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„Thestrale“ siegen beim Saisonauftakt

Mit starken 170 zu 50 Punkten feierten die Tübinger Thestrale am Sonntag ihren Saisonauftakt in der baden-württembergischen Quidditch-Liga gegen die gastgebenden Heidelberg Hellhounds. Danach trainierten sie in einigen Freundschaftsspielen weiter. Auch zu Gast: Die Thunderbirds Trier samt Maskottchen und Micha Linz von den Darmstadt Athenas.

So stehen die Zeichen günstig für die nahenden Deutschen Quidditch-Meisterschaften. Auf dem Bolzplatz neben dem Heidelberger Sportinstitut konnten die erste Mannschaft der Tübinger Thestrale ihren ersten Spieltag in der baden-württembergischen Quidditch-Liga mit einem Sieg gegen die Heimmannschaft Hellhounds beenden.

Anpfiff war verspätet um 11:45 Uhr und die daheimgebliebenen Fans konnten auch im Livestream verfolgen, wie das starke Spiel mit 170 zu 50 Punkten für die Tübinger Gastmannschaft ausging. Auf dem Platz selber leisteten wie immer die Tübinger Todesser – Quidditch Ultras lautstarke Unterstützung. Fangesänge schallten schon morgens durch Heidelberg.

„Fahren wir zum Auswärtsspiel, benehmen wir uns daneben“: Die Tübinger Todesser—hier mit dem angereisten Maskottchen der Rheinos Bonn—lieferten lautstarke Unterstützung.

Starke Leistungen aus beiden Teams

Mit dem „Brooms Up!“ ging ein rasantes Spiel los, in dem die Heimmannschaft Heidelberg schon nach wenigen Sekunden das erste Tor ergattern konnte. Durch starke Jäger-Leistungen konnten die Thestrale aber bald ihre Führung ausbauen. Die Tübinger Ultras kommentierten das Spiel mit Parolen wie „The chase is better than the catch“ und „There were seven Heidelbergers in the air … and the beaters of Tübingen shot one down“. Die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sahen es gelassen.

Nach einem groben Foul gegen den Tübinger Kapitän Mario Rauh mussten die Hellhounds mit einer roten Karte zurechtkommen. Der nach 18 Minuten aufs Spielfeld geschickte Snitch Runner verlor seine Socke zuerst an die Heidelberger. Der Schnatz wurde aber nicht gutgegeben, da zu viele Spieler den Snitch Runner blockierten. Tübingens Sucherin Sarah Hertel konnte in einem zweiten Anlauf auch diese 30 Punkte für die Thestrale einstreichen.

Harter Kampf: Tübingens Sucher Nick Oberhauser liefert sich ein Wettrennen mit dem Sucher der Hellhounds.

Wichtige Spiele stehen an

Die Gastgeberinnen und Gastgeber aus Heidelberg nahmens sportlich und nutzten den sonnigen Tag, um noch einige Freundschaftsspiele mit gemischten Teams zu spielen. Auch zu Gast waren einige Mitglieder der Thunderbirds Trier und der Athenas Darmstadt, die ihrer Leidenschaft für Quidditch nachgehen und Spielpraxis sammeln wollten. Und das gerade noch rechtzeitig, bevor die Gäste aus Tübingen im strömenden Regen aus Heidelberg nach Hause fuhren.

Beide Teams und die Quidditch Ultras feiern den erfolgreichen Tag.

Die Tübinger Thestrale haben nun gute Chancen, nach den nächsten Spielen gegen die Flying Foxes Karlsruhe und die harte Konkurrenz der Black Forest Bowtruckles aus Freiburg die baden-württembergische Rangliste anzuführen. Spieltermine sind der 21. Mai in Karlsruhe sowie der erste und zweite Juli hier in Tübingen. Und ein Großevent steht an: Am 3. und 4. Juni geht es sowohl für die erste Mannschaft der Thestrale als auch für die Zweitmannschaft TTT zur Deutschen Quidditchmeisterschaft nach Jena. Die Tübinger Teams freuen sich auf starke Fanunterstützung in Baden-Württemberg und auf Bundesebene.

Fotos: Lukas Kammer

Endlich!

