktober genommen.  von Isabel Kommol Nach fast einjähriger Findungsphase kann die Uni einen Beirat vorweisen, der auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Der Beirat verbindet das entstehende Zentrum für Islamische Theologie mit den muslimischen Gemeinden</strong></span></span></h4>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Bereits im Mai 2011 hat die Uni die Konstituierung des Beirats bekanntgegeben und damit eine große Hürde im Hinblick auf den Startschuss des Lehrbetriebs im Oktober genommen.</strong></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><em> von Isabel Kommol</em></p>
<p align="JUSTIFY"><a href="http://www.kupferblau.de/2011/07/wegweisend/pressekonf-islamwiss-30/" rel="attachment wp-att-315"><img class="aligncenter size-medium wp-image-315" title="B. Engler, E. Altuntas (DITIB), S. Tenger (Vorsitzender des Beirats), H. Eksin (VIKZ), M. Bascelic (IGBD) | Bild: Albrecht " src="http://www.kupferblau.de/wp-content/uploads/2011/08/Pressekonf.-Islamwiss.-30-610x406.jpg" alt="" width="610" height="406" /></a></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Nach fast einjähriger Findungsphase kann die Uni einen Beirat vorweisen, der auf Anregung des Wissenschaftsrats ins Leben gerufen wurde. Dieses konfessionsgebundene Gremium wird für alle aufkommenden „bekenntnisrelevanten“ Fragen im Zusammenhang mit dem Zentrum für islamische Theologie zuständig sein. Es soll als Brücke zwischen der Hochschule und den muslimischen Gemeinden fungieren, um eine praxisnahe Ausbildung der Studierenden zu ermöglichen. Eine indirekte Beteiligung der muslimischen Mitbürger über ihre Vertreter im Beirat fördere die Akzeptanz der zukünftigen Imame und Religionslehrer, so hofft man. </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der Beirat setzt sich aus sieben stimmberechtigten Mitgliedern zusammen, unter ihnen zwei Frauen. Fünf dieser Mitglieder kommen</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">aus muslimischen Verbänden, während zwei nicht organisiert sind. Der DITIB hat drei Mitglieder entsandt, die IGBD und der VIKZ jeweils eines. Dieses Verhältnis ergibt sich aus der Anzahl der jeweils in Baden-Württemberg ansässigen Moscheegemeinden. Zwei Plätze im Beirat sind momentan unbesetzt. Sie stehen eigentlich der IGBW zu. Gegen eine solche Beteiligung hat das Bundesinnenministerium jedoch politische Zweifel angemeldet. Sollten sich diese ausräumen lassen, stünde der Vollzähligkeit nichts mehr im Wege. Als achtes bzw. zehntes Mitglied ist Rektor Engler oder ein Stellvertreter beteiligt. Ihnen steht lediglich ein Rede- aber kein Stimmrecht zu.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Zu ersten Sondierungsgesprächen hatte die Universität gebeten. Dieser Einladung sind sowohl Verbände als auch Privatpersonen gefolgt. Anfängliche Befürchtungen, dass unterschiedliche Vorstellungen über die theologische Ausrichtung des Beirats zu einem unüberwindbaren Hindernis würden, waren nicht völlig unbegründet. So konnte mit den Vertretern der Aleviten kein Konsens gefunden werden. Dies stellt nach Bekunden des Rektors und einiger Beiratsmitglieder jedoch eindeutig die Ausnahme von der Regel dar. Die Gespräche seien überwiegend positiv und immer auf Augenhöhe verlaufen. Die endgültige Besetzung resultiere daher schlicht aus der Summe der übereinstimmenden Vorstellungen.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Sechs der Mitglieder sind türkischer, eines bosnisch-herzegowinischer Herkunft. Dass es derzeit weder eine albanische, arabische noch nordafrikanische Beteiligung gibt, wird nicht als Problem betrachtet. Zumal der Beirat für drei Jahre gewählt ist und sich anschließend völlig neu zusammensetzten kann. Herr Engler hält es daher auch für denkbar in Zukunft weitere Verbände und Interessengruppen mit einzubeziehen. </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Betrachtet man die Herkunftsländer der in Deutschland lebenden Muslime, ist der Beirat nicht unbedingt repräsentativ. Was die Ausrichtung des Islam angeht jedoch schon. Alle Beiratsmitglieder sind Sunniten und gehören damit derselben Glaubensrichtung an, wie rund 80 bis 90 Prozent der Muslime.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Bereits jetzt scheint sich das Zentrum für islamische Theologie in der muslimischen Bevölkerung großer Akzeptanz zu erfreuen. Denn laut Harun Eksin wollen auch „die muslimischen Gemeinden ihre Imame an deutschen Universitäten ausgebildet wissen“. Die Bekanntgabe der Konstituierung des Beirats wurde als historisches Ereignis betitelt und das Zentrum als wegweisend für kommende Generationen. Von solch positiver Resonanz weiß auch Rektor Engler zu berichten. Ihm liegen bereits zahlreiche Anfragen über Bewerbungs- und Einschreibungsmöglichkeiten vor.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">So ist die Vorfreude groß; die Hoffnungen und Erwartungen sind es nicht minder.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">DITIB: Dachverband Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">IGBD: Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">VIKZ: Landesverband der islamischen Kulturzentren</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">IGBW: Islamische Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Laut gedacht</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 10:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik.Rohling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sommersemester 2011 (Heft 25)]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Tübinger Studentinnen gründen Literaturmagazin Die Idee kam im Auslandssemester. Jennifer und Cindy, beide Studentinnen der Internationalen Literaturen und Anglistik, waren eigentlich an ganz unterschiedlichen Enden der Welt: die eine in Australien, die andere in Irland – zurück kamen sie jedoch mit einer gemeinsamen Idee. Von Christopher Leidinger und Hendrik Rohling Begeistert von den Magazinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><span style="font-size: small;">Zwei Tübinger Studentinnen gründen Literaturmagazin</span></h4>
