Tigers überrollen schwachen MBC

Dank einer hellwachen Defense und einem überragenden John Wallace gelang den Walter Tigers Tübingen am gestrigen Mittwoch ein deutlicher 75:54-Erfolg gegen den Mitteldeutschen B.C. aus Weißenfels. Die Klassenerhalts-Party muss aber dennoch warten.


Dass es für den Mitteldeutschen B.C. nach dessen sicheren Klassenerhalt um nicht mehr viel geht, steht im Grunde schon seit Wochen fest, doch die Serie von zuletzt vier Siegen in Folge, inklusive dem Überraschungserfolg gegen Ulm, sollten zumindest im Vorfeld deutlich machen, dass der Gegner noch etwas zu bieten hat.
Doch die Rollenverteilung war schon nach dem schwachen ersten Viertel eindeutig: Tübingen will, muss gewinnen – der MBC nicht – und so reichten den Hausherren schon lediglich 14 Punkte zur Führung nach zehn Minuten (14:9). Ein dünner, aber konstanter Vorsprung, der sich in der Form auch bis zur Halbzeit halten sollte. Der folgerichtige Stand: 30:26 für die Walter Tigers.

© Christopher Kübler
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„Niemals Zweite Liga!“
Die zweite Halbzeit sollte wie die erste starten, Tübingen verwaltete seinen Vorsprung auf fünf bis elf Punkte, der MBC war zwar bemüht, aber letztlich zu harmlos. Erst das letzte Viertel sollte noch etwas Augenschmaus für den Zuschauer bieten: nach einem schnellen Angriff eingeleitet von Oldie Nadjfeji auf Albus gelang Rubit der wohl schönste Dunk des Tages als er über die Defense des MBC flog und den Ball in den Korb drückte. Diese Aktion schien auch so etwas wie der Weckruf für die Tigers gewesen zu sein, den Fans etwas mehr bieten zu wollen. Angeführt von einem starken John Wallace gelang Tübingen ein 14-Punkte Run, gekrönt mit einem trockenem Dunk vom gebürtigen Reutlinger und U19-Nationalspieler Mahir Agva. Satte 29 Punkte Vorsprung sollten dabei ein Novum diese Saison sein. Der Sieg war damit den Hausherren nicht mehr zu nehmen.

© Christopher Kübler
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Den Walter Tigers gelingt damit der wichtige zehnte Sieg diese Saison und eigentlich auch der Klassenerhalt. Doch theoretisch könnte der Siebzehnte aus Trier bei noch einem Spiel weniger ebenfalls auf diese Anzahl kommen, wobei ihnen aufgrund des Punktabzuges im Zuge der Insolvenz (wir berichteten) das bessere Niederlagenverhältnis zugutekommen würde. Es scheint also, dass wohl ausgerechnet der Erzrivale aus Ulm am morgigen Freitag den Tübinger Klassenerhalt sichern könnte. Die Crailsheim Merlins stehen nach ihrer Niederlage gegen Brose Baskets Bamberg bereits als Absteiger fest.

© Christopher Kübler
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Die richtige Klassenerhalts-Party wird sich daher wohl auf das letzte Heimspiel kommenden Donnerstag verschieben, wenn die Frankfurt Skyliners am letzten Spieltag der Saison noch zu Gast sind. Die Fans übten daher schon mal textsicher ihren Ruf: „Niemals Zweite Liga

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