Archiv der Kategorie: Klartext

Melancholische Computerliebe

Der neue Film von Spike Jonze ist ein romantischer Science-Fiction-Film. Er zeigt uns Joaquín Phoenix in der Rolle eines höchst sensiblen Einzelgängers, der sich in ein Betriebssystem verliebt. Der Film irritiert – berührt einen aber auch zutiefst. Es werden grundlegende Fragen danach aufgeworfen, wie wir lieben und wie wir Beziehungen führen und was „wahre Liebe“ eigentlich ausmacht. Wie ändert sich unser Verständnis von Nähe und zwischenmenschlichen Beziehungen, wenn ein immer größer werdender Teil der Kommunikation nicht mehr von Angesicht zu Angesicht abläuft?

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Die Quotenzauberin

Katja Hofem ist dafür verantwortlich, dass Shows wie „Big Brother“ oder „Popstars“ in das deutsche Fernsehen eingezogen sind und welche Serien bei sixx laufen. Sie war bereits mit 28 Jahren Unterhaltungschefin bei RTL 2. Im Jahr 2009 übernahm sie die Programmführung bei DMAX und baute später den Fernsehsender sixx  auf.  Die Quotenzauberin weiterlesen

Blau ist eine warme Farbe – La vie d’adèle

Das Leben von Adéle wird präsentiert mit zauberhaften Bildern und Szenerien, tiefgreifenden Gefühlen und Sehnsüchten. Jugendliche Neugier und Unerschrockenheit sind für die geniale, ausgezeichnete Schauspielkunst der Hauptdarstellerinnen (Adèle Exarchopoulos, Léa Seydoux) von Vorteil; für das Publikum ebenso. Das Leben nehmen wie es kommt, mit Höhen und Tiefen, Hoffnung und Enttäuschung, Liebe, Eifersucht, Selbstzweifel und Trauer. Blau ist eine warme Farbe – La vie d’adèle weiterlesen

„Deutschland ist ein Freiertourismusland geworden“

Im Rahmen der Frauenfilmfeste „FrauenWelten“ von Terre De Femmes wurde bei der Podiumsdiskussion zum  Thema Zwangs- und Armutsprostitution im Museum kein Blatt vor dem Mund genommen. Kinder, Töchter Mütter, die Zwangsprostitution wird oft von Frauen sogar noch ausgebaut. Auch die Freier werden immer skrupelloser, eine Frau ist oftmals nicht mehr Wert als ein Stück Fleisch. Vom Albtraum, aus dem es kein glückliches  Erwachen gibt.

 

 

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Interview mit Regisseur und Drehbuchautor Hannes Stöhr zu seinem neuen Kinofilm „Global Player – Wo wir sind isch vorne“

Der Film „Global Player – Wo wir sind isch vorne“ erzählt die Geschichte der fiktiven Firma „Bogenschütz und Söhne“, die seit Generationen im schwäbischen Hechingen (25km südlich von Tübingen) Textilmaschinen herstellt.Doch der Firma geht es schlecht: Aufträge bleiben aus – die Konkurrenz in Asien ist einfach billiger. Kredite werden auch schon lange nicht mehr bewilligt. Und zu allem Überfluss sträubt sich der 90 Jahre alte Seniorchef des Familienbetriebs gegen die vielleicht letzte Lösung: eine Kooperation mit chinesischen Investoren.  Doch bevor alles zu spät ist, reist der Juniorchef und Sohn des Patriarchen doch noch vom Ländle nach Shanghai, um  mit dem “Chines” zu verhandeln… Der Drehbuchautor Hannes Stöhr im exklusiven Interview

von Alexander Link

„C’est nul, la souffrance!“

Aussagekräftige Porträts und das Ende einer Ära von sorglosem Luxus – davon erzählt die Regisseurin und Schauspielerin Valeria Bruni-Tedeschi in ihrem neuen Film „Un Château en Italie“ (Ein Schloss in Italien). Es ist der dritte Baustein einer autobiographisch inspirierten Reihe, der am 30. Oktober 2013 in die französischen Kinos kam und in Tübingen im Rahmen der Französischen Filmtage gezeigt wurde.

 

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