StuRa-Inside vom 24.07.2017

Der Studierendenrat, kurz StuRa, vertritt die Interessen aller Studierenden an der Uni Tübingen. Wie genau laufen die öffentlichen, zweiwöchigen Sitzungen ab und was wird dort besprochen? Das Wichtigste aus der StuRa-Sitzung vom 24. Juli erfahrt ihr hier.

Auch in der Prüfungsphase hat der StuRa wieder getagt. Zur Debatte standen die Trinkwasserqualität in der Uni, Auseinandersetzungen über das Zeicheninstitut, die Zukunft des Bierkellers und wie immer diverse Anträge studentischer Gruppen.

Auffälliges Trinkwasser

Aufgrund der zahlreichen Bauarbeiten im Bereich der Wilhelmstraße testete die Juso Hochschulgruppe die Wasserqualität in einigen Uni-Gebäuden. Die Tests ergaben, im Hegelbau, bei einem gesetzlichen Grenzwert von 0,2 mg/l, eine Erhöhung der Eisenwerte auf 0.56 mg/l und eine Auffälligkeit der Bleiwerte, welche 0,003 mg/l über dem Grenzwert liegen. Damit gilt das Leitungswasser gemäß der Trinkwasserverordnung nicht als Trinkwasser geeignet. Auch in der Neuen Aula befinden sich derzeit Warnungen vor den Toiletten, dass das Leitungswasser nicht zum Trinken geeignet ist. Den Ergebnissen entsprechend wurde dem Juso Antrag stattgegeben, die Uni-Leitung dazu zu bewegen, flächendeckende Wasserproben zu entnehmen, für saubere Leitungen zu sorgen, und langfristig Trinkbrunnen zu installieren. Der AK Umwelt hat sich der Sache angenommen.

Ergebnis des Wasserschnelltests. Quelle: ifp Institut für Produktqualität GmbH Abteilung Wasserschnelltest.de. Getestet von der Juso-HSG. Weitere Infos zum Ergebnis des Wasserschnelltests: Juso-HSG-Ergebnis-Trinkwasseranalyse-BASIS.

Fortschritte beim Zeicheninstitut

Über die Zukunft des Zeicheninstituts wird weiterhin diskutiert. Das Rektorat zeigt zwar den Willen das Institut unter anderer Führung fortzusetzen, der Senat wird von den Beschlüssen jedoch ausgeschlossen. Die FSVV stellte daher den Antrag, durch ein externes Rechtsgutachten feststellen lassen, ob dies die Kompetenzen des Senats verletzt, um dem StuRa ein Mitspracherecht in den Verhandlungen zu gewährleisten.

Wohin zieht der Bierkeller?

Nachdem das Clubhaus als neuer Sitz des Bierkellers nicht geeignet ist, wird derzeit nach einer Zwischenlösung gesucht. Aufgrund von anstehenden Umbau- und Umstrukturierungsmaßnahmen wird der Bierkeller nicht wie bisher unter der Mensa bleiben können. Mögliche, derzeit diskutierte Orte, sind der Brechtbau und der Neubau auf dem Schiebeparkplatz.

Die aktuellen Förderungsanträge

Um Tübinger Studierenden die Möglichkeit zu geben, dem Rest der Welt ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren, wird für das kommende Wintersemester das Studierendenmagazin Faktor14 wieder ins Leben gerufen. 2009, als es noch 14 Fakultäten (daher der Name) in Tübingen gab, existierte die Zeitschrift bereits – das Projekt ruht jedoch seit einigen Jahren. Nun soll euch wieder die Möglichkeit geboten werden, über eure Forschung selbst Artikel zu schreiben, die dann in dem Magazin erscheinen und in der gesamten Uni ausgelegt werden.

Nächstes Semester wird die Ringvorlesung Recht und Wirtschaft im postkolonialen Kontext stattfinden. Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler aus Deutschland und der Welt werden Eindrücke vermitteln, wie die Dekolonisierung Recht und Ökonomie beeinflusst.

Die Week of Links möchte vom 3. bis 7. Oktober mit etwa 100 Studienanfängern im interdisziplinären Rahmen ein Bewusstsein für ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit schaffen.

40 Jahre nach dem Tod von Ernst Bloch möchte die Tagung „Kann Hoffnung enttäuscht werden?“ eine Schnittstelle von Theologie und Philosophie schaffen. Am 11.11.2017 wird im Schlatterhaus über Religion und Marxismus bei Ernst Bloch geredet werden. Der Antrag des Arbeitskreises Philosophie Ernst Bloch auf Förderung wurde angenommen. Aufgrund von Unklarheiten der Kostenpläne und damit sich die Fachschaften noch beraten können, wurden die anderen Förderanträge vertagt.

Titelgrafik: Yvonne Pleß

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