<p><strong>Die Idee kam im Auslandssemester. Jennifer und Cindy, beide Studentinnen der Internationalen Literaturen und Anglistik, waren eigentlich an ganz unterschiedlichen Enden der Welt: die eine in Australien, die andere in Irland – zurück kamen sie jedoch mit einer gemeinsamen Idee. </strong></p>
<p><em>Von Christopher Leidinger und Hendrik Rohling</em></p>
<p>Begeistert von den Magazinen und Zeitschriften, in denen die Studenten der ausländischen Universitäten ihre Werke veröffentlichen, beschlossen Cindy Ruch und Jennifer Six (beide 24) selbst eine solche Plattform für Baden-Württembergs Studenten zu gründen. Die Idee für [Lautschrift] war geboren. „Weil wir selber schreiben, wissen wir, wie schwer es ist, etwas zu veröffentlichen“, sagt Cindy, die bei einem Praktikum in einem Verlag in Brisbane bereits hilfreiche Erfahrung sammeln konnte. „Und wir haben gemerkt wie groß die Bereitschaft war, auch bei den Professoren.“</p>
<p>Doch vor der ersten Ausgabe standen noch viele Stunden Arbeit. Alles habe mit der Werbung begonnen, betont Jennifer. Bereits Ende letzten Jahres hätten sie versucht, in allen großen Studentenstädten im Bundesland auf das Magazin aufmerksam zu machen. Mit Erfolg. Zu Beginn des Jahres liegen 186 Werke auf dem Tisch der Studentinnen: Zeichnungen, Gedichte, Kurzgeschichten und Fotografien. Um eine Auswahl zu treffen, sprechen die beiden, die manchmal für Schwestern gehalten werden, bei der Poetik-Dozentur Georg M. Oswald an, der gleich begeistert zusagt. Zusammen mit der Autorin Nina Jäckle, bestimmt er per Punkteskala aus der Fülle an Einsendungen die besten. „Die Jury war ziemlich streng, am Anfang waren wir ein bisschen geschockt“, kommentiert Jennifer. Am Ende sind 22 Werke von baden-württembergischen Studenten bereit zum Druck. Ende Mai halten die zwei schließlich ihr [Lautschrift]-Magazin in den Händen – elf Monate nachdem sie mit der Idee nach Tübingen zurückgekehrt sind. Es gehe ihnen darum, das Unbekannte zu zeigen und vielleicht neue Talente zu entdecken, betont Cindy, nicht ohne Stolz in der Stimme.</p>
<p>Während sie an einem kleinen Stand beim Bücherfest in der Tübinger Innenstadt ihr quadratisches Heft verkaufen, haben die Planungen für die zweite Ausgabe schon begonnen. Jennifer erklärt das Vorhaben: „Beim nächsten Mal sollen auch die bayerischen Studenten miteinbezogen werden.“ Es sei zwar schwierig, Gelder für solche Projekte zu bekommen, aber zumindest die Unterstützung bei den Studenten sei groß.</p>
<p>Doch für ihre persönliche Zukunft haben die beiden Brünetten, die gerade ihren Bachelor abschließen, erst einmal andere Pläne. Beide kehren dahin zurück, wo sie ihr Auslandsstudium gemacht haben. Jennifer beginnt ihren Master in Dublin und Cindy möchte wieder für ein paar Monate nach Australien. Mal sehen, mit welcher Idee sie dieses Mal zurückkehren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong></strong>Die nächste Ausgabe von [Lautschrift] erscheint im Januar 2012 mit dem Thema „Aufbruch“. Einsendeschluss ist der 15. November. Einsendungen sind über die Homepage www.lautschriftmagazin.de möglich. Erhältlich ist das Magazin in Tübingen in der Buchhandlung Rosa Lux oder über <strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="mailto:bestellung@lautschriftmagazin.de">bestellung@lautschriftmagazin.de</a>. Weitere Infos auch auf </span></span></strong>www.facebook.com/lautschriftmagazin.</p>
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		<title>Spontaneität im Theater</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 09:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike.Duebgen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unileben]]></category>
		<category><![CDATA[Sommersemester 2011 (Heft 25)]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Besuch beim Impro-Training Jede Woche trifft sich die Improtheatergruppe „Scheiterhaufen“ zum Training im Haus Rothenburg auf dem Schlossberg. Dort bereiten sich die Schauspieler auf ihren nächsten Auftritt vor, proben Spieltechniken und haben dabei vor allem eins: jede Menge Spaß. Von Friederike Dübgen Bei der Impro-Werkstatt, die mit Unterstützung vom LTT beim Career-Service angeboten wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><span style="font-size: small;">Ein Besuch beim Impro-Training</span></h4>
<p><strong><span style="font-size: small;">Jede Woche trifft sich die Improtheatergruppe „Scheiterhaufen“ zum Training im Haus Rothenburg auf dem Schlossberg. Dort bereiten sich die Schauspieler auf ihren nächsten Auftritt vor, proben Spieltechniken und haben dabei vor allem eins: jede Menge Spaß.</span></strong></p>
<p><em><span style="font-size: small;">Von Friederike Dübgen</span></em></p>
<p><span style="font-size: small;">Bei der Impro-Werkstatt, die mit Unterstützung vom LTT beim Career-Service angeboten wird, haben sie sich gefunden und vor zwei Jahren den „Scheiterhaufen“ gegründet. Seitdem trifft sich die zwölfköpfige Theatergruppe regelmäßig, um Improtheater zu spielen. Seit diesem Semester geben die Schauspieler ihr Können bei der Mittwochsbühne im Café Haag zum Besten und können sichtlich Erfolge feiern: Der Zuschauerraum ist bis zum letzten Winkel ausgefüllt, und das Publikum hat richtig viel Spaß.