StuRa Inside vom 15.05.2017

Der Studierendenrat, kurz StuRa, vertritt die Interessen aller Studierenden an der Uni Tübingen. Wie genau laufen die öffentlichen, zweiwöchigen Sitzungen ab und was wird dort besprochen? Das Wichtigste aus der StuRa-Sitzung vom 15. Mai erfahrt ihr hier.

Einen Großteil der Sitzung nahmen die Abstimmungen über verschiedene Anträge ein, die studentische Gruppen und Initiativen beim StuRa einreichten, um Förderung zu beantragen.

Für eine Filmvorführung im Rahmen der diesjährigen Menschenrechtswoche wurden die am Abend höchsten Fördermittel in Höhe von 863 Euro bewilligt. Der StuRa unterstützt somit die Vorführung des Filmes „Tickling Giants„, der am 21. Juni im Kino Arsenal gezeigt wird, inklusive anschließender Diskussionsrunde zur Pressefreiheit in Ägypten. StuRa-intern wurde zunächst lange diskutiert, ob man die Veranstaltung fördern könne, da sie in einem Kinosaal ausgerichtet wird und nicht in einem Vorlesungssaal – am Ende scheint das Argument des Antragstellers überzeugt zu haben, dass eine „Kino-Atmosphäre“ für die Veranstaltung wichtig sei.

Der StuRa entschied sich zudem, den seit dem 27. April laufenden Islamisch-Christlichen Gesprächskreis zu fördern – ein Gemeinschaftsprojekt der Fachschaften des Zentrums für Islamische Theologie und der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Dieser Gesprächskreis möchte fördern, dass Christen und Muslime miteinander in Kontakt kommen und beschäftigt sich zum Beispiel mit der Frage, was nach den beiden Glaubensbekentnissen nach dem Tod auf uns wartet.

Whistleblowing und Whistleblower-Rechte in der EU: Ein im Rahmen der European Anti Corruption Youth Conference stattfindende Vortrag mit Whistleblower Rudolf Elmer wird ebenfalls vom StuRa finanziell unterstützt.

Außerdem wurde die Finanzierung des Judaistik-Projekts „Zeugen der Zeitzeugen“ gegen Antisemitismus am 10. Juni bewilligt.

Lediglich die Finanzierung für einen Workshop des Radiocamps Markelfingen wurde abgelehnt. Die Teilnahmegebühren von „124€ Euro oder 31 Euro pro Tag“ erschienen den StuRa-Mitgliedern als zu große Hürde für die Teilnahme, da geförderte Veranstaltungen laut der Satzung des StuRas allen Studierenden offenstehen müssen.

Aus den verschiedenen Arbeitskreisen des StuRas gibt es auch einige Neuigkeiten:

Nach der erfolglosen Demonstration gegen Studiengebühren wird im StuRa jetzt erwogen, wie man weiter dagegen vorgehen kann. Eine Idee war es, ausländische Studierende rechtlich zu beraten.

Aus Sorge bezüglich des Anstiegs von Nationalismus in Europa ging ein Brief eines Kölner Professors in den StuRa ein, der die Studierenden in ganz Deutschland dazu auffordert, mehr für die EU zu tun und sich bei den Sonntagsdemonstrationen „Pulse of Europe“ den Montagsdemos von Pegida entgegenzustellen.

Derzeit wird im StuRa-Arbeitskreis Gleichstellung die Einrichtung einer Beratungsstelle für Sexuelle Belästigung diskutiert.

Der neue StuRa wird am 4. und 5. Juli gewählt

Eine Woche vor den StuRa-Wahlen, am 29. Juni, wird eine „Elefantenrunde“, organisiert von Neckarstudentcantaloup.fm und Kupferblau, im Weltethos-Institut stattfinden. Diese soll den verschiedenen Gruppen, die zur Wahl stehen, die Möglichkeit zur Diskussion und allen Studierenden Einblicke in den StuRa bieten.

Weitere Infos zur Arbeit des StuRas gibt es online unter https://www.stura-tuebingen.de/.

Foto: Julia Klaus

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