Bierkeller auf dem Weg ins Clubhaus?

In der vergangenen Woche trafen sich Verantwortliche von Universität Tübingen, Clubhaus, Landesbauamt und dem Bierkeller. Dabei wurde beraten, wie es mit der selbstverwalteten Legende im Tübinger Nachtleben weitergeht. Das Ergebnis der Diskussion macht Mut, ist aber nach wie vor vage.

„Es gibt nichts definitives“, sagt Kai Stuber, der für den Bierkeller an dem Treffen teilgenommen hat. Er hatte auf Einladung des Leiters des Landesbauamts, Bernd Selbmann, teilgenommen. Nach wie vor befindet sich die Zukunft des Bierkellers aber in der Schwebe. Das Treffen aller beteiligten Parteien hatte vergangene Woche im Rahmen des „Jour Fix“ an der Universität stattgefunden. Dabei wurden neben dem wahrscheinlichsten Szenario – dem Umzug in das Clubhaus – auch noch weitere Möglichkeiten diskutiert, aber verworfen.

Die Wiedereröffnung in den Räumlichkeiten der Alten Physik ist eine davon. Allerdings machen die ungünstige Ausgangslage in Bezug auf sanitäre Anlagen und den entstehenden Arbeitsumfang diesen Standort für den Bierkeller aber zu einer wenig favorisierten Alternative. Der Verbleib in den aktuellen Räumlichkeiten oder eine Eingliederung in das auf dem Gelände des Schiebeparkplatzes geplante Studentenwohnheim wurden am Runden Tisch ebenfalls ausgeschlossen.

Die Erhaltung des Bierkellers ist nach wie vor kein Zuckerschlecken.

Der Umzug in das Clubhaus stellt deshalb die von allen Seiten favorisierte Variante für die Zukunft dar. Größtes Fragezeichen ist dabei die mögliche Lärmbelastung der angrenzenden „Wilhelma“. Durch die vom Bierkeller ausgerichteten Partys könnten sich die Anwohner des Wohnprojekts belästigt fühlen – ein nicht unerhebliches Hindernis auf dem Weg zur Erhaltung des Bierkellers. Auch der Betrieb eines Biergartens steht nach wie vor im Raum. Es erscheint allerdings unwahrscheinlich, dass der Bierkeller im Falle eines Umzugs in das Clubhaus die bereits existierende Infrastruktur hinter dem Gebäude nutzen wird. Wie bei den Partys wäre auch hier die Lärmbelästigung das große Problem. Ein in Richtung der Neuen Aula gerichteter Biergarten scheint derweil noch nicht vom Tisch.

Für die anderen Probleme, so der Kanon, sollen gemeinsam Lösungen erarbeitet werden. Die Lärmproblematik wurde dabei schon näher betrachtet. Schalldichte Verglasung der zukünftigen Räumlichkeiten soll die Probleme dabei minimieren. Sollte der Bierkeller aber wirklich in das Clubhaus umziehen, stehen aber noch weitere Veränderungen am Gebäude an. Der „neue“ Bierkeller würde einen eigenen Eingang zu seinen Räumlichkeiten und ebenfalls eigene Toiletten benötigen. Wie es scheint, können diese Hindernisse überwunden werden.

Bis der Bierkeller spätestens Anfang 2019 seine Pforten unter der Mensa schließt, müssen aber alle offenen Fragen beantwortet sein. Allerdings scheint von allen Seiten die Bereitschaft dazu vorhanden. Auch das Bauamt kommt den vom Umbau Betroffenen offensichtlich entgegen, kann aber nach wie vor keine festen Zusagen geben. Ende Juli wird es ein weiteres Treffen geben, bei dem Vorschläge und Probleme weiter erörtert werden sollen. Ob Kai Stuber zuversichtlich ist, dass der Bierkeller erhalten wird?

„Mehr kann man im Moment nicht erwarten. Aber wenn es einen Konsens gibt, dann ja!“

Fotos: Marko Knab

 

 

 

 

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