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Bei verschiedenen Spielformen werden die Schauspieler in unterschiedlichen Disziplinen gefordert. Mal geht es darum, zusammen eine Geschichte zu erzählen, mal wechselt in der Szene das Genre. Oder es wird zweimal das Gleiche gespielt aber beim zweiten Durchlauf bekommen die Schauspieler nur halb so viel Zeit. Bei jeder Szene ist die Spielform vorgegeben, der Rest ist Improvisation. Dazu holt sich der Spielleiter, der bei keinem Impro-Auftritt fehlen darf, Begriffe aus dem Publikum, die das Setting vorgeben, wie Genre, Ort oder Titel des Stücks. Damit kann das Publikum mitbestimmen, was gespielt werden soll und sich die verrücktesten Sachen einfallen lassen. </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Der Szenenverlauf wiederholt sich durch die spontanen Vorgaben zwar nie, hinter jeder Spielform steckt aber eine Technik, die im Impro-Training geprobt wird. </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Dann sind es die Mitspieler, die spontane Vorschläge in die Runde werfen und auch hier werden ungewöhnliche Einfälle aufgegriffen. So kommt es dazu, dass es in einer Szene um ein Bewerbungsgespräch um einen Job für einen Schmetterlingspräparator gehen soll. Die technische Schwierigkeit bei diesem Spiel ist, die Personenkonstellation einzuhalten: Der Chef bewegt sich im Tiefstatus, der Bewerber im Hochstatus, er ist also sehr von sich selbst überzeugt und soll in der Szene die Oberhand behalten. Das Ganze entwickelt sich nun zu einem interessanten Gespräch, bei dem am Ende der Bewerber durch die Vorführung eines Schmetterlingsfluges überzeugt – je ausgefallener die Szenenkonstellation ist, desto unterhaltsamer wird die Darbietung. </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Der Reiz an der Improvisation ist, dass keiner weiß, wie die Szene verläuft. Spontanes Reagieren ist da manchmal wichtiger als besonderes Schauspieltalent, da jeder direkt auf den anderen eingehen und die Szene voran bringen muss. Auch wenn sich die Schauspieler gut kennen, ist es nicht vorherzusehen, welche Wendung die Handlung nimmt oder wo das Stück enden wird. Nur sollte am Ende alles zusammenpassen und einigermaßen Sinn ergeben. Die Schauspieler sind gefordert aber auch frei darin, die Handlung in bestimmte Richtungen zu lenken. </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Vor Publikum zu spielen ist eine noch größere Herausforderung, doch wenn das so gut ankommt wie im Café Haag, können alle mit sich zufrieden sein. An guter Unterhaltung fehlt es an diesen Abenden definitiv nicht. Denn keine Vorführung ist wie die andere, nur eines bekommt man bei jeder Vorstellung: ein einmaliges Erlebnis.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Unser bisheriges Gesellschaftsbild auf dem Prüfstand</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 04:13:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helen.Monzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unileben]]></category>
		<category><![CDATA[Sommersemester 2011 (Heft 25)]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausrichtung der ersten Tübinger Ökosozialen Studientage vom 12.-14. Mai 2011 Es wurde heiß diskutiert: Wie umgehen mit schwindenden Ressourcen, einem fortschreitenden Klimawandel und massivem Artensterben? Ist eine Umstrukturierung unseres gesellschaftlichen Paradigmas nötig und möglich, um steigende Staatsverschuldungen, globale Finanzkrisen und wachsende soziale Ungleichheiten in den Griff zu bekommen? Wie definiert man heutzutage eigentlich Wohlstand, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: left;" align="CENTER"><span style="font-size: small;"><strong>Ausrichtung der ersten Tübinger Ökosozialen Studientage vom 12.-14. Mai 2011</strong></span></h2>
<p><strong><a href="http://www.kupferblau.de/2011/07/unser-bisheriges-gesellschaftsbild-auf-dem-prufstand/kopf4/" rel="attachment wp-att-276"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-276" title="kopf4" src="http://www.kupferblau.de/wp-content/uploads/2011/08/kopf4-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es wurde heiß diskutiert: Wie umgehen mit schwindenden Ressourcen, einem fortschreitenden Klimawandel und massivem Artensterben? Ist eine Umstrukturierung unseres gesellschaftlichen Paradigmas nötig und möglich, um steigende Staatsverschuldungen, globale Finanzkrisen und wachsende soziale Ungleichheiten in den Griff zu bekommen? Wie definiert man heutzutage eigentlich Wohlstand, was bedeutet „persönliches Glück“ und wie kann man durch den eigenen Konsum und das eigene Verhalten Denkanstöße generieren?</strong></p>
<p>Von Helen Monzel</p>
<p>All diese Fragestellungen dienten als Leitfaden der Ökosozialen Studientage, die als offizielles Projekt der UNESCO Weltdekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ ausgerichtet wurden. Initiiert wurde die Veranstaltung von Institutionen wie dem Club of Rome und der Global Marshall Initiative sowie vielen weiteren, während Boris Palmer und die Universität Tübingen die Schirmherrschaft übernahmen. Die Ausrichtung und Unterstützung erfolgte, in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung, durch die studentischen Gruppen Greening the University, Global Marshall Plan und oikos Tübingen. Die Leitung dabei übernahm Helen Lückge von Climonomics Tübingen/Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft. Ein bunter Haufen engagierter Menschen also, die aktiv geworden sind, um sich für eine zukunftsfähige Gesellschaft einzusetzen.</p>
<p>Während der dreitägigen Studientage wurde ein abwechslungsreiches Programm angeboten, das nicht nur Studenten, sondern auch andere interessierte Tübinger Bürger anlockte. Die Auftaktveranstaltung der Studientage fand am Donnerstag, den 12. Mai 2011 im Schloßcafé mit der Filmvorführung „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ statt. Am darauffolgenden Tag wurde die offizielle Eröffnungsveranstaltung abgehalten, die von den Vorträgen von Anselm Görres (FÖS) und Thomas Jorberg (GLS Bank) getragen und dem „Markt der Möglichkeiten“ abgerundet wurde. Dort konnten sich Interessierte Informationen über die Aktivitäten der im ökologischen, sozialen und nachhaltigen Bereich tätigen studentischen Hochschulgruppen einholen. Für den dritten und letzten Tag der Studientage war eine vorherige Anmeldung notwendig: In sechs verschiedenen Workshops wurden verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit beleuchtet und Konzepte für ein zukunftsfähiges Gesellschaftsleben erarbeitet. Die Referenten von Workshops wie „Herausforderungen in der Entwicklungszusammenarbeit: