Alle Beiträge von Marisa Gold

Chefredaktion ab 2014

Zauberhafte Orte: Märchensee

NEUE REIHE: Die Kupferblau-Redaktion präsentiert Euch jedes Wochenende ein fabelhaftes Ausflugsziel in der Natur, das ihr von Tübingen aus einfach erreichen könnt. Der erste Geheimtipp:

Der Wendelsheimer Märchensee bei Rottenburg 

Es riecht nach nassem frischem Holz, Pilzen und Tannennadeln – erdig und modrig. Man inhaliert tief den Geruch des Waldes und  lauscht: Kein unermüdliches Tastenklackern, kein Rauschen der vorbeirasenden Autos, keine stickige Bibliotheksluft.  Stattdessen … Stille … Dann plötzlich ein kurzes Platschen: Eine Seebewohnerin, eine bewarzte Kröte, hat die Seerose gewechselt und quakt kurz auf. Am Rand des Sees ein kleiner matschiger Weg: Der Rundgang führt, an einem Steinbruch vorbei, durch die Bäume zu dem verwunschenen Märchensee. Hier kommt einem möglicherweise die langhaarige Hirtin mit ihren drei Zicklein entgegen. Fast könnte man meinen, dass hinter einem Stein gleich eine kleine Fee oder ein Kobold hervorlugt, so verwunschen still liegt der See vor einem – überzogen von grünen Wasserlinsen. Hier hat man Zeit den Kopf zu leeren, durchzuatmen und den Studienalltag in den Hintergrund rücken zu lassen. Wer weiß, vielleicht entpuppt sich eine der Kröten und Frösche sogar als verwandelte Prinzessin oder Prinz – zum Namen würde es passen.

Bitte Beachten: Es gibt zwar eine große Wiese mit Feuerstelle, grillen ist aber offiziell verboten, genauso wie das Klettern im Steinbruch.

Anreise: Als Wanderung oder Radtour einfach von Tübingen aus hinter dem Freibad vorbei Richtung Hirschau, weiter nach Wurmlingen bis nach Wendelsheim. Dort führt an der Dorfschule ein Weg nach oben in den Wald zum Märchensee. Alternative Routen: ab durch die Felder über Weilheim, Kilchberg, Bühl, Kiebingen oder über Pfäffingen und Unterjesingen.

Radwege sind mit grünen Schildern ausgezeichnet.

Der Märchensee - ein Verwunschenes Ausflugsziel für Tübinger
Der Märchensee – ein Verwunschenes Ausflugsziel für Tübinger

Gleichfilm und die Schwulenheiler

Die Hochschulgruppe `Gleichfilm` zeigt jede Woche Filme gegen Diskriminierung. Am kommenden Mittwoch gibt es eine Dokumentation des Norddeutschen Rundfunks mit dem Titel „Die Schwulenheiler“ zu sehen. Darin wird unter anderem eine Tübinger Freikirchen thematisiert, diese legte Einspruch gegen die Vorführung ein.

Die Hochschulgruppe „Gleichfilm“, ist ein Ableger des Gleichstellungsarbeitskreises des Studierendenrats. Sie setzt sich gegen Diskriminierung und für mehr Solidarität ein. Dazu zeigen sie  jeden Mittwoch Abend öffentlich Filme welche Diskriminierung in der Gesellschaft thematisieren. Anschließend wird sich darüber ausgetauscht. Einmal im Semester macht „Gleichfilm“ eine größere Veranstaltung und lädt einen Regisseur nach Tübingen ein.  Dieses Semester Christian Deker, schwul und Panorama Reporter. Er besuchte Ärzte, die offenbar seine sexuelle Orientierung ändern wollen. Die Dokumentation „Die Schwulenheiler“ wird vom NDR als „Eine Reise in die homophoben Winkel der Republik“ bezeichnet.

