Staub und noch mehr Matsch

Am Wochenende fand zum 54. Mal das Internationale Reutlinger ADAC Motocross Spektakel statt. Neben der prestigeträchtigen MX-Open starteten mit den Seitenwagen, den Quads und den Zweitaktern noch drei weitere Klassen, die die Zuschauer begeisterten. Abgerundet wurde das dreitägige Event  durch insgesamt sechs Bands, die das Vereinsheim zur Konzerthalle verwandelten.

Bereits seit 1955 veranstaltet der 1. Rad- und Motorsportclub 1887 e.V. auf dem ehemaligen Panzergelände in Reutlingen Motocross-Rennen mit internationaler Beteiligung. Über 150 Frauen und Männer standen sich in diesem Jahr in vier Klassen im Wettkampf gegenüber, jeweils in sechs Einzelabschnitten vom freien Training bis hin zu den zwei Wertungsläufen. Besonders dabei im Fokus standen die zahlreichen Lokalmatadoren, also die Fahrer, die beim 1. RMC Reutlingen ausgebildet wurden. Immerhin kennen sie die Strecke wie ihre Westentasche.

Besonders bei den Quads ging es im dichten Fahrerfeld sehr knapp zu.
Besonders bei den Quads ging es im dichten Fahrerfeld sehr knapp zu.

Freie Sicht entscheidend

Doch das Geschehen auf der Rennstrecke kennt seine eigenen Gesetze. Bei  zum Teil sehr schweren Bedingungen mussten die Piloten abwechselnd bei praller Sonne mit staubigen Streckenabschnitten und Wolkenbruch durch tiefen Schlamm ihre Maschinen peitschen – oder aber auch mitunter schieben. Dadurch entwickelten sich zwar in aller Regel sehr spannende Duelle mit drei, vier Fahrern, allerdings zeigte sich fast in allen Läufen, dass ein guter Start schon fast die halbe Miete für den Sieg darstellte. Freie Sicht schien der absolute Joker bei diesen Schlammschlachten zu sein.

Die Zuschauer jubelten daher umso mehr ihren Lokalmatadoren zu, allen voran dem Seitenwagengespann des Reutlingers Tobias Garhammer und seinem Co-Piloten und mehrfachen Weltmeisters Bruno Kälin. Nachdem beide bereits letztes Jahr sehr ambitioniert starteten, doch schon in der ersten Kurve nach einem schweren Unfall ihre Träume auf einen Heimsieg begraben mussten, waren die Hoffnungen hier natürlich am höchsten. Aber nach einem eher schwachen Qualifikationslauf und damit ungünstiger Startposition reichte es letztlich nur für einen geteilten fünften Rang, der dennoch von den Zuschauern freudig honoriert wurde.

Das Duo Garhammer/Kälin hatte schwer gegen die Verfolger zu kämpfen, am Ende reichte es zu einem geteilten 5. Platz in der Gesamtwertung.
Das Duo Garhammer/Kälin hatte schwer gegen die Verfolger zu kämpfen, am Ende reichte es zum 5. Platz.
Von den Co-Piloten waren zum Teil akrobatische Kunststücke gefragt. Verletzt wurde dieses Jahr zum Glück dabei niemand.
Von den Co-Piloten waren zum Teil akrobatische Kunststücke gefragt. Verletzt wurde dieses Jahr zum Glück dabei niemand.

Fotos: Christopher Kübler
Weitere Bilder findet ihr auf unserer Facebook-Seite.
Detaillierte Ergebnisse und Zeitmessungen auch auf der Seite des 1. RMC Reutlingen.

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