Das letzte Heimspiel der Saison ist in aller Regel für Teams, für die es um nichts mehr geht, eine gute Chance, für einen versöhnlichen Saisonabschluss vor den eigenen Fans zu sorgen. Für die Walter Tigers ging es im Vorfeld des Sieges gegen Braunschweig sogar um mehr, es ging gegen die historisch schlechteste Heimbilanz. Endlich! weiterlesen

Ein entspanntes Trainingsspiel

Tübingen durch, Bamberg in Top-Form: am gestrigen 30. Spieltag der easycredit BBL durften die Gäste in der Paul Horn Arena ein munteres Match mit einem deutlichen 75:87-Auswärtssieg erleben. Für Tübingen geht es dabei nur noch um die goldene Ananas, Bamberg macht einen großen Schritt Richtung Platz 2.

Dass den Walter Tigers seit dem Heimsieg gegen Vechta eigentlich nichts mehr passieren kann, ist seit Wochen bekannt, wurde auch mehrfach so geschrieben und selbst von kritischen Fans abgesegnet. Zu deutlich war bisher der Klassenunterschied zwischen den Aufsteigern aus Niedersachsen und dem Rest der Liga. Doch erst seit Mittwochabend können auch die pessimistischsten Rechenschieber zur Seite gelegt werden, denn durch den deutlichen Heimsieg der Braunschweiger über Vechta, kann die Liga auch fest mit Erstliga-Basketball in Tübingen planen. Zumindest, wenn weiterhin Gäste wie Brose Bamberg die Universitätsstadt am Neckar besuchen.

Die Gäste aus Bayern begannen wie erwartet couragiert und konzentriert. Schnell wurden die Weichen auf Sieg geschalten und die Führung nach 18 Sekunden durch einen Freiwurf von Vladimir Veremeenko hatte auch letztlich bis Spielende bestand. Bamberg wirkte dabei noch nicht mal sonderlich gefordert, die guten Quoten aus Dreiern und Rebounds konnten selbst 17 Ballverlusten kaum gefährlich werden. Dabei darf nicht verschwiegen werden, dass Bambergs Superstar Nikos Zisis aufgrund der Geburt seines dritten Kindes gar nicht erst auf dem Tübinger Parkett erschienen ist.

Trainingsspiel-Charakter von Beginn an

Die Partie plätscherte daher zunächst ein wenig vor sich hin, bis es nach Ende der ersten zehn Minuten unglaubliche 21:33 für die Gäste hieß. Sieht man leider viel zu selten 21 Punkte der Raubkatzen in einem Viertel, sind 33 der Bamberger natürlich umso mehr ein Beweis der absoluten Dominanz. Eine Dominanz, die bis zur Halbzeit noch auf ein 40:56 ausgebaut werden sollte und Tübingen bereits in Halbzeit Eins die Chance gab, die Rotation deutlich zu erweitern und Spielern wie Kolo und Marin zu mehr Einsatzzeiten zu verhelfen.

So ging auch die zweite Halbzeit den erwarteten Gang, auch wenn Bamberg das Tempo immer wieder schleifen ließ und Tübingen ran kommen konnte. Daher gingen zwar nominell beide Viertel der zweiten Halbzeit an die Hausherren (22:19 und 13:12) und der Abstand schrumpf zeitweise auf nur noch zehn Punkte, doch die Dominanz, die Bamberg dabei an den Tag legte, ließ nur wenig Hoffnung bei den Tübinger Anhängern aufkeimen.

Letzte Chance Braunschweig

Für die Walter Tigers geht es neben der goldenen Ananas nur noch um das Schicksal einer historisch schlechten Heimbilanz gegen Braunschweig. Dieses letzte Duell der Saison auf Tübinger Parkett findet am 29. April nur wenige Tage vor Saisonabschluss gegen den Erzrivalen und unangefochtenen Tabellenführer Ulm statt. Für einen versöhnlichen Abschluss mit den Fans bietet sich hier die einzig verbliebene Chance.

Fotos: Christopher Kübler

Interview: Mauricio Marin

Wer in Tübingen lebt, wird früher oder später von den WALTER Tigers Tübingen in den Bann gezogen. Die zwölf treffsicheren Raubkatzen in Gelb bescherten in dieser Saison ihren eingefleischten Basketball-Fans neben Freudensprüngen auch einige Zitter-Momente. Kupferblau hat Tübingens sympathischen Shooting Guard und gebürtigen Berliner Mauricio Marin persönlich getroffen und exklusive Einblicke in die Welt des Basketball-Dschungels erhalten.
Interview: Mauricio Marin weiterlesen

Wie ein schlechter April-Scherz…

Samstagabend, volles Haus in der heimischen Paul Horn Arena, ein verunsicherter Gegner der unteren Tabellenregion und ein Auftakt nach Maß. Alles andere als ein Heimsieg könnte nur ein schlechter April-Scherz sein. Wie ein schlechter April-Scherz… weiterlesen