Zauberhafte Orte: Wurmlinger Kapelle

Ein steiler Aufstieg, der sich wirklich lohnt: Die Wurmlinger Kapelle ist besonders jetzt im Sommer ein schönes Ausflugs- und Wanderziel. Der grandiose Ausblick vom Kapellenberg bei Wurmlingen inspirierte schon Ludwig Uhland, Tübingens berühmten Literaten. Der Ort geht auf eine Sage zurück, die mit zwei Ochsen zu tun hat.

Die Wurmlinger Kapelle bei Wurmlingen

„Droben stehet die Kapelle, schauet still ins Tal hinab…“ Schon Ludwig Uhland wusste die Schönheit der Wurmlinger Kapelle zu schätzen. Kurzum tat er das, was man als Dichter eben macht: er goss seine Eindrücke in Verse und nannte sein Werk treffend „Die Kapelle“.

Intim: Weinberge und kleine Dörfer

Der Aufstieg auf den 130 Meter hohen Kapellenberg bei Wurmlingen ist steil, besonders auf den letzten Höhenmetern legen Hobbywanderer wohl die ein oder andere Pause ein. Doch der Ausblick von der Kuppe entschädigt für die Mühe: ein Rundumblick auf das Schwäbische Umland, auf Weinberge, kleine Dörfer und bei guter Sicht die Berge der Schwäbischen Alb in der Ferne lassen direkt Urlaubsgefühle aufkommen. Rund um die Kapelle wachsen auch die Trauben, aus denen der Universitäts-Wein gemacht wird.

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Nach dem Aufstieg lässt sich auf einer Bank mit Albblick gemütlich verschnaufen

Eine Sage mit Ochsen

Der Vorgängerbau der Wurmlinger Kapelle wurde bereits im Jahr 1050 errichtet. Die heutige Kirche wurde 1685 eingeweiht. Um den Berg und die Kapelle herum spinnt sich eine Sage: Graf Anselm von Calw soll angeordnet haben, dass er nach seinem Tod auf einen Ochsenkarren gelegt und dort beerdigt werden wollte, wo die Ochsen hielten. Der Legende nach haben die Tiere auf dem Berg bei Wurmlingen Halt gemacht. Daraufhin wurde die Kapelle gebaut und der Graf dort beigesetzt.

Anreise und Aufstieg: Dieser schöne wie sagenumwobene Ort ist von Tübingen aus gut zu Fuß zu erreichen. Schilder weisen den Weg. Möglich ist auch, vom Tübinger Hauptbahnhof mit der Ammertalbahn bis nach Unterjesingen Mitte zu fahren und von dort aus den Berg anzusteuern. Der reine Aufstieg ohne Anreise dauert etwa eine halbe Stunde. Die schöne Aussicht vom angrenzenden Friedhof aus kennt keine Öffnungszeiten. Die Kapelle selbst ist bei schönem Wetter von Mai bis Oktober in der Regel sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Weiter Informationen gibt es hier:
http://www.wtg-rottenburg.de/pages/de/tourismus/stadtportrait/sehenswuerdigkeiten/wurmlinger-kapelle.php

 

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