Thriller: Tigers gegen Trier

Die Tigers zeigen vor Heimpublikum Krallen und gewinnen gegen starke Trierer in Basketball-Krimi 85:76.

Zähne zeigen hieß die Devise, die die Tigers vor dem wichtigen Spiel gegen den TBB Trier, ausgegeben hatten. Und das konnte sich sehen lassen. Nachdem im Spiel gegen Bremerhaven erst in der zweiten Hälfte so richtig Fahrt aufkam, konnten sich die Zuschauer dieses Mal nicht beklagen. Es erwartete sie ein Basketball-Thriller der Extraklasse. Mit dem TBB Trier stießen die Tigers auf einen ernstzunehmenden Gegner, der im letzten Spiel den Tabellen-Fünften Oldenburg und zuvor Bayern München besiegt hatte. Doch davon ließ sich die Mannschaft um Cheftrainer Igor Perovic nicht abschrecken.
Das erste Viertel wurde dominiert von Freiwürfen der Tigers. Stark in der Defensive kamen die Tübinger immer wieder bis vor den gegnerischen Korb. Dass jedoch der Pausenstand 15:12 für die Gäste blieb, lag vor allem an der starken Nutzung von Chancen durch die Trierer Basketballer. Das zweite Viertel startete entsprechend spannend. In einer rasanten Aufholjagd näherten Sich die Tübinger immer weiter den Rheinland-Pfälzern an. Durch erneute Freiwürfe und dem Engagement des Neuzugangs Augustine Rubit gelang nach vier Minuten zum ersten Mal die Führung zum 22:19. Doch die Trierer ließen nicht locker.

Tigers fehlt der Biss?

Nach einigen Punkten nahm Perovic schließlich drei Minuten vor Schluss eine Auszeit um das Team neu einzustellen. Und das zeigte scheinbar Wirkung. Wieder sorgte Rubit für die Führung, die jedoch kurz vor Ende des Viertels von einem starken TBB Trier zunichte gemacht wurde. 35:35 Pausenstand, trotz aggressiverer Tübinger. Ins dritte Viertel gingen nun die Gäste deutlich engagierter und holten kurz nach Beginn bereits ordentlich Punkte durch einen Dreierwurf und einen Korbleger.

© Christopher Kübler
© Christopher Kübler

Der äußerst präsente Gäste-Fanblock tobte. Insgesamt wirkten die Tiger jetzt zunächst deutlich gehemmter als noch im letzten Viertel, zu dessen Ende sie äußerst aggressiv vorgingen. Das sollte sich allerdings zum Ende des Viertels ändern. Erst Bogdan Radosavljević, dann Michael Cuffee verwandeln und bringen die Tigers immer näher an die Trierer heran. Rubit punktet und es steht 48:50 für die Gäste. Mehrere Minuten zog sich die Aufholjagd der Gastgeber hin, bis Aleksandar Nađfeji schließlich zum 57:57 Pausenstand trifft.

Showdown in vorletzter Minute

Nun folgte das große Finale. Als hätte man das Spiel für einen Film gescriptet lieferten sich die beiden Mannschaften einen spannenden Showdown. In einer gegenseitigen Aufholjagd verfolgten sich die Tübinger und die Trierer bis es 4 Minuten vor Schluss noch 69:69 stand. Korbleger Trier, Korbleger Tigers, 3er Wurf Tigers, 3er Wurf Trier und es steht 74:74 und nur noch zwei Minuten zu spielen. Die Entscheidung kam durch einen 3er Wurf der Tigers und einen Korbleger von Marcus Cuffee der die Führung zum 80:74 ausbaute. Timeout Trier. Doch auch die Besprechung mit Coach Henrik Rödl konnte das Blatt nicht mehr wenden. Um die letzten Sekunden noch optimal zu nutzen nimmt Tigers-Coach Perovic 26 Sekunden vor Ende erneut ein Time-out. Man sollte meinen die letzten paar Sekunden könnte nichts mehr ändern, jedoch falsch gedacht. Die letzten Sekunden beginnen mit einem Foul gegen die Tigers. Erneut zwei Freiwürfe für die Tigers. Diese erhöhen auf 85:76. Die verbleibenden Sekunden konnten die Trierer nicht mehr nutzen. Die Tigers gewinnen verdient zuhause gegen einen sehr starken TBB Trier. Man of the match wird Jimmy McKinney.

© Christopher Kübler
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Man hat den Eindruck beißen können die Tigers, aber nur wenn es wirklich eng wird. Der Wille zum Sieg fehlt den Tübinger Basketballern noch und insbesondere zu Beginn des Spiels und der jeweiligen Viertel wirken die Angriffe noch sehr verhalten. Im Abstiegskampf konnten die Tiger nun allerdings wichtige Punkte machen und der sichere 16.Platz sollte die jüngste Kritik an Trainer Igor Perovic fürs erste verstummen lassen. Die Zuschauer der vollbesetzten Paul-Horn Arena ließen zumindest keine Perovic-raus Rufe hören und feierten stattdessen ihre Mannschaft ausgiebig.

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