Klimawandel und Migration“, „Kritischer Konsum?! Vom Wissen zum Handeln – ein psychologischer Ansatz“ oder „Die Grenzen des Wachstums – Ideen für alternative Wachstumskonzepte“ gaben Inputvorträge, es wurde eifrig diskutiert und in Gruppenarbeiten Poster der erarbeiteten Lösungsansätze angefertigt, die später für jedermann zugängig gemacht wurden. Nach einer Mittagspause mit schmackhaften und biologisch wertvollen Köstlichkeiten vom „Marktladen“ ging es in die Nachmittagsphase. Hier fand in lockerer Atmosphäre eine große Informations-Fusion in World-Café Sessions (Workshop-Technik) zwischen den Teilnehmern der verschiedenen Workshops statt. Gemeinsam wurde ein Resümee über die Studientage gezogen und überlegt, wie man selber, quasi direkt am nächsten Tag, einen ersten Schritt zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft tun könnte. Der sehr gelungene Abschluss erfolgte durch die mitreißende Rede von Prof. Dr. F. J. Rademacher (Club of Rome), der die Veranstaltung lobte und sich wünschte, dass es eine konstante, vielleicht auch national vereinigte Fortsetzung der Ökosozialen Studientage geben sollte. Die Ökosozialen Studientage bekamen ein positives Feedback und konstruktive Verbesserungsvorschläge von ihren Teilnehmern. Her mit der zukunftsfähigen Gesellschaft!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></p>
<p>Wer Lust bekommen hat, sich nun selber einzubringen und durch kleine oder große Schritte zum Initiator für ein nachhaltiges Gesellschaftsleben zu werden, kann sich freuen: Bereits im kommenden Winter- oder Sommersemester soll es eine Fortsetzung der Ökosozialen Studientage mit vielen neuen spannenden Themen und Gesprächsrunden geben.</p>
<p>Mehr Informationen über die vergangenen Studientage findest du auch hier: <span style="color: #0000ff;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.faire-zukunft.de/contao/index.php/Home.html">www.hochschultage.org/tuebingen</a></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Jetzt geht’s steil bergauf!“</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 02:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah.Steinhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unipolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sommersemester 2011 (Heft 25)]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem historischen Sieg der Grünen bei den Landtagswahlen wird sich an unserer Uni einiges ändern 60 Jahre CDU Regierung haben sich auch an unserer Universität bemerkbar gemacht. Wie es jetzt weitergeht diskutieren Dominic Budisantoso (Liste für Information und Organisation), Daniel Gottschall (Juso Hochschulgruppe), David Laehnemann (Fachschaften Vollversammlung), Jan Oliver Neidhardt (Grüne Hochschulgruppe) und Dennis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Nach dem historischen Sieg der Grünen bei den Landtagswahlen wird sich an unserer Uni einiges ändern</span></span></span></h4>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>60 Jahre CDU Regierung haben sich auch an unserer Universität bemerkbar gemacht. Wie es jetzt weitergeht diskutieren Dominic Budisantoso (Liste für Information und Organisation), Daniel Gottschall (Juso Hochschulgruppe), David Laehnemann (Fachschaften Vollversammlung), Jan Oliver Neidhardt (Grüne Hochschulgruppe) und Dennis Schmidt (Ring Christlich-Demokratischer Studenten).</strong></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><em>Von Hannah Steinhoff</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><em></em><br />
</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Baden-Württemberg hat jetzt eine grün-rote Regierung. Was ändert sich an unserer Uni?</strong></span></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Daniel (</strong></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Jusos):</strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> Die Auswirkung, die mit Abstand am meisten spürbar für die Studierenden sein wird, ist die Abschaffung der Studiengebühren.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Ich glaube, dass da ein großer Schritt in die richtige Richtung getan wurde, um den Zugang zur Hochschule zu erleichtern.</span></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Dennis (</strong></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>RCDS): </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Wir haben die Studiengebühren immer vertreten. Wir würden ein reformiertes Modell mit einem geringeren Beitrag präferieren, das dafür einen größeren Teil der Studenten abdeckt. Die Studenten tragen eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, der sie sich nicht entziehen sollten, indem sie den Landeshaushalt belasten.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Was bedeutet die Abschaffung der Studiengebühren für die Studierenden? </strong></span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Dominic (I&amp;O):</strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> Für die Studierenden sind es gut 100 Euro weniger Ausgaben im Monat, wenn die Studiengebühren wegfallen.</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong><br />
