StuRa Inside vom 16.10.2017

Der Studierendenrat, kurz StuRa, vertritt die Interessen aller Studierenden an der Uni Tübingen. Wie genau laufen die öffentlichen, zweiwöchigen Sitzungen ab und was wird dort besprochen? Das Wichtigste aus der StuRa-Sitzung vom 16.Oktober erfahrt ihr hier.

Im Sitzungssaal des Clubhauses herrschte gestern wieder reger Betrieb: Die Themen Tagesordnung der ersten Sitzung im neuen Semester boten viel Diskussionsstoff. Unter anderem wurden zwei unparteiische StuRa-Vorsitzende gewählt, das neu eingestellte Personal besprochen und eine Förderung der Klimawoche Tübingen und des Islamisch-Christlichen-Gesprächskreis beschlossen.

Wahl des Exekutivorgans

Neben den 21 durch die Uni-Wahl delegierten Mitgliedern des StuRas bedarf es außerdem zwei Studierende, welche zusammen die Aufgaben des Exekutivorgans übernehmen und in der konstituierenden Sitzung am Anfang des Semesters gewählt werden. Diese StuRa-Vorsitzenden repräsentieren den StuRa in juristischen und bürokratischen Angelegenheiten und beschäftigen sich mit Personal- und Verwaltungsaufgaben. Aufstellen für dieses Amt dürfte sich theoretisch jede Person, die an der Uni in Tübingen studiert. Handelt es sich um eine bereits für den StuRa delegierte Person muss diese für die Dauer ihres Amtes ihr an eine Hochschulgruppe gebundenes Mandat niederlegen. Bei einer geheimen, freien Wahl der 21 StuRa-Mitglieder wurden Leon Ninow (FSVV) und Maren Rohleder (Jusos) gewählt. Als Exekutivorgan vertreten Leon und Maren den gesamten StuRa und nicht mehr länger nur ihre eigene Hochschulgruppe. Zu sehen sind beide bei einer kurzen Vorstellung auf dem Dies Universitatis am Donnerstag, den 19. Oktober.
Das Amt der Finanzreferentin wurde erneut an die lang erfahrene Christin Gumbinger erteilt.

Lang ersehnt und endlich eingestellt: Personal für den StuRa

Nachdem schon seit Jahren diskutiert wurde, dass die Verwaltungsaufgaben des StuRas eine unverhältnismäßige Belastung für die Studierenden sind, gibt es seit dem 18. September 2017 nun endlich zwei Angestellte, die für den StuRa arbeiten werden. Besetzt werden zwei 75-Prozent-Stellen. Nun folgt eine intensive Einarbeitungszeit in die Strukturen der Hochschulpolitik. Der AK Personal sowie die restlichen StuRa-Mitglieder erhoffen sich davon eine effizientere Verwaltung, die die Studierenden in ihrer Arbeit unterstützt, damit die Mandatstragenden das tun können, für was sie eigentlich gewählt wurden: inhaltliche Arbeit. Geld zur Finanzierung der beiden Stellen ist ja bekanntlich mehr als genug vorhanden.

Neues aus den AKs: Gibt es bald eine Geschäftsordnung?

Der AK Gleichfilm startet sein Filmprogramm dieses Semester wieder jeden Mittwoch um 20 Uhr, eine Beratungsstelle für Diskriminierung ist weiterhin in Planung. Für die Unterbringung des Bierkellers ist noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden worden, berichtet der AK Campus der Zukunft. Man ist noch auf der Suche nach einer besseren Lösung als der bisher geplante Umzug der beliebten Kneipe vom Mensakeller zum Erdgeschoss des Clubhauses. Des Weiteren wurde der Sitzungssaal vom AK Rätebaubrigade neu gestrichen und es ist geplant, einen Beamer anzuschaffen, unter anderem um die Tagesordnung zu präsentieren.

Außerdem wurde beantragt, eine Arbeitsgruppe Geschäftsordnung einzuführen, die es sich zum Ziel setzt, eine Geschäftsordnung für den StuRa zu entwerfen, welche momentan noch nicht vorhanden ist.

Aktuelle Förderungsanträge

Die studentische Initiative Global Marshall Plan Lokalgruppe Tübingen möchte parallel zum Weltklimagipfel in Bonn eine Klimawoche in Tübingen veranstalten, welche ca. zwischen dem 3. und dem 10. November 2017 stattfinden soll. Dazu sind in Zusammenarbeit mit anderen Hochschulgruppen verschiedene Veranstaltungen in ganz Tübingen geplant, von Vorträgen über eine Filmvorführung oder eine Kleidertauschparty. Der RCDS kritisierte den Antrag zuerst, da nicht nur exklusiv Studierende sondern auch andere Bürger von den Veranstaltungen profitieren würden. Die LHG stellte in Frage, ob auch andere Fördermöglichkeiten ausgeschöpft wurden. FSVV und GHG hielten dagegen mit der Begründung, dass die Förderrichtlinien nur vorgeben, dass Veranstaltungen allgemein für Studierende zugänglich sein sollen. Schlussendlich wurde der Antrag zur Förderung mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen angenommen.

Ein weiterer Förderantrag stammte vom Islamisch-Christlichen Gesprächskreis, welcher von den Fachschaften der evangelischen und der islamischen Theologie organisiert wird. Der Gesprächskreis setzt es sich zum Ziel, den Dialog zwischen den Mitgliedern beider Religionen zu fördern und damit zu einem respektvolleren Umgang beizutragen. Die Förderung der Werbekosten für die Veranstaltungen in diesem Semester wurde einstimmig mit einer Enthaltung angenommen. Finanzielle Unterstützung für Geschenke an ehrenamtliche Referenten und Referentinnen durfte der StuRa nach Förderrichtlinien nicht erteilen.

Die nächste StuRa-Sitzung findet am Montag, 30. Oktober um 20 Uhr im Clubhaus statt und ist wie immer öffentlich.

Weitere Informationen zu den AKs oder der Sitzverteilung im StuRa findet ihr auf dessen Website: www.stura-tuebingen.de.

Grafik: Yvonne Pless

 

 

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