Nachgebessert

An den Bachelor- und Masterstudiengängen der Universität Tübingen ändert sich einiges. Ab dem Wintersemester 2014/2015 sollen alle Studiengänge mit einer neuen Struktur versehen sein. Die neuen Modelle tragen den Namen „Bachelor 3 plus“ und „Y-Master“. Mit ihnen soll mehr individueller Spielraum in das sture Bachelor- und Masterkonzept Einzug halten.

Von Markus Jaggo

Unsere Geschichte beginnt vor einem Dreivierteljahr. Zu dieser Zeit beschloss der Senat den „Leitfaden zur Entwicklung neuer und Veränderung bestehender Bachelor- und Masterstudiengänge an der Universität Tübingen“. Dieser beinhaltet die Umgestaltung der bestehenden Bachelor- und Masterstudiengänge, um eine einheitliche Studienstruktur zu schaffen.

Viele Wahlmöglichkeiten sollen das Studium attraktiver machen

Die Bachelorstudiengänge sollen ein optionales Flexibilitätsfenster erhalten, das aus 60
ECTS-Punkten besteht. Dieses kann als eingeschobenes Semester oder studienbegleitend verwendet werden. Die Bandbreite reicht von einem halbjährigen Praktikum über Vertiefung spezieller Studieninhalte bis zu dem Besuch von Lehrveranstaltungen in benachbarten Fächern. Die Entscheidung, ob man ein solches Flexibilitätsfenster wahrnehmen möchte, steht bis zum vierten Fachsemester offen. Mit diesem würde sich die Studienzeit somit auf sieben Semester belaufen. Nur in besonderen Ausnahmefällen können auch Bachelorstudiengänge mit einer Regelstudienzeit von acht Semestern konzipiert werden. So enthält zum Beispiel der Studiengang Molekulare Medizin ein verpflichtendes Auslandsjahr, dass vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert wird, wie Prorektorin Frau Dr. Gropper ausführt.
Seit der Senatssitzung im Februar ist viel geschehen. „Interdisciplinary American Studies“, so lautet der Name eines neuen Bachelor-Programms mit einem optionalen Flexibilitätsfenster, der „Mobility Option“. Dadurch verlängert sich der Studiengang auf acht Semester. In den zusätzlichen zwei Semestern können die Studenten zum Beispiel ins Ausland gehen oder ein Praktikum machen.
In Physik und Psychologie wurde schon im Jahr 2010 der Bachelor mit acht Semestern eingeführt, allerdings ohne Flexibilitätsfenster.

Auch die Masterstudiengänge werden verbessert

Doch auch in den Masterstudiengängen gibt es einen strukturellen Wandel. Mit dem „Y-Master“-Modell sollen zwei Möglichkeiten für die Studierenden angeboten werden. Die erste Möglichkeit besteht in einer klassischen Master-Thesis mit externen Praktika, um den Start ins Berufsleben durch einen stärkeren Anwendungsbezug zu vereinfachen. Der andere Weg wäre ein Projektexposé für die anschließende Doktorarbeit zu erstellen. So soll der Einstieg in eine wissenschaftliche Laufbahn erleichtert werden.

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