Zauberhafte Orte: AlbThermen Bad Urach

The same procedure as every semester: Die Klausurenphase steht ins Haus! Nun verbringt man wieder mehr Zeit in der Bib als in den eigenen vier Wänden – an Schlaf ist dabei kaum zu denken. Stress pur für Körper und Geist. Doch wäre es nicht schön, all dem wenigstens für ein paar Stunden zu entfliehen und sich etwas Entspannung zu gönnen? Wir haben für euch eine Lösung parat: die AlbThermen in Bad Urach.

An welchem Ort kann man als Studierender dem Lernalltag wohl besser entfliehen als in den heißen Quellen, beispielsweise in Bad Urach? Gerade im Winter, wenn einem die eisigen Temperaturen und langen Nächte noch zusätzlich aufs Gemüt schlagen, ist die kleine Stadt am Fuße der Schwäbischen Alb der ideale Anlaufpunkt für alle Erholungsbedürftigen. Die Anfahrt gestaltet sich dabei für alle Tübinger denkbar einfach: Vom Hauptbahnhof aus fahren im 30-Minuten-Takt etliche Züge – entweder direkt nach Bad Urach per Ermstalbahn oder aber mit einem Umstieg in Metzingen.

So erreicht man in weniger als einer Stunde die Haltestelle „Bad Urach Wasserfall“. Von dort aus ist es dann nur noch ein kurzer Fußweg von etwa 15 Minuten, ehe man in der AlbTherme ankommt und schon im Eingangsbereich durch wohlduftende Gerüche in den Entspannungsmodus schaltet. Diesem tut dann auch der Ticketkauf keinen Abbruch, da die Therme für alle jungen Besucher ein Angebot macht: Wer das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erhält für 8,80 Euro dreieinhalb Stunden Eintritt. Dieses Angebot gilt ab 15 Uhr, in den Ferien schon ab 13 Uhr. Möchte man zudem noch den Saunabereich besuchen, kommen einmalig 5,10 Euro obendrauf.

Die Badeoase im Innenbereich lädt zum Planschen ein
Die Badeoase im Innenbereich lädt zum Planschen ein

Einfach mal abschalten

Ist die pekuniäre Frage am Empfang schließlich geklärt, erhält man zum Eintritt eine gräuliche Armbanduhr. Diese misst zwar keine Zeit, ermöglicht jedoch den Zugang zu allen Orten der Entspannung, insbesondere zur Saunalandschaft, sofern gebucht. Damit aber noch nicht genug! Denn mit jenem schlichten Artefakt trägt man auch seinen Spindschlüssel am Handgelenk und kann sich zudem an einem Terminal über seine restliche Aufenthaltszeit informieren. Das Ganze ist also recht praktisch, auch wenn das Armband optisch kein Highlight ist. Hauptsache man gelangt endlich ins Innere der Therme, um seinen Kopf nach der zehrenden Paukerei der letzten Tage abschalten zu können.

Meditation im Außenbecken

Hat man sich dann erstmal in seine Badekleider geschwungen und eine kurze Dusche über den Rücken laufen lassen, steht der Erholung nichts mehr im Weg. Das erste Highlight ist ein 32 Grad warmes Außenbecken, dessen Wasser direkt aus einer Tiefe von 770 Metern emporquillt. Somit badet man in reinstem Quellwasser und kann sich zudem von dutzenden Massagedüsen durchkneten lassen. Das ist Entspannung! Man liegt einfach nur da, umhüllt vom warmen Nass, schaut in den Himmel, beobachtet die Wolken bei ihrer Wanderung und atmet tief durch.

Inspiration finden beim Stein der Weisen
Inspiration finden beim Stein der Weisen

Schwitzen ohne Stress

Doch nach 20 Minuten der Meditation ist erst einmal Schluss mit dem Nichtstun: Die eigenen Füße wollen wieder bewegt werden und zwar in Richtung Saunalandschaft, einem weiteren Highlight der Therme. Den Zugang hierfür gewährt das Armband. Man geht einige Stufen hinab und steht dann vor der Wahl: „In welche Sauna soll ich nun gehen?“ Da gibt es unter anderem die „Uracher Schmiede“, eine Hüttensauna, eine Blockhaussauna, und eine Dampfsauna, genannt Falkensteiner Höhle. Jede hat ihren eigenen Charme sowie unterschiedliche Temperaturen. Es ist also für jeden etwas dabei! Egal, ob man nun erfahrener Saunist ist oder nur ein Gelegenheitsschwitzer. Doch eines sollte keiner verpassen, der nach der ultimativen Entspannung sucht: die aromatischen Aufgüsse in Block- und Hüttensauna. Diese werden stündlich durchgeführt, etwa mit Lavendel, Melisse oder Minze. Hier hat man also wieder die Qual der Wahl. In jedem Falle ist es aber eine Wohltat für Geist und Atemwege.

Ausspannen und Schwitzen lässt es sich am besten im Schmelztöpfle
Ausspannen und Schwitzen lässt es sich am besten im Schmelztöpfle

Wer danach immer noch Erholungsdefizite hat, kann schließlich auch seiner Haut etwas Gutes tun, wenn er denn zur vollen Stunde die Falkensteiner Höhle besucht. Hier bekommt man nämlich einen kleinen Becher mit Peelingsalzen gereicht. Damit wird die Haut besonders zart – ein Gefühl, dass auch nach dem Besuch der Therme noch einige Zeit anhält. Und das braucht man auch, denn wie so oft an schönen Orten verrinnt die Zeit hier schneller, als es einem lieb ist. Ehe man sich versieht, sitzt man schon wieder in der Bib und lernt für die kommende Klausur. Doch wenn der Stress sich wieder einzuschleichen versucht, schließt man einfach die Augen, streicht sich über die aalglatte Haut und versetzt sich zurück an die heißen Quellen von Bad Urach.

Weitere Informationen zu Eintritt & Angeboten: http://albthermen.de

Fotos: AlbThermen Bad Urach offiziell

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