Homosexualität als Sünde

 Darin wird unter anderem auch die Arbeit der Tübinger Freikirche TOS (Tübinger Offensive Stadtmission) thematisiert. Von einer versteckten Kamera gefilmt wird Dr. Arne Elsen, unter anderem Sprecher bei einer Veranstaltung der TOS, gezeigt, der gerade eine „Austreibung“ an einem Homosexuellen durchführt. Dabei reibt der Arzt dem Betroffenen die Stirn mit Öl ein und betet für ihn, damit der böse Geist aus ihm entschwindet. Die Ärzte sind überzeugt, dass eine Veränderung der sexuellen Orientierung möglich ist.

Schon im Vorhinein legten sich studentische Mitglieder der TOS mit „Gleichfilm“ an. Sie forderten, dass die Ausstrahlung oder zumindest die Werbekampagne für die Veranstaltung gestoppt werde. Die TOS fühlt sich in der Dokumentation in einem falschen Licht dargestellt und als religiöse Minderheit diskriminiert. Der Arzt verklagte deshalb den NDR. Das Verfahren läuft.

Lukas Häberle,  sitzt im Senat und ist Mitglied bei Gleichfilm. Über  die „diskriminierende Einstellung der evangelikalen Freikirche in Tübingen gegenüber Homosexuellen“ zeigt er sich bestürzt. Lukas ging eigentlich davon aus, dass in einer Universitätsstadt wie Tübingen solche Ansichten kein ernstzunehmendes Thema mehr seien. „Offensichtlich habe ich mich aber geirrt.“

Aufgrund der kontroversen Debatte hat „Gleichfilm“ sich dazu entschlossen die Veranstaltung nicht nur als Filmsichtung und  Regisseurgespräch abzuhalten, sondern hat sie zu einer Podiumsdiskussion erweitert.  Hierbei geht es um Wirkungen und Mechanismen von Diskriminierung im Allgemeinen. Anschließend wird die Diskussion für das Plenum geöffnet.

Gäste sind Christian Deker (Regisseur), Regina Ammicht-Quinn (IZEW Tübingen) und Monika Barz (Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg).

Die Veranstaltung findet um 20 Uhr im Hörsaal im Theologicum, Liebermeisterstraße 16 statt, der Eintritt ist frei.

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Titelfoto © NDR

Hochschulpolitik ist nicht egal!

Studierendenratswahl 2014

„Was – schon wieder wählen?“ Fragen sich die Tübinger Studierenden. Sind sie nicht erst im Dezember zur Wahlurne gestiefelt um den Studierendenrat (StuRa) zu wählen.

Das Land hatte jedoch vorgegeben, dass sich die sogenannte „Verfasste Studierendenschaft“ mit all ihren Organen, eben auch der Studierendenrat, bis zum 31.12. 2013 konstituieren musste. Die Satzung wurde jedoch erst im Juli 2013 beschlossen, somit konnten die Wahlen letztes Jahr erst Anfang Dezember stattfinden. In der beschlossenen Satzung steht ebenfalls, dass die Wahlen zum Studierendenrat immer gleichzeitig mit den Wahlen zum Senat abgehalten werden müssen. Die Senatswahlen finden immer Ende Juni/ Anfang Juli statt. Am Montag, den 30. Juni von 9.00-17.00 Uhr und Dienstag, den  1. Juli 2014 von 9.00 -17.00 Uhr werden deshalb der Senat und die studentischen Vertreter der Hochschulgruppen im StuRa erneut gewählt.

Wer steht zur Wahl?

Am zweiten Juni 2014 endete die Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge. An sich gibt es bei den Listen keine großen Überraschungen. Es kandidieren alle diejenigen erneut, die bereits Teil des StuRa sind. Es gibt dieses Mal keine Newcomer wie  zum Beispiel die „Alternative für die Uni“ oder die „Piraten“. Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) kandidieren bei der Senatswahl gemeinsam und bei der StuRa Wahl getrennt,  da es nur vier  Senatsplätze für studentische Vertreter gibt.

Folgende Hochschulgruppen kandidieren:

Liste 1: Liberale Hochschulgruppe (LHG)
Liste 2: RCDS – Die Christdemokraten
Liste 3: Fachschaftenvollversammlung (FSVV) für eine gemeinsame Studierendenvertretung
Liste 4: Grüne Hochschulgruppe (GHG) für eine gemeinsame Studierendenvertretung
Liste 5: Sozial und demokratisch – Juso-HSG
Liste 6: linke Liste / [’solid].SDS

Hochschulpolitik interessiert die Studierenden nicht!

