Kupferblaus Ultimativer Prüfungswahnsinn – Überlebenstipps

Die Prüfungsphase übernimmt bei den meisten gerade den Alltag und mit ihr kommt das Gefühl, nicht einmal für die absoluten Grundbedürfnisse Zeit zu haben. An der Maslowschen Bedürfnishierarchie orientiert, gibt Kupferblau deshalb ab dieser Woche Überlebenstipps für das stressigste Kapitel des Semesters. In dieser Woche widmen wir uns den sozialen Kontakten oder was davon während den Prüfungen noch übrig ist.

Der Schlafrhythmus ist nicht mehr vorhanden, die Haut ist bleich und hat seit Ewigkeiten kein Sonnenlicht gesehen und die sozialen Kontakte sind extrem eingeschränkt – Nein, es geht nicht um Vampire, sondern um Studierende in der Prüfungsphase. Sie sind überarbeitet, genervt, bei manchen kommt gar die körperliche Hygiene zu kurz, daher ist Freundschaften pflegen oft das Letzte, an das viele in der Prüfungsphase denken. Teilweise ist sogar jeder soziale Kontakt zu viel. Gerade in der Uni Bib kommen einem die anderen Studierenden eher wie diese lästigen Mücken vor, die wenn man schlafen will direkt neben dem Ohr summen.

Dabei ist es in Zeiten wie der Prüfungsphase überlebensnotwendig seine Freunde um sich zu haben. Marlin hätte ohne Dorie Nemo nie gefunden, Frodo wäre ohne die Gefährten aufgeschmissen gewesen und Shrek hätte ohne Esel nie Fiona vom Drachen befreien können. Harte Zeiten erfordern loyale Freunde und die Prüfungsphase ist eine harte Zeit. Es werden zwar keine Drachen besiegt, aber doch nervige Klausuren, stressige Abfragen und manchmal gemeine Professoren, die uns ein Sozialleben einfach nicht zu gönnen scheinen. Es ist die Ausnahmesituation für uns tapfere Helden im Film unseres Studiums.

Das gilt vor allem, wenn jede Stunde ohne Buch vor der Nase einem das schlechteste Gewissen bereitet, seit man diesem netten alten Mann am Bahnhof versucht hat eine Wegbeschreibung zu geben. Freundschaften, Beziehungen und Familie bewahren davor, völlig zu verwahrlosen oder gar wahnsinnig zu werden.

Hier deshalb einige Tipps wie man Freunde und Beziehungen in den Prüfungsalltag einarbeiten kann:

  • Soziale Kontakte mit anderen überlebensnotwendigen Dingen verbinden

Manche Dinge, müssen sogar in der Prüfungsphase wahrgenommen werden, wobei darauf in den folgenden Artikeln dieser Reihe eingegangen wird. Ohne zu viel vorweg zu nehmen, ist es jedoch wichtig, genügend Pausen zu machen und trotz allem genügend zu essen, sich zu bewegen und zu schlafen. Daher verbindet eure Freunde mit diesen Dingen, um weniger Zeit fürs Lernen zu verlieren. Geht zum Beispiel zur Mittagspause gemeinsam essen, spielt um den Kopf frei zu bekommen eine Runde Twister oder geht zusammen Joggen. Das Schlafen bezieht sich dann eher auf etwaige Beziehungspartner, aber ihr könnt ja auch eine Übernachtungsparty schmeißen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.  Wie im letzten Harry Potter-Film nachdem Harry mit Hermine getanzt hat wird es euch danach wieder besser gehen, und ihr könnt mit neuer Energie wiederholen, dass Mitochondrien die Kraftwerke der Zelle sind.

  • Soziale Kontakte mit den prüfungsnotwendigen Dingen verbinden

Auf der anderen Seite bietet es sich natürlich an, Freunde mit dem Prüfungsalltag selbst zu verknüpfen. Gründet eine Lerngruppe, fragt euch gegenseitig ab oder setzt euch in der Bib einfach nebeneinander. So macht das Lernen mehr Spaß, der Punkt der absoluten Frustration kommt vielleicht ein wenig später und ihr habt mehr Motivation, pünktlich in die Bib zu gehen, wenn ihr verabredet seid.

Wenn die Motivation fehlt, kann es helfen gemeinsam zu lernen.

  • Telefonate

Ja, es ist inzwischen schon fast ein wenig oldschool, aber Handys haben meistens auch eine Telefonfunktion. Statt nur mal kurz eine Sprachnachricht zu verschicken, nehmt euch etwas Zeit, um mal wieder jemanden anzurufen, um ein wenig Interaktion zu bekommen. Nicht nur Freunde, auch Geschwister und Oma freuen sich, wenn ihr euch mal wieder meldet. Papa bestimmt ebenfalls, wobei da oft ein höheres Risiko mitschwingt, kurz nach Anruf zu hören: „Warte, ich geb dir mal Mama.“

  • Sich nicht von der Prüfungsphase besiegen lassen

Leichter gesagt als getan, aber versucht euch von der Prüfungsphase nicht zu sehr stressen zu lassen. Kapselt euch nicht ab, sondern geht auf Freunde zu. Und auch wenn ihr genervt seid, lasst die Prüfungsphase nicht eure Persönlichkeit übernehmen, sodass ihr nur noch alle anstresst. Nutzt stattdessen eure Freunde und Familie, um euch eine Umarmung abzuholen und einmal kurz Dampf abzulassen, wie unfair euer Dozent doch ist, um dann zu angenehmeren Themen überzugehen.

  • Belohnen

Etwas, was vielen Studierenden auch schwer fällt, ist sich wirklich regelmäßig in der Prüfungsphase zu belohnen. Verständlich, wenn 4 Klausuren in eine Woche gequetscht werden, lebt man gefühlt von einem Lernmarathon zum nächsten beziehungsweise lebt eben gerade nicht mehr. Trotz allem, sollte man Zeit einplanen sich zu belohnen und so gut wie möglich, auch mal Abende einplanen, in denen einfach gar keine Powerpoint-Folie angeschaut wird. Wenn ihr zwei aufeinanderfolgende Freitage Klausuren schreibt, könnt ihr nach der ersten Klausur zum Beispiel mal feiern gehen. Gönnt euch etwas Zeit mit euren Liebsten, ihr als die noblen Filmhelden, die ihr in der Prüfungsphase seid, habt es eindeutig verdient.

Grafik: Lisamarie Haas

Foto: Pixabay

 

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