Klimaschutz statt Kohleschmutz

Rund doppelt so viele Menschen wie bei der letzten Klimademo in Tübingen zogen am Freitagvormittag durch die Altstadt, um für eine bessere Zukunft zu demonstrieren. Nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch viele Erwachsene machten mit.

Im Rahmen der „Fridays For Future“-Bewegung wurde nicht nur in Tübingen mit Slogans wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ auf den notwendigen und konsequenten Klimaschutz hingewiesen.

Mit kreativen Plakaten und Verkleidungen wurde auf die Einhaltung der Klimaziele und einen effizienteren Klimaschutz aufmerksam gemacht.

Auch in rund 200 anderen deutschen Städten waren Schülerinnen und Schüler dem Aufruf der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg gefolgt und hatten für den 15. März Demonstrationen angekündigt. Weltweit waren mehr als 2000 Schülerstreiks in mehr als 120 Staaten geplant. Laut der Veranstalterwebsite fanden erstmals Demonstrationen auf allen Kontinenten der Welt statt. In Deutschland beteiligten sich Medienberichten zu Folge 300.000 Menschen an den Protesten.

Auf dem Geschwister Scholl Platz vor der Neuen Aula gab es einen kurzen Zwischenstopp mit einigen Redebeiträgen. Die Big Band der Universität Tübingen unterstütze den Protest musikalisch.

In Tübingen waren nach Veranstalterangaben etwa 2.600 Personen an der Demonstration beteiligt. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Boris Palmer äußerte sich auf seiner Facebookseite zu dem Schulstreik und sprach von der „vermutlich größten Demo für Klimaschutz, die es je in Tübingen gab“.

Symbolisch für das weltweite Artensterben stellen sich die Demonstrierenden vor der Stiftskirche tot.

Erstmalig hatten sich auch Persönlichkeiten der Wissenschaft mit den Protesten solidarisiert. Im Vorfeld der Schülerstreiks hatten über 16.000 wissenschaftlich Forschende eine Stellungnahme unterzeichnet, die die Aktionen unterstützen sollte. Mittlerweile soll sich die Zahl auf über 23.000 belaufen.

Fotos:  Daniel Böckle

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