Archiv der Kategorie: Studentenleben

Eindrücke vom RACT Festival 2014

Vom 6. und 7. Juni findet im Tübinger Anlagenpark wie jedes Jahr das „Ract! Festival“ statt. Das ist nicht selbstverständlich, da die Anwohner sich jährlich über große Lärmbelästigung beklagen. Neben verschiedenen politischen und kreativen Workshops gibt es zahlreiche Infostände verschiedener Organisationen und Köstlichkeiten aus aller Welt. Auf drei Bühnen steht es ein großes Programm an unterschiedlichsten Musikrichtungen von verschiedenen Bands zur Auswahl. Der Eintritt ist frei. Die Kupferblau hat für euch ein paar Eindrücke vom Freitagmittag und dem frühen Abend festgehalten.

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Geht ihr wählen? Umfrage zur Europawahl

Die Meinung zur Europawahl unter den Tübinger Studierenden ist vielseitig.  Medizinstudent Michi gibt ein klares Statement ab: „Nicht wählen, ist falsch wählen!“ Auch Rhetorikstudentin Carolin stimmt ihm zu: „Es ist wichtig politisch zu partizipieren.“ Robin, welcher aus der Politikwissenschaft kommt, findet demokratische Kontrolle wichtig. Claudia sagt: „Ich geh wählen, weil ich mitbestimmen möchte.“ Aber Julia wird am Sonntag beispielsweise nicht an die Wahlurne treten: „Ich hab so viel zu tun. Ich habe keine Zeit zu wählen.“

Malte (Geschichte): „Ich gehe wählen, weil das eine Staatsbürgerpflicht ist.“
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SIE SIND ÜBERALL

 Sie sollen zum Nachdenken anregen, uns zum Lachen bringen, auf Missstände aufmerksam machen, für eine Sache werben oder einfach nur eine Meinung vertreten. Und sie sind überall!Du stehst an der Bushaltestelle, dein Blick wandert, vor dir eine Straßenlaterne darauf kleben eins,zwei… fünf Sticker.
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Auf ein Rhabarberschorle … mit Rapper und Produzent ZAO

©  Christiane Diemer

Kurzrasiertes Haupthaar, schwarze Tunnels, Brille und zwei Lippenpiercings verstecken sich in seinem Bart. Robin Mesaric ist zweiundzwanzig, kommt aus Reutlingen und studiert seit fünf Semestern in Tübingen. Außerdem geht er gerne feiern und arbeitet als Tutor. Was viele nicht wissen: Nebenher macht Robin Musik. Und was für welche!

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Die Klausurenphase : Zu welcher Bib – Spezies gehörst du?

 
Klausurenphase
Die Luft ist stickig und verbraucht. Nur das monotone Klacken der Laptoptasten zieht sich durch die Räume, unterbrochen von vereinzeltem Stühlerücken und Rascheln von Papier. Es ist der Beginn der Klausurenphase. Die Universitätsbibliothek wird zum „Place to be“ erklärt. Hier versucht der Studierende verzweifelt in kürzester Zeit so produktiv wie möglich zu sein. Doch es gibt diese ganz speziellen Nebensitzer neben denen man sich einfach nicht konzentrieren kann.

Nicht weiter störend ist die Kategorie: „Ich sitze nur in der Bibliothek damit alle sehen wie fleißig ich bin und wie gut ich dabei auch noch aussehe. Hänge aber eigentlich nur fünf Stunden auf Facebook ab und verabrede mich zur Abwechslung mit süßen Kommilitonen/innen auf einen Kaffee. “ Es gibt die verbissenen „Hardcoredisziplinierten“, die in acht Stunden ihre Arbeit nur zweimal unterbrechen um einen Schluck aus ihrer Volvic- Wasserflasche zu trinken, dabei aber nicht mal aufschauen. Das Gegenstück dazu ist der „Schläfer“, welcher sich nach dem Essen in die Bibliothek bequemt, „da man ja doch mal was machen könnte“. Letztendlich landet er aber doch auf einem der Sitzsäcke. Dort liest er fünf Minuten, um sich dann ein zweistündiges Schläfchen zu gönnen, in welchem eben erworbenes Wissen verinnerlicht wird. Die Top-Vorbereiteten sind immer gewappnet für den Tag in der Bibliothek. Sie sitzen bereits um sieben Uhr an ihrem „Stillarbeitsplatz“ und beginnen spätestens um elf Uhr ihre in kleine Schnitzchen geschnittenen Karotten und Apfelstückchen zu essen. Dass sie dabei einen riesigen Lärm veranstalten wird gekonnt ignoriert. Man lebt ja schließlich gesund.

Das Gegenstück dazu ist der „Schläfer“, welcher sich nach dem Essen in die Bibliothek bequemt, „da man ja doch mal was machen könnte“

 

Auf derselben Ebene bewegt sich auch die Spezies der Vielpausierer. Sie sitzen ganz hinten in der Stillarbeit, gehen aber drei mal in der Stunde „Eine rauchen“, Kaffee holen oder etwas snacken. Auf dem Rückweg verquatscht man sich dann auch ab und an mal. Auch hat mancher Studierender das Prinzip der „Stillarbeit“ noch nicht so ganz verstanden. Man nutzt also jede freie Minute dazu sich kurz mit seinem Nebensitzer zu besprechen. Toll ist in diesem Zusammenhang auch das Laptopgebläse mit spezial Staubsaugersound. Ernst wird es bei der Kategorie des „Räusperers“. Dieser tritt zwar selten auf, wird dich aber in den Wahnsinn treiben. Der „Räusperer“ gibt, neben dem permanentem Räuspern, in unregelmäßigen Abständen seltsame Geräusche von sich, begleitet von undefinierbaren „Mmmmhmms“ und „Ahhhs“. Wenn dir dies einmal aufgefallen ist, gibt es kein Zurück mehr. Du wirst dich nicht mehr konzentrieren können. Dann gibt es nur eine einzige richtige Reaktion: Flüchte!

30 Ausgaben und es geht noch weiter

Nun bin ich schon im 33. Semester. Bei anderen würde Kupferblau - Ausgabe 30man von einem Langzeitstudium reden und wohl die Hoffnung aufgegeben haben, dass ich es je zu einem Abschluss bringe.

Doch genau das ist bei mir erwünscht, es nicht zu einem Abschluss zu bringen, sonder mindestens noch 33 weitere Semester an der Universität zu bleiben. Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht weiterentwickele. Wie hoffentlich jeder andere Studierende auch, lerne ich dazu, erkenne Fehler und probiere Neues aus. An meine Einschreibung erinnere ich mich gar nicht mehr richtig. Ich weiß nur noch, dass es im Wintersemester 1997 war und einige motivierte Studenten beschlossen hatten mich ins Leben und damit an die Universität zu rufen. Mein Name entstand nach langen Diskussionen, in Anlehnung an den Kupferbau und die Tintenfarbe blau. Ob wohl damals jemand daran gedacht hat, dass Kupferblau auch die Bezeichnung für ein Farbpigment ist, welches schon die alten Ägypter nutzten?

Während andere Studenten von der Umstellung auf das Bachelor/Master-System betroffen waren, gab es auch bei mir einige Veränderungen: beim Format, bei den Beiträgen und auch bei der Anzahl meiner Bearbeiter. Das war anstrengend und deshalb habe ich mir auch das ein oder andere Urlaubssemester gegönnt.
Immer waren es Studierende, die für Studierende interessante und wissenswerte Fakten über die Uni Tübingen und das Studentenleben zusammengetragen haben. Mal heiter, mal ernst, mal politisch, mal wissenschaftlich wurden diese Beiträge ausgearbeitet und ich wurde gelayoutet und gedruckt. Mein Studentenleben ist auch nicht weniger teuer als für andere – aber zum Glück finanziert eine tolle Akquisegruppe meinen Lebensunterhalt. So viele tolle Leute sind daran beteiligt, dass ich gegen Ende jedes Semesters erscheine.

Heute ist es wieder so weit, die 30. Ausgabe ist da! Ich freue mich drauf, von euch gelesen zu werden.

Die neue Ausgabe im Layout
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