Alle Beiträge von Marvin Feuerbacher

Volles Haus sieht anders aus

Mittwochabend 18 Uhr und der Hörsaal 23 im Kupferbau ist bis zum Überlaufen voll, sogar auf den Treppen drängen sich die Leute. Nicht ganz. Aber zumindest die Hälfte der Plätze war belegt, bei der studentischen Vollversammlung 2018.

Nachdem keiner spontan die Redeleitung übernehmen wollte, hieß StuRa Vorsitzender Jonathan Dreusch die Anwesenden willkommen. Man freue sich, dass viele gekommen seien.

Vom StuRa gibts Neues

An dem ersten Punkt der vorgestellten Tagesordnung änderte sich nichts und so wurde zunächst vorgestellt, wie der StuRa in die Hochschulpolitik einzuordnen ist, wie er arbeitet und was es Neues gibt. „Der StuRa arbeitet selbst in seinen Sitzungen weniger an der Sache“ so Dreusch. Die hauptsächliche Arbeit wird in AKs erledigt. So ist etwa die alternative Semestereröffnungswoche (ernst und Karola Bloch Woche) aus der Arbeit eines AKs entstanden. Aber auch personell hat sich beim StuRa etwas getan. Es wurden kompetente Mitarbeiter eingestellt, die jetzt auch einen unbefristeten Arbeitsvertrag haben.

Suchst du noch oder lebst du schon?

Der freie Zusammenschluss von Student*innenschaften rief dazu auf, bundesweit die Vollversammlungen mit dem Schwerpunkt auf das Thema Wohnungsmangel stattfinden zu lassen. Aus diesem Grund fand – anders als vorgesehen – noch vor dem Finanzbericht ein kurzer Vortrag von Professor Dr. Stefan Huber über Mietrecht statt. Da am Ende des Vortrages noch viele Fragen auftraten, wird dazu noch eine separate Veranstaltung geplant.

Professor Dr. Stefan Huber informiert über Mietkaution, Mietpreisbremse und Mietvertragskündigung.

Das ganze Geld muss weg

Der StuRa hat Geld. Zu viel Geld um genau zu sein. Deshalb wurden jetzt in diesem Semester auch der Beitrag für den StuRa, den jeder Studierende zahlen muss auf 3,50€ reduziert damit Rücklagen abgebaut werden. Der Haushalt für 2018 wird aktuell geprüft und der Haushalt für 2019 wird gerade erarbeitet. Wer sich daran beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen sich beim AK Finanzen zu engagieren. Auch jeder andere AK freut sich über neue Gesichter. Infos über die einzelnen AKs gibt es auf der Website des StuRas.

Gegen Leistungsdruck – Für bezahlbaren Wohnraum

Als fünfter Tagesordnungspunkt wurden dann Anträge beraten und beschlossen. Diese beschlossenen Anträge gelten als Empfehlungen an die Studierendenschaft. Der erste Antrag trug den Titel „Wohnraum in Tübingen“, enthielt aber auch unter anderem Forderungen nach 840€ Studierendenhonorar monatlich, oder einem kostenlosen ÖPNV finanziert durch Steuergelder.

Nach viel Diskussion wurde schließlich ein Änderungsantrag gestellt. In den Antrag kam noch ein Satz, der sich für die Tilgung des Leistungsdruckes aus allen Bildungsinstitutionen und der Gesellschaft ausspricht.

Im Hörsaal hätten noch viele interessierte Studierende Platz gefunden.

Weniger diskutiert wurde bei den nächsten beiden Anträgen, in denen es passend zum Thema um bezahlbaren studentisches Wohnraum und um eine Petition für den Erhalt des „Kompetenzzentrums für Nachhaltige Entwicklung“ der Universität Tübingen ging. Die Anträge wurden angenommen.

Alles in Allem eine erfolgreiche Vollversammlung, doch wie so oft bleibt ein Problem: Die Partizipation. Der Trend der StuRa-Wahlen hat sich fortgesetzt, Studierende, die sich aktiv am hochschulpolitischen Geschehen beteiligen bleiben Mangelware. Das ist insofern schlecht, da Hochschulpolitik von der Beteiligung vieler Studierender verschiedenster Fachrichtungen lebt und auch nur dann am effektivsten wirkt. Deswegen – beteiligt euch, gestaltet und bringt Ideen mit ein. Auf dass der Hörsaal nächstes Jahr aus allen Nähten platzt!

Fotos: Marko Knab

Legalize or Criminalize it?

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„E-Sports“? Was soll das denn bitte sein? Konkret bedeutet das, dass Studierende in Tübingen ab jetzt in Teams „League of Legends“ (kurz: LoL) in Turnieren spielen werden.  Das Organisatorenteam stellte die neue Sportart gestern im Sportinstitut vor. Ist das Sport oder kann das weg? weiterlesen

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In Deutschland verbraucht eine Person durchschnittlich 37 Kilogramm Plastik pro Jahr. Definitiv zu viel, finden die VeranstalterInnen von ‚Plastic Attack‘. Mit einer Flashmob-artigen Aktion wollen sie mehr Bewusstsein für den Verpackungswahnsinn schaffen.

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