Jan (GHG):</strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> Jedenfalls für die Studierenden, die tatsächlich noch Gebühren bezahlt haben. Es war sowieso eine Farce, von allgemeinen Studiengebühren zu reden &#8211; weniger als die Hälfte der Studierenden hat zuletzt Studiengebühren gezahlt, der Rest war ausgenommen.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">… <span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>und für die Finanzen der Uni?</strong></span></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>David (</strong></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>FSVV):</strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> Laut Koalitionsvertrag bedeutet das für die Finanzen der Uni erstmal weiter nichts, da die Gelder eigentlich 1:1 ersetzt werden sollen. Es gibt natürlich viele Fragezeichen dazu, zum Beispiel ob die Gelder nach ähnlichen Kriterien verteilt werden, wie bisher.</span></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Daniel: </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Die Studierenden konnten die Verwendung der Studiengebühren besser nachvollziehen als die Finanzierung zuvor. Diese Strukturen sollen erhalten bleiben &#8211; das ist eine gute Sache.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Laut Koalitionsvertrag soll der AStA wieder zu einer Verfassten Studierendenschaft werden. Was ändert sich an unserer Uni,</strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>wenn der AStA wieder ein hochschulpolitisches und allgemeinpolitisches Mandat hat?</strong></span></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Dominic:</strong></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> Der AStA könnte sich endlich auch zu politischen Themen äußern.</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>David:</strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> Außerdem wurde bisher alles, was der AStA beschlossen hat, formal vom Rektorat vollzogen. Alle Beschlüsse waren vom Gutdünken des Rektors abhängig.</span></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Jan:</strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> In 14 anderen Bundesländern läuft das Semesterticket über den AStA, das ging bisher in Baden-Württemberg nicht. In Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gilt das Semesterticket zum Beispiel für das ganze Bundesland. Unser Semesterticket ist gemessen am Wirkungsradius extrem teuer. Das ist etwas, was eine Verfasste Studierendenschaft ändern kann, weil sie vertragsfähig ist.</span></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Daniel: </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Ein wirklich wichtiger Punkt ist auch die Finanzautonomie. Die verfasste Studierendenschaft erhebt eigene Gebühren und ist nicht von Universität oder Politik abhängig.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Dennis: </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Aber diese Finanzautonomie bedeutet, dass der AStA Zwangsgebühren erheben kann, die von den Studierenden gezahlt werden müssen. Das lehnen wir ab, ebenso wie ein allgemeinpolitisches Mandat des AStA.</span></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Im Koalitionsvertrag ist die Rede von „nachhaltiger Wissenschaft“ statt </strong></span></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong><br />
„</strong></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>unternehmerischer Hochschule” &#8211; wie lässt sich das auf Tübingen übertragen?</strong></span></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>David: </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">In Tübingen sieht man das Leitbild der unternehmerischen Hochschule, das 2005 ausgerufen wurde, vor allem am Hochschulrat der Uni. Der besteht zur einen Hälfte aus internen Mitgliedern der Universität, zur anderen aus externen Partnern, die größtenteils aus der Wirtschaft kommen.</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Daniel: </strong></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Dieses Gremium trifft alle endgültigen Entscheidungen, alle Vorschläge müssen vom Hochschulrat abgesegnet werden. Eigentlich ist es ein Abnickgremium, dem der Rektor vorschlagen kann, was er will.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>David:</strong></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> Da ist die nachhaltige Hochschule ein wesentlich schöneres Leitbild. Die Universität soll ausreichend finanziert sein und sich nicht nach wirtschaftlichen Interessen richten müssen. Stattdessen kann sie sich auf Basisforschung konzentrieren.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Jan:</strong></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> Beteiligung von Unternehmen an der Universität ist auch nicht unbedingt schädlich, es muss nur in einem klaren Rahmen geschehen und darf die Autonomie der Forschung nicht beeinträchtigen.</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Laut Koalitionsvertrag wird ein Frauenanteil von 40 % in allen Hochschulgremien angestrebt &#8211; ist das an unserer Uni überhaupt umsetzbar?</strong></span></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Daniel: </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Es ist auf alle Fälle notwendig, denn es studieren mehr Frauen als Männer. Wenn man sich aber die oberen Sprossen der Karriereleiter anguckt, werden es immer weniger. Deswegen sollte man diese 40 % für die Hochschulgremien ruhig festlegen, in vielen Fachbereichen ist das auf jeden Fall umsetzbar.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Jan: </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">In einigen Fächern wird es aber schwer, wenn es keine weiblichen Professoren gibt. Daher muss die Karriereleiter an der Uni geschlechtergerechter werden.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Dominic: </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Ich denke, für die zentralen Gremien und die Wahlmitglieder könnte man so eine Quote sofort einführen und es würde auch funktionieren. Aber wenn man 40 % Dekaninnen haben wollte, wäre das nicht möglich.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Dennis: </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Ich bin der Meinung, dass diese Art von Quote die komplexe Realität nicht wiedergeben kann. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich so nicht lösen lässt.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>David: </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Aber man kann Anreize schaffen, die dazu beitragen. Zum Beispiel durch eine Quote.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Jan:</strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> Allgemein muss die Arbeitssituation an Hochschulen familienfreundlicher gestaltet werden. Bis man seine Professur bekommt, hangelt man sich von einem prekären Arbeitsverhältnis zum nächsten. Das muss sich ändern, damit mehr Frauen ans obere Ende der Karriereleiter gelangen.