Die Wahlbeteiligung lag in den letzten beiden Jahren bei lediglich um die 12 Prozent aller Studierenden. Das ist erschreckend wenig. Hochschulpolitik gilt unter den Studierenden als schwer zu verstehen und als nahezu nicht relevant. Dabei zahlt jeder in Tübingen immatrikulierte Student und jede Studentin sechs Euro im Semester die dem StuRa frei zur Verfügung stehen. Dieses Geld ist vor allem zur Unterstützung von Hochschulgruppen und Fachschaften gedacht. Doch nicht nur die Finanzlage hat sich seit der Wiedereinführung der „Verfassten Studierendenschaft“ geändert, auch hochschulpolitisch dürfen sich die Studierendenvertretung nun klar positionieren. Es wird also im StuRa über die politische Meinung zu verschiedenen Themen und die Vergabe des Geldes demokratisch abgestimmt.
Aufmerksamkeit erregte zuletzt die klare Stellungnahme des StuRa gegen die neue Regelung zum Auslandssemester, welche im Senat, auf Vorschlag des Rektorats beschlossen wurde. An den Gegenpetitionen beteiligten sich tausende Studierende. Aber auch Themen wie das Clubsterben in Tübingen, der Wohnraummangel, die Verbesserung der Konditionen für das Semesterticket oder der Umzug der Juristen in die Mensa sind für den StuRa potentiell interessante Themen.

Wie wird gewählt?

Insgesamt gibt es im StuRa 17 Wahlmitglieder. Hinzu kommen die vier studentischen Vertreter für den Senat welche auch an den Sitzungen des Studierendenrates teilnehmen. Für den StuRa dürfen auf alle Listen verteilt 17 Stimmen vergeben werden. Ein Kandidat kann jedoch maximal 2 Stimmen erhalten. Für die Sitzverteilung werden dann alle Stimmen einer Liste addiert und Anteilig auf die Sitze verteilt. Diejenigen Kandidaten mit den meisten Stimmen sind dann gewählt. Wenn Liste A beispielsweise 2 Sitze zustehen, sind die beiden Kandidaten mit den beiden meisten Stimmen auf der Liste gewählt.

Wo wird gewählt?

Evangelisch-Theologische Fakultät (1)

Katholisch-Theologische Fakultät (2)

Juristische Fakultät (3)

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät (7) – nur Geowissenschaften und Psychologie

Zentrum für Islamische Theologie

=> Hörsaalgebäude Kupferbau I, Foyer

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät (6)
=> Hörsaalgebäude Kupferbau II, Foyer

Philosophische Fakultät (5)
=> Neuphilologie, Eingangshalle

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät (7) – Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Pharmazie und Biochemie, Physik
=> Mensa Morgenstelle, Foyer

Medizinische Fakultät (4): alle Studiengänge
=> Neuklinikum Schnarrenberg, Eingangshalle

Für weitere offizielle Informationen: https://www.uni-tuebingen.de/einrichtungen/verwaltung-dezernate/i-forschung-strategie-und-recht/abteilung-2-universitaetsentwicklung-und-gremien/gremienwahlen-2014.html

Eindrücke vom RACT Festival 2014

Vom 6. und 7. Juni findet im Tübinger Anlagenpark wie jedes Jahr das „Ract! Festival“ statt. Das ist nicht selbstverständlich, da die Anwohner sich jährlich über große Lärmbelästigung beklagen. Neben verschiedenen politischen und kreativen Workshops gibt es zahlreiche Infostände verschiedener Organisationen und Köstlichkeiten aus aller Welt. Auf drei Bühnen steht es ein großes Programm an unterschiedlichsten Musikrichtungen von verschiedenen Bands zur Auswahl. Der Eintritt ist frei. Die Kupferblau hat für euch ein paar Eindrücke vom Freitagmittag und dem frühen Abend festgehalten.

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