Von Abenteurern und Weltverbesserern

Zum dritten Mal ist die International Ocean Film Tour in Deutschland unterwegs und machte vergangenen Freitag auch Halt in Tübingen. Gezeigt wurde eine kleine, aber feine Auswahl von Kurzfilmen rund um das Thema Weltmeere, Umweltschutz und Wassersport.

Der allgemeine Wassersport hat viele Gesichter. Sei es Segeln, Apnoe-Tauchen, Wellenreiten, Schwimmen … – man könnte diese Liste ewig weiterführen. Die Leidenschaft für Wind, Wasser und Wellen ist ein weltweites Phänomen. All diese Sportarten bei einer öffentlichen Veranstaltung einmal unter ein Dach zu bekommen ist nicht selbstverständlich. Es sei denn, es findet die jährliche Gala für den „Sportler des Jahres“ statt oder es wird über allgemeine Verhaltensweisen auf dem Wasser diskutiert (zuweilen ein sehr strittiges Thema). Doch die Veranstalter der International Ocean Film Tour haben es trotzdem gewagt und dabei heraus gekommen sind zwei Stunden Filmmaterial der besten Meeresabenteuer und Wassersportfilme der letzten Jahre. Beeindruckende und mitreißende Bilder, die begeistern und gleichzeitig sensibilisieren sollen für die zerbrechliche Schönheit des Ökosystems Ozean.

Angefangen von den farbintensiven Bildern der Reise von Prosurferin Leila Hurst ins mexikanischen Salina Cruz („Hola Sunshine“) über das Freitauchen mit Haien und deren Schutz („Born to“/“The Edge“) bis hin zu dem wahnsinnigen Vorhaben von Diana Nyad von Kuba aus nach Florida zu schwimmen („The Other Shore“) ist bei der Ocean Film Tour ein breites Feld der Wassersportarten und Abenteuern geboten.

Filme, die es sich lohnt anzusehen:

Die Jagd nach den besten Welle – „View from a Blue Moon“

John Florence an der australischen Westküste
John Florence an der australischen Westküste

Eines der Highlights der diesjährigen Filmtour ist der Film „View from a Blue Moon“ über den Vans World Cup und Quiksilver Pro Gewinner John John Florence. Der gebürtige Hawaiianer reiste begleitet von Blake Kueny unter anderem zu Filipe Toledo nach Brasilien, um zwischen Südpazifik und Südafrika die perfekten Wellen zu surfen. Ein humorvolle und farbenfroher Surffilm mit beeindruckenden Luft- und Wasseraufnahmen.

Zwischen Himmel und Hölle – „My Own Private Monster“

Alastair McLeod beim Surfen am Küstenfels Pedra Branca
Alastair McLeod beim Surfen am Küstenfels Pedra Branca

Der Pedra Branca Fels vor der australischen Küste erzeugt bei passenden Wetterbedingungen clean brechende Riesenwellen. Der Australier Alastair McLeod hat der Versuchung der tasmanisch-himmlischen Welle mit höllischen Tücken nicht widerstehen wollen und hat in Begleitung von George Opadchy mit Segel und Board das Abenteuer seine Lebens gewagt.

Die Flucht vor dem Schall- „Sonic Sea“

Die weltweit meistgenutztesten Wasserwege für die globale Handelsschifffahrt
Die weltweit meistgenutztesten Wasserwege für die globale Handelsschifffahrt

Die Nutzung der Meere durch den Menschen hat jedoch auch ihre Schattenseiten. Eine davon wurde erst jetzt wieder deutlich als vor ein paar Wochen Pottwale in der Nordsee strandeten. Doch was trieb diese Tiere überhaupt so nah an die Küste? Eine Antwort liefert der Film von Daniel Hinerfeld, der die Ursachen des Problems bei den Bohrinseln und der industriellen Schifffahrt sieht und deren fatalen Auswirkung auf die Tierwelt in beängstigenden Bilder schildert.

Weitere Informationen:

Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=egkGr5tEyIQ

Website: http://www.oceanfilmtour.com

Fotos:

Beitragsbild: pixabay online

Andere: Offizielle Filmbilder

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