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Ein großes Thema in dieser Ausgabe der </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><em><strong>kupferblau</strong></em></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong> ist die Exzellenzinitiative. Wie lassen sich die Pläne des Rektorats mit den Bedürfnissen der Studierenden verbinden?</strong></span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Dennis:</strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> Die Exzellenzinitiative hat drei große Schwachpunkte: Sie konzentriert sich nur auf die Forschung und vernachlässigt die Lehre. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Außerdem hat man den Eindruck, dass der Rektor in den letzten fünf Jahren nur damit beschäftigt war, Tübingen exzellent zu machen. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Und zuletzt ist das Problem, dass man dieses Modell von Unis wie Harvard und Yale nicht auf das deutsche Hochschulsystem übertragen kann.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>David: </strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Wenn die Universität ausreichend finanziert ist, kann es durchaus sinnvoll sein, Leute mit großem Potenzial zu fördern, deren Wissen dann der Allgemeinheit nutzt.</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Stehen unserer Uni ausreichend Mittel für so eine Zusatzförderung zur Verfügung?</strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Daniel: </strong></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Die Universität hat in meinen Augen fast keinen Handlungsspielraum. 2011 weist die Uni wieder ein Defizit auf und muss auf Rücklagen zurückgreifen. Die Instandhaltung der Bausubstanz wurde viel zu lange vernachlässigt. Der Uni fehlt Geld.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>David: </strong></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Das kann man sehr gut daran sehen, wie die Uni sich Raum für die Exzellenzinitiative geschaffen hat. Da wurden in allen Bereichen der Uni Rasenmäherkürzungen vorgenommen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Dominic: </strong></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Dazu gehört auch die Stellensperre. Es ist inzwischen gang und gäbe, dass Stellen bis zu zwei Jahre lang unbesetzt bleiben.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>David: </strong></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Die Uni hat also eigentlich nicht den Spielraum, bestimmte Fachgebiete zu fördern &#8211; nur auf Kosten anderer Bereiche.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Wie zufrieden seid ihr mit dem Interesse der Studierenden an der Hochschulpolitik?</strong></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>David: </strong></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Ich denke, dass mit der Einführung der Verfassten Studierendenschaft mehr Interesse kommen wird, weil der AStA dann auch mehr Entscheidungsmöglichkeiten hat.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Dominic: </strong></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Außerdem hat sich die Lage nach der Umstellung auf Bachelor und Masterstudiengänge wieder normalisiert und die Studierenden finden wieder Zeit dafür, sich politisch zu engagieren.<br />
</span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Jan:</strong></span></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"> Wir sind zuversichtlich: Jetzt geht’s steil bergauf!</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Sich dem Kern des Pudels in Schleifen nähern“</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 20:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephanie.Rumesz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wintersemester 2010/11 (Heft 24)]]></category>

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		<description><![CDATA[Ehrliche Einblicke in das „poetische“ Leben preisgekrönter Autoren: Poetik Dozentur „Schriftstellerei ist so handfest wie Pullover stricken oder Kartoffeln anbauen.“ &#8211; Dieses Zitat ist ein gutes Beispiel für Juli Zehs Schreibstil. Dieser besondere Stil enthält viele Metaphern und ist dadurch äußerst anschaulich. Sie ist inzwischen eine der bekanntesten Autorinnen des deutschsprachigen Raumes. Darüber hinaus ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;">Ehrliche Einblicke in das „poetische“ Leben preisgekrönter Autoren: Poetik Dozentur</span></p>
<p>„<strong>Schriftstellerei ist so handfest wie Pullover stricken oder Kartoffeln anbauen.“ &#8211; Dieses Zitat ist ein gutes Beispiel für Juli Zehs Schreibstil. Dieser besondere Stil enthält viele Metaphern und ist dadurch äußerst anschaulich. Sie ist inzwischen eine der bekanntesten Autorinnen des deutschsprachigen Raumes. Darüber hinaus ist sie aber auch studierte Juristin. Für das diesjährige Motto der Poetik- Dozentur:„Recht und Literatur“, ist sie deshalb genau die Richtige, ebenso wie Georg M. Osswald, Träger des „Förderpreises des Freistaats Bayern für Literatur“. Auch er ist ein erfolgreicher Schriftsteller, aber auch ein praktizierender Jurist. Diese beiden Bereiche sind keine Gegensätze, sondern „kommunizierende Röhren“.</strong></p>
<p><em>Von Stephanie Rumesz</em></p>
