Ist das Sport oder kann das weg?

„E-Sports“? Was soll das denn bitte sein? Konkret bedeutet das, dass Studierende in Tübingen ab jetzt in Teams „League of Legends“ (kurz: LoL) in Turnieren spielen werden.  Das Organisatorenteam stellte die neue Sportart gestern im Sportinstitut vor.

Schon von Beginn an war zu erkennen, dass sich nicht einfach nur ein paar Leute gedacht haben, man könnte einfach ein bisschen zusammen zocken, sondern dass hinter dem gesamten Konzept sehr viel Überlegung steckte.

Viele Studierende waren neugierig, was es mit der neuen Sportart auf sich hat.

Foto: E-Sports Uni Tübingen

Einzig bei der Größe des Raumes hatten die Organisatoren nicht mit so einen großen Andrang gerechnet. So gab auch Mitorganisator Benny zu er habe „nicht gedacht, dass der Raum aus allen Nähten platzt“, als sich um 19 Uhr etwa 40 Leute in den viel zu kleinen Seminarraum zwängten.

Ein Sport wie jeder andere

Bei einem kleinen Vortrag zu Beginn mit Informationen zum Thema eSports mit Zahlen, Daten und Preisgeldern (aktuell finden in Südkorea die Weltmeisterschaften in League of Legends statt mit mehreren Millionen US-Dollar im Preispool) blieb auch Platz für Selbstkritik. So stellten die Veranstalter die Frage, ob das jetzt überhaupt Sport ist. Für einen Teilnehmer war die Sache klar: „Wenn Schach ein Sport ist, dann ist eSports auch ein Sport.“ Der Vortragende Benny relativierte das ein wenig und sagte dazu: „Es ist auch anstrengend viel zu zocken, aber nicht körperlich.“

Der Abend war dazu gedacht, über das „Phänomen E-Sport“ aufzuklären.

Foto: E-Sports Uni Tübingen

Aushängeschild der LoL-Community Tübingen

Geplant sind aktuell ein bis zwei Teams für die 2. Liga der Uni Liga (Ja, es gibt sogar eine Uni Liga im eSports Bereich!) anzumelden, welche dann längerfristig auch in der 1. Liga mitspielen sollen. Dafür suche man allerdings keine „Tryhards ohne Leben“, so die Verantwortlichen, denn „LoL ist ja viel mehr als Elo“. Dazu soll es ein Academy-Team geben welches quasi die „B-Mannschaft“ ist für alle, die noch nicht gut genug für die Uni-Liga sind und sich verbessern wollen. Zusätzlich wird es noch ein Community-Team geben, welches allen offensteht.

Das vierköpfige Organisatoren-Team sucht noch Grafiker, Streamer und Coaches für ihre Teams.

Foto: Marvin Feuerbacher

Von „Tryhard ohne Leben“ bis „Low ELO Noob“ ist also für jeden was dabei. Das Ziel der Organisatoren sei es, Aushängeschild der LoL Community Tübingen zu werden.

Da eSports eben auch Sport ist, wird dafür selbstverständlich auch zu festen Zeiten trainiert. Einmal in der Woche werden ein Präsenz-Training und zweimal die Woche ein Online-Training stattfinden. Zusätzlich dazu nehmen die Teams an den Wochenenden an Ligaspielen teil.

 

Für alle, die noch Interesse haben sich für das Liga-Team zu bewerben findet am Freitag, 26.10. abends eine Try-Out Session statt. Das reguläre Training startet dann am Montag, 29.10..

Kontakt: esports.unituebingen@gmail.com, https://www.facebook.com/E-Sports-Uni-T%C3%BCbingen-421434378388046/

Titelbild: Photo by Sean Do on Unsplash

 

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