A Grinchy Christmas IV – Ein studentisches Weihnachtsgedicht

Zurzeit bekommt man, wo auch immer man sich aufhält, nur eine Botschaft entgegengeknallt: „Weihnachtszeit ist die schönste Zeit!“. Du findest das absolut nicht? Mit unserer Reihe „A Grinchy Christmas“ wollen wir euch arme Seelen ansprechen, ihr Weihnachtsmuffel unter den Studierenden, die einfach nur hoffen, dass das Ganze so schnell wie möglich wieder vorbei ist. Als Abschluss gibt es nun ein Gedicht, das vielleicht einigen aus der Seele spricht.

Vom Innern der Unibib komm ich her,
ich muss euch sagen, sie nervet gar sehr!
Allüberall an den verschiedenen Tischen,
sah ich heulende Studierende sitzen
Und drunten vor dem alten Gebäude
Sahen mich mit großen Augen die Leute,
Und wie ich so strolcht‘ durch das finstre Tal
Da riefs mich von einer Seite einmal:

„He du“ rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Ferientor ist aufgetan,
Erst- wie Vierzehnt-Semester sollen doch nun
Von der Jagd des Studiums einmal ruhn;
Es reicht mit den ganzen Cyber Valley-Beschwerden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!

Ich sprach: „O lieber Wer auch immer du bist,
Meine Tortur noch nicht zu Ende ist;
Ich sollte zwar weg aus dieser Stadt,
Wo’s Gefahr durch den Polizei-OB hat.“ –

„Was ist dann das Problem bei dir?“

Ich sprach: „Ich hab die Klausuren bald hier:
Und faule Studenten von nah und fern
Fressen böse Dozenten gern.“ –

„Hast denn keine Pause wie wir?“

Ich sprach: „Pause? Doch nicht hier:
Denn Ruhe als Notwendigkeit
Heißt das Ende meiner Regelstudienzeit!“

Der Fremde sprach:„Das wär ein Jammer;
Dann vergrab dich lieber wieder in deiner Kammer!“

Vom Innern der Unibib komm ich her;
Ich muss euch sagen, sie nervet gar sehr!
Nun sprecht, wie man den euch so kennt:
Sind’s gute Student’, sind’s schlechte Student’?

  • inspiriert von: „Von drauß‘ vom Walde komm ich her“, Theodor Storm

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