<p><a rel="attachment wp-att-244" href="http://www.kupferblau.de/2011/02/%e2%80%9esich-dem-kern-des-pudels-in-schleifen-nahern%e2%80%9c/poetikdozentur-foto-2-sebastian-pickl/"><img class="alignleft size-medium wp-image-244" title="Juli Zeh  (Foto: Sebastian Pickl)" src="http://www.kupferblau.de/wp-content/uploads/2011/06/Poetikdozentur-Foto-2-Sebastian-Pickl-610x407.jpg" alt="" width="610" height="407" /></a>Juli Zehs Vortrag war der Auftakt der Poetik-Dozentur, die von 22. bis zum 27. November in die Neue Aula lockte. In dieser bilderhaften Rede blickte Juli hinter die Kulissen und erläuterte dabei, was für sie Poetik und Schreiben bedeutet. „Schreiben ist ein verschriftliches Selbstgespräch“. Oder auch: „Poetik klingt immer so, als wüsste der Autor was er tut“. Um es mit einer ihrer Metaphern zu sagen: „Es ist wie das Anfertigen eines Eiffelturms aus Streichhölzern“. Die vielfache Preisträgerin die auch den Hölderlin-Förderpreis erhalten hat, will damit deutlich machen, dass Schreiben kein einfaches Unterfangen und stark mit der Person des Autors verknüpft ist. „Schreiben bewegt sich in konsequentem Sicherheitsabstand zu dem was man sagen will. Es geht darum, einen Film, der sich im Kopf abspielt, begrifflich zu machen.“, so Zeh. Ein gelungener Satz ist, ihrer Meinung nach, so schwer zu finden „wie eine mathematische Formel“. Zu allem Überfluss leidet man unter dem „Lebensgefühl eines Betrügers“, weil man sich oft in den Texten nicht wiederfindet.</p>
<p>Für Juli war das aber nie ein Grund dem Schreiben den Rücken zuzukehren. Die Ursprünge ihrer Kunst liegen in Kindheitserinnerungen. So erzählt sie die Geschichte, wie sie als Siebenjährige in einem „Renault 4“ in den Frankreichurlaub fährt: Vorne die streitenden Eltern und neben sich der „quäkende“ Bruder. Vor ihr befindet sich der Meerschweinchenkäfig, der ihr an die Knien stößt, und sie leidet unglücklicherweise noch an der Reisekrankheit. So, sagt sie, wird man zu einer „siebenjährigen Spezialistin im Tagträumen“. Auf diese Weise und im Laufe ihrer literarischen Karriere kommt sie zu der Ansicht:„Träumen und Schreiben sind das Gleiche.“</p>
<p><strong>Die Botschaft am Ende ihres Vortrages: „Wir alle sind literaturfähige Wesen. Götter in subjektiven Universen, die durch Gespräche vernetzt sind.“</strong></p>
<p>Für Georg M. Osswald (47) ist das Schreiben ähnlich geartet. „Die Musik der Texte und der Klang der Sprache sind wie Stimmen hinter Mauern.“ Und: „Schreiben hatte die gleiche Rolle in meinem Leben wie ein Chemiebaukasten.“ Auch er sagt deutlich, dass es „keine gelungenen Geschichten ohne Fehler gibt.“ Für ihn ist außerdem Engagement die wichtigste Eigenschaft eines  Schriftstellers. Der Untertitel der 24. Poetik- Dozentur lautet: „Aufgedrängte Bereicherung.“ Für Georg Osswald ist „ein engagierter Schriftsteller auch immer politisch aktiv.“  Auf diese Ausrichtung geht Juli Zeh ebenfalls ein, indem sie sagt: „Politsche Mitsprache ist wichtig. Es gibt sogar eine Lizenz zum Aufdrängen.“ Und: „Politik kommt ohne Kritik nicht aus.“ Mit dem Buch „Angriff auf die Freiheit“, das sie mit Ilija Trojanow (45) verfasste, möchte sie eine “verwaltete und bespaßte Herde“ wieder in „denkende und mündige Bürger“ verwandeln. Sie möchten mit diesem „kritisch geleiteten Text ohne künstliche Kniebeuge“ die Menschen wieder zur Mitgestaltung anregen. Allerdings mit „begrenzter Anwendung des Michael-Moore-Prinzips.“</p>
<p><strong>Um es mit Julis Worten zu sagen: „Politik ist das Tanzfeld für die Kunst der Zukunftsgestaltung.“</strong></p>
<p>Den Abschluss der Dozentur bildete eine bunte Diskussionsrunde mit den beiden Autoren und Ilija Trojanow, ebenfalls ein erfolgreicher Autor und studierter Jurist. Alle Drei beweisen, dass Juristen nicht nur großartige Schriftsteller sein, sondern auch politische Botschaften vermitteln, können. Die diesjährige Dozentur hatte nicht nur „einen therapeutischen Effekt“ auf sie, so Juli Zeh. Es war eine Hommage der Autoren an das Lesen, das Schreiben und, vor allem anderen, an das Denken.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ein Exot auf universitärem Parkett</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 18:44:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah.Kommol</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unipolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wintersemester 2010/11 (Heft 24)]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem entstehenden Zentrum für islamische Theologie betritt die Uni völliges Neuland Bereits zum WS 2011/2012 werden die ersten Studenten ihr Studium am neuen Zentrum für islamische Theologie aufnehmen. Die Grundsteine sind bereits gelegt, es bleibt aber noch vieles zu planen, noch mehr umzusetzen – und die Uhr tickt. von Hannah Kommol und Isabel Kommol [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Mit dem entstehenden Zentrum für islamische Theologie betritt die Uni völliges Neuland </strong></span></span></p>
<p><strong>Bereits zum WS 2011/2012 werden die ersten Studenten ihr Studium am neuen Zentrum für islamische Theologie aufnehmen. Die Grundsteine sind bereits gelegt, es bleibt aber noch vieles zu planen, noch mehr umzusetzen – und die Uhr tickt.</strong></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial,serif;"><a rel="attachment wp-att-192" href="http://www.kupferblau.de/2011/02/ein-exot-auf-universitarem-parkett/islamkunde-foto-christopher-leidinger-2/"><img class="alignnone size-medium wp-image-192" title="Islamkunde Foto (Christopher Leidinger)" src="http://www.kupferblau.de/wp-content/uploads/2011/06/Islamkunde-Foto-Christopher-Leidinger1-610x315.jpg" alt="" width="610" height="315" /></a>von </span><span style="font-family: Arial,serif;"><em>Hannah Kommol</em></span><span style="font-family: Arial,serif;"> und </span><span style="font-family: Arial,serif;"><em>Isabel Kommol</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,serif;">Mit dem „Zentrum für islamische Theologie“ kommt eine, für die deutsche Hochschullandschaft, neue und junge wissenschaftliche Disziplin an die Eberhard Karls Universität. Seinen Exotenstatus erhält das Zentrum zum einen dadurch, dass es deutschlandweit nur ein einziges Pendant in Münster/Osnabrück gibt. Zum anderen weil es sich im Gegensatz zu den bereits bestehenden säkularen Islamwissenschaften erstmals um ein islamisches Theologiestudium handeln wird. Dementsprechend können sich die zukünftigen Absolventen zu Imamen, muslimischen Religionslehrern oder Sozialarbeitern ausbilden lassen. Auch Anstellungen bei der Presse, in Kommunen oder bei Vereinen und Verbänden sind denkbar. Hier werden sich die Berufsfelder, in denen die Absolventen dann tatsächlich Fuß fassen können, erst im Laufe der Zeit herauskristallisieren.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,serif;"><strong>Interdisziplinarität hat einen hohen Stellenwert </strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,serif;"> Zunächst werden alle Studenten im vierjährigen Bachelor büffeln. Arabisch wird Pflichtfach sein, da zur Lektüre des Korans in der Originalsprache alle fähig sein sollen. Weiter wird auf die Interdisziplinarität im Studium Wert gelegt. Möglichkeiten hierfür bieten unter anderem die Pädagogik, die Medienwissenschaften, die Rhetorik oder auch die Soziologie. Der Besuch von Lehrveranstaltungen dieser Fachrichtungen könnte bis zu einem Drittel der zu belegenden Kurse ausmachen. Viel weiter ist die Planung zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht gediehen. So hat das Asien-Orient-Institut bisher keine genauen Infos für eine Kooperation erhalten. Und dies, obwohl der Planungsaufwand bei interdisziplinären Lehrveranstaltungen besonders groß ist. Bisher lediglich persönlicher Wunsch von Rektor Bernd Engler ist ein verpflichtender Auslandsaufenthalt der Studierenden. Nach zwei Jahren gemeinsamer Grundlagen werden sich die Studenten dann spezialisieren und dies im Master vertiefen können. Doktoranden promovieren an einem Graduierten-Kolleg und auch einige Postdoktoranden sollen noch Unterschlupf finden.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,serif;">Jene können später sogar auf eine Anstellung in Tübingen hoffen. Es ist denkbar dass der eigene, gut ausgebildete Nachwuchs mögliche Lücken im Lehrkörper schließen wird. Denn diese Problematik zeigt sich bereits jetzt schon mehr als deutlich. Die Seltenheit des neuen Fachbereichs macht die Suche nach geeigneten Professoren außerordentlich schwierig. So gibt es bspw. für das islamische Recht in Deutschland lediglich zwei Experten. Aus diesem Grund werden die zu besetzenden Professuren international ausgeschrieben. Zusätzlich fordert auch das Prinzip der Bestenauslese seinen zeitlichen Tribut. Trotzdem sollen, so der ehrgeizige Plan, bereits zu Beginn des WS 11/12 drei bis vier der sechs Lehrstühle fest besetzt sein. Die Abdeckung dann noch offener Fachgebiete soll durch Gastprofessoren gewährleistet werden. Diese müssen selbstverständlich – wenn nicht deutschsprachig – so wenigstens des Englischen sehr gut  mächtig sein, um Sprachbarrieren zwischen Professoren und Studenten zu vermeiden. Grund zur Sorge, man hole sich radikale Ansichten und Überzeugungen ins Haus, bestehe nicht. „Denn die Auseinandersetzung mit dem Islam auf wissenschaftlichem Niveau lässt dieses Risiko verschwindend gering werden“, so Rektor Prof. Engler.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,serif;"><strong>Keine dritte theologische Fakultät</strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,serif;">Zum Start im Winter dieses Jahres wird das Zentrum für islamische Theologie 40 Erstsemestern seine Türen öffnen.</span><span style="font-family: ArialMT,serif;"> Diese Anzahl wird in den folgenden Jahren konstant bleiben.</span><span style="font-family: Arial,serif;"> Für eine vollwertige Fakultät ist das Zentrum daher vorerst zu klein. Eine Gleichstellung mit den bestehenden Fakultäten soll aber selbstverständlich gewährleistet sein. Dafür wird ein ihnen analoger Rechtsstatus geschaffen. Rektor Bernd Engler hebt ausdrücklich hervor: „Es wird jedoch keine Sonderrolle im universitären Gebilde geben“. Für die räumliche Unterbringung muss eine Übergangslösung gefunden werden. Die Villa Köstlin und die Alte HNO Klinik haben es in die engere Auswahl geschafft. Die Entscheidung, welches Gebäude die Studenten beherbergen wird, steht aber noch aus. In drei bis vier Jahren soll der eigens für das Zentrum geplante Neubau realisiert sein. Dieser wird sich dann in unmittelbarer Nähe zu den anderen beiden Theologien befinden.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,serif;">Das Interesse an den Studienplätzen kann bisher niemand einschätzen. Daher ist eine zulassungsfreie Einschreibung vorgesehen. Sollte es zu viele Bewerber geben, lassen sich  Zulassungsvoraussetzungen aber nicht vermeiden. Ob die Abiturnote oder eine Aufnahmeprüfung ausschlaggebend sein wird, ist noch nicht entschieden. Die Zahl der Neuankömmlinge könnte sich außerdem auch auf die bereits bestehenden Lehrkapazitäten auswirken. Diese sind im Moment nur für den bisherigen Unibetrieb ausgelegt. Zur Bewältigung des zusätzlichen Lehrbedarfs entstehen daher vielleicht auch in anderen Fachbereichen neue Arbeitsplätze. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Zunächst müssen die genauen Lehrinhalte festgelegt werden. Zu diesem Zweck werden gerade die Curricula von zehn internationalen Zentren ausgewertet. Mit dabei sind Universitäten aus Holland und England, aber Hauptinformationsquelle ist natürlich die islamische Welt. Auf diese Orientierungshilfe ist man auf Grund der Neuartigkeit der Wissenschaft angewiesen. Die Uni Tübingen kann ihren Studenten dabei „nichts genuin Neues“ offerieren. Das Curriculum wird sich auf bereits international bewährte Lehrinhalte stützen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,serif;"><strong>Imaminnen in Tübingen</strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,serif;"><strong> </strong></span><span style="font-family: Arial,serif;">Der Beruf des Imam wird nach wie vor fast ausschließlich von Männern ausgeübt. In Tübingen werden aber auch Frauen das Imamstudium aufnehmen können. Inwieweit die muslimischen Gemeinden die Absolventinnen annehmen, wird sich zeigen. Mit einem Bachelor sind sie zumindest theoretisch gut gewappnet. Denn ein Pendant zum theologischen Examen der christlichen Geistlichen ist im Islam nicht erforderlich. </span></p>
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