Skyliners eine Nummer zu groß

Die Walter Tigers verlieren mit 58:78 deutlich gegen die Skyliners aus Frankfurt und damit auch das fünfte Heimspiel in Folge. Eine Woche nach dem starken Auswärtssieg bei Göttingen wussten die Tübinger leider von Anfang an nichts gegen die Gäste auszurichten, Frankfurt demonstrierte über die gesamten 40 Minuten eindrucksvoll, wieso sie als das beste Defense-Team der Liga gelten.


Es waren erst wenige Sekunden gespielt, als Frankfurt nach schnellem Direktspiel in Führung ging – eine Führung, die bis zum Ende anhalten sollte. Schon zum Ende des ersten Viertels erspielten sich die Gäste ein Polster von neun Punkten, das schon wenig später regelmäßig zweistellig werden sollte. Tübingen, sichtlich bemüht, aber durch die exzellente Defense der Skyliners immer wieder überfordert, schaffte es nie, auch nur über wenige Minuten eine eigene Serie zu starten.

© Christopher Kübler
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Ganz im Gegensatz zu den Frankfurtern, die angeführt von einem zielsicheren Phil Scrubb, vor allem aus der Distanz ihre Punkte machen konnten. Immer wieder spielten die Gäste gekonnt einen dritten Mann frei, der mit aller Ruhe aus der Distanz wichtige Punkte markieren konnte. Den Fans in der deutlich nicht ausverkauften Paul Horn Arena war daher schnell klar, dass der Tabellenvierte und Europapokalteilnehmer aus der Mainmetropole auch trotz Doppelbelastung eine ganze Nummer zu groß war.

Deswegen, oder einfach nur aus lustiger Selbstironie, stimmten sie daher immer wieder lautstark den Gesang „Europapokal, Europapokal!“ an. Der Ostersamstag sollte wenigstens emotional zum Feiertag werden.

© Christopher Küpbler
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Highlights Mangelware

So plätscherte das Spiel weiter vor sich hin, lediglich während einer kurzen Druckphase zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Tigers noch mal den Abstand merklich verkürzen, doch schon die individuelle Klasse Frankfurts machte schnell wieder deutlich, dass die Punkte nach Frankfurt gehen werden. Dies schien im letzten Viertel auch Trainer McCoy so zu sehen, so dass er seinen beiden Youngsters Hiller und Georg noch einige Minuten Bundesligaluft gönnte. Oldie Sasa Nadjfeji feierte zudem sein 450. Spiel in der Beko BBL, nur drei Spieler überhaupt kommen auf mehr Einsätze. Kein aktiver Spieler der Liga kommt auf mehr Spiele.

© Christopher Küpbler
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Lage bleibt brenzlig

Einen weiteren Meilenstein verpasste der Man of the Match Danilo Barthel, der mit seinen 11 Punkten zwar Top-Scorer seines Teams wurde, aber nun mit insgesamt 999 Punkten in seiner Karriere die magische Grenze von 1000 Punkten verfehlte. Bei Tübingen war Bogdan Radosavljevic mit 15 Punkten bester Spieler.

Weiter geht’s für die Tübinger bereits am Montag im Auswärtsspiel gegen die s.Oliver Baskets aus Würzburg. Mit nun einem Spiel mehr (die Partie gegen Frankfurt wurde vorgezogen) und nur zwei Punkten Abstand zum Abstiegsplatz 17 bleibt die Lage weiterhin brenzlig. Vieles wird vom nächsten Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Weißenfels am 3. April in der heimischen Paul Horn Arena entschieden.

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