Sechs Tipps für ein nachhaltiges 2018

Das neue Jahr hat erst begonnen, die ersten Vorsätze wurden schon über Bord geworfen und mancher fragt sich, was er jetzt eigentlich noch besser machen kann als im letzten Jahr. Einige haben sich vielleicht vorgenommen nachhaltiger zu leben, aber wie eigentlich? Ist das nicht alles schrecklich teuer und anstrengend? Hier sind ein paar studentenfreundliche Tipps für euch.

1. Strohhalme einsparen

In den meisten Fällen handelt es sich bei Strohhalmen um Produkte aus Plastik, die man einen kurzen oder manchmal auch etwas längeren Drink über verwendet und dann wieder wegwirft. In Deutschland werden jedes Jahr 40 Milliarden Strohhalme verbraucht, in den USA 500 Millionen täglich. Die Umweltorganisation „Lonely Whale Foundation“ hat deshalb die Kampagne #StopSucking ins Leben gerufen und verkündet „If we don’t act now, by 2050 there will be more plastic in the ocean than fish“. Was können wir also tun? Verzichte doch bei der nächsten Party auf Strohhalme und bitte den Kellner in der Bar um einen Cocktail ohne Strohhalm.

Statt der Plastiktüte den Jutebeutel verwenden und Geld sparen.

2. Bring your own

„Plastiktüten brauchen bis zu 500 Jahre, um vollständig zu zerfallen.“ Die Bundesregierung hat 2016 beschlossen, dass bis in zehn Jahren der Verbrauch von Plastiktüten um die Hälfte reduziert werden soll. Es ist eigentlich ganz einfach, aber man vergisst es doch immer wieder: Seine eigene Tasche zum Einkaufen mitzunehmen. Klar, manchmal unternimmt man auch einen Spontaneinkauf. Aber wer immer einen kleinen Jutebeutel in der Tasche dabeihat, spart gleich doppelt: die Plastiktüte und das Geld, das man inzwischen fast überall dafür bezahlen muss.

3. Coffee to go oder Coffee to stay?

Der Kaffee zum Mitnehmen liegt im Trend, wenn da nur nicht die Coffee to go-Becher wären. Man nutzt sie nur kurze Zeit und recycelt werden können sie am Ende nicht, weil sie aus einer Verbindung von Plastik und Papier bestehen. Also kommen sie in den Restmüll. Deshalb müssen wir Konsumenten etwas tun: den Kaffee an Ort und Stelle trinken oder einen wiederverwendbaren Becher mitbringen. In Tübingen gibt es in manchen Cafeterien (z.B. im Brechtbau) keine to go-Becher mehr und in manchen Cafés (z.B. im Willi oder der Silberburg) bekommt man einen Rabatt auf seinen Kaffee, wenn man seinen eigenen Kaffeebecher mitbringt.

4. Unverpackt einkaufen

In Tübingen haben wir mit dem Speicher nun endlich die Möglichkeit unverpackte Lebensmittel einzukaufen. Uns es geht ganz leicht: einfach eigene Behälter wie Beutel oder Gläser mitbringen, das Gewicht vorher auf das Behältnis schreiben und am Ende zahlt man nur den Inhalt. Zusätzlicher Bonus: Die Produkte sind hauptsächlich regional und man hat keinen Ärger mit doppelt und dreifach eingepackten Lebensmitteln. Lebensmittel wie Gemüse und Obst bekommt man auch ganz einfach unverpackt auf dem Wochenmarkt.

Spart Transportwege und schmeckt viel besser: regionales Obst und Gemüse.

5. Regional und saisonal essen

Regionale Lebensmittel haben wir schonmal abgehakt, indem wir auf den Markt gehen. Saisonales Gemüse zu essen hat viele Vorteile: es schmeckt besser, weil es nicht unreif geerntet wird, es muss nicht weit transportiert werden und man unterstützt Arbeitsplätze in der Region. Gerade jetzt im Winter ist jedoch die Auswahl an regionalem Obst und Gemüse hier in Deutschland deutlich kleiner als im Sommer. Deshalb hier der Tipp: einfach mal Gemüse ausprobieren, das man sonst nicht essen würde. Mit Roter Bete, Pastinaken oder Grünkohl (inzwischen fast besser bekannt als „Kale“) gibt es unzählige leckere Winterrezepte. Wenn man sich mit der ganzen WG zusammentun möchte, kann man auch eine Gemüsekiste „abonnieren“ und bekommt hier jede Woche frisches Gemüse.

6. Dem Mikroplastik den Kampf ansagen

In Duschgels, Shampoos und in unseren Kleidern steckt ein kleiner Umweltverschmutzer, das Mikroplastik. Es hat jedoch weitreichende Folgen. Mikropartikel gelangen über das Abwasser ins Meer, ziehen dort Giftstoffe an und können inzwischen schon in Tieren und Lebensmitteln nachgewiesen werden. Sie ist sind so winzig klein, dass man sie nicht mehr aus dem Wasser herausfiltern kann. Was können wir tun? Wir können auf natürliche Kosmetikprodukte umsteigen, die keine Polyethylene enthalten. Wenn wir unsere Kleidung einmal mehr auslüften statt waschen, vermindern wir die Mikrofasern, die es aus Kleidungsstücken ins Meer schaffen.

Fotos: Lisa Marie Haas

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