Rennende Nikoläuse

Am 6. Dezember war es wieder soweit: Der 40. Nikolauslauf in Tübingen zog Läufer und Zuschauer an die Strecke beim WHO. Rund 3400 Starter waren angetreten, um 21 Kilometer Laufstrecke zu meistern. Das ist Rekord: Noch nie gingen beim Nikolauslauf so viele Läufer an den Start – ob mit oder ohne Kostüm. 

Bei schönem Wetter an einem milden Dezembertag lief es sich ganz gut in Tübingen: Die Läufer wurden zunächst in drei Divisionen eingeteilt, welche jeweils drei Minuten nacheinander starteten. Nach dem Startschuss um 10 Uhr setzte sich die erste Läuferkohorte in Bewegung – manche sogar im „traditionellen“ Nikolauskostüm.

Waren am Anfang noch alle Starter mehr oder weniger fest beisammen und die Läuferreihen geschlossen, so zerplitterte sich nach und nach die große Laufbewegung und es entstanden kleinere Splittergruppen, ein paar Einzelkämpfer, sowie eine lange Läuferkette etwas nachfolgend.

© Christopher Kübler
© Christopher Kübler

Anfeuern mit Weihnachtsliedern

Früh kristallisierte sich bei den Männern ein Trio ( Lorenz Baum, Jens Ziganke, Obenauer Peter) heraus, welches sich schnell an die Spitze kämpfte.

Unterstützung erhielten die Läufer am Streckenrand von der Musiktruppe “Freie Narrentreiber SchwaHiRo”, welche mit weichnachtlichen oder stimmungsvollen Lieder die Läufer unterstützten und die Zuschauer unterhielten.

Möglichkeit auf einen Rekord?

In der Halbzeit des Halbmarathons stand die wichtige Frage auf der Rennstrecke: Kann der Rekord geknackt werden? Während bei den Männern die Chance, den Rekord von 1:07:15 zu knacken – durch Dieter Baumann im Jahre 2005 aufgestellt – bereits als chancenlos angesehen wurde, schien die Hoffnung bei den Damen, die 1:21:21 von Stefanie Maier aus dem Jahre 2002 zu unterbieten, realistisch.

© Christopher Kübler
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Rekord  nicht geknackt

Bereits kurz nach 11 Uhr war es soweit und der erste Läufer schwenkte auf die Zielbahn ein, verfolgt von einem weiter zurückliegenden Läufer. Jens Ziganke durchlief das Ziel bei 1:10:57 und sicherte sich so bei seiner ersten Teilnahme gleich den ersten Platz auf dem Siegerpodest. 19 Sekunden später errang Peter Obenauer den zweiten Platz (1:11:16). Den dritten Platz erlief Lorenz Baum (1:12:28). Die drei waren genau jenes Trio, welches sich schon kurz nach dem Start einen Vorsprung erkämpft hatte. Den Streckenrekord konnte letztlich aber niemand unterbieten.

Das Ziel “verwechselt”

Anais Sabrié, die Vorjahressiegerin, erreichte auch in diesem Jahr als erste Frau die Zielinie. Knappe 9 Sekunden (1:21:28) fehlten ihr am Ende, um den Rekord aus dem Jahr 2002 zu knacken. Bei der Siegerehrung gab sie auch eine mögliche Erklärung für die fehlenden  Sekunden: „ Ich habe den weißen Bogen vor dem Ziel bereits für das eigentliche Ziel gehalten und so Zeit verloren.“

© Christopher Kübler
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Noch nie so viele Starter

Nora Kusterer (1:23:07) und Hannah Arndt (1:23:29) folgten Anais Sabrié aufs Siegertreppchen. Die drei Frauen hatten in derselben Reihenfolge bereits den Nikolauslauf 2014 beendet.

War das vorige Jahr bereits ein Rekordjahr mit über 2600 Läufern, so sollte dies noch einmal getoppt werden: Über 3400 Läufer nahmen Teil. Davon erreichten fast 2800 Läufer das Ziel – rund 140 mehr als im Jahr zuvor. Die 900 Anmeldungen bei den Frauen sind ebenfalls neuer Rekord.

© Christopher Kübler
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Kreative Autofahrer

Die hohen Teilnehmer- und Besucherzahlen ließ einige Autofahrer auf der Suche nach Parkmöglichkeiten kreativ werden: Sogar der erhöhte Mittelstreifen im Waldhäuser-Ost wurde zum Parkplatz umfunktioniert.

Weitere Ergebnisse des Nikolauslaufes erfahrt ihr unter:

http://www.sifi-timing.de/index.php/veranstaltungen/128-ergebnislisten/ergebnisse-2015/931-tuebingen-am